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Fußball: Kreisliga A

Wer schafft den Sprung in die Bezirksliga?

Münster

Das Warten hat ein Ende: Am Wochenende wird auch in der Kreisliga A wieder gekickt. Hohe Ziele haben sich unter anderem der TSV Handorf, Wacker Mecklenbeck, der SV Mauritz und drei Zweitvertretungen gesteckt.  

Von Luca Adolph

Was ist dem SC Nienberge zuzutrauen? Aaron Timmerhues (re.) und Kollegen hatten eine gute Vorbereitung. Foto: Heimspiel/Christian Lehmann

327 Tage sind verstrichen, seit sich Münsters A-Ligisten mit dem Abpfiff ihres letzten Saisonspiels auf eine ungewiss lange Pause einstellen mussten. Mit der Hoffnung, am nächsten Morgen wieder auf dem Platz zu stehen, wurden sie in bester Murmeltier-Manier tagtäglich schweißgebadet aus ihren Träumen gerissen. Nun aber sind hellwache Teams gefragt, am Sonntag wird endlich wieder zur Torejagd geblasen.

„Die Jungs sind heiß und endlich wieder in Wettbewerbsstimmung. Du merkst förmlich, wie gerade bei vielen der Schalter umgelegt wird“, sagt Trainer Bernd Westbeld. Freudig stimmt er sich auf das Spitzenspiel der Kreisliga A3 zwischen seinem BSV Roxel II und der Reserve von Westfalia Kinderhaus ein. Während die beiden Zweitvertretungen erneut gezielt nach oben schauen, wandert der Blick von Eintracht Münster und dem 1. FC Gievenbeck II noch ins Ungewisse. Aufgrund von personellen Engpässen gilt ihr aktueller Leistungsstand noch als undurchsichtig. Schon deutlich standfester zeigte sich hingegen der SV Mauritz, bei dem vermehrt gegen höherklassige Teams die Ideen von Trainerstratege Ivo Kolobaric verwirklicht wurden. Sicher hat das Team das Potenzial, sich in einen Lauf zu spielen.

Münster 05 setzt auf Konzert-Taktik

Allerdings wünschen sich wohl auch der SC Nienberge und der TuS Saxonia Münster, den frischen Wind nach ihren vorzeigbaren Resultaten zu nutzen und dabei zeitig aus der Gefahrenzone zu gleiten. Kaum gefährdet lebt daneben der FC Münster 05. „Das ist wie bei einem guten Konzert. Du versuchst, möglichst lange vorne zu stehen und dabei bis zum Schluss nicht zu müssen“, schüttelt sich Nullfünf-Spieler Leonard Ricken das Teammotto aus dem Ärmel.

In der A1 reibt sich mit dem VfL Sassenberg, der SG Sendenhorst sowie dem TSV Handorf schon das nächste Favoritentrio aneinander. Doch beim 3:1 über den VfL im Pokal machten die Münsteraner gleich deutlich, dass mit ihnen nicht zu kuscheln ist. „Es nimmt mir doch keiner mehr ab, wenn ich sage, dass wir unter die Top Fünf wollen“, bewahrt Coach Christian Hölker seine Glaubwürdigkeit und bleibt auf dem Gas.

Handorf-Coach Christian Hölker

Doch erst nach dem freundschaftlichen Zwischenstopp beim A2-Ligisten TuS Hiltrup II darf der TSV seine Karre voll ausfahren. Schon eher auf der Piste ist dafür die zweite Kraft des SC Münster 08. In der Auftaktpartie in Sassenberg möchten sich die Kanalkicker einen Vorsprung erspielen. Sie gelten als Geheimfavorit.

Weniger farbenfroh und gerne ruhiger hätte es die zweite Garnitur von BW Aasee in der benachbarten Kreisliga A2. „Wir versuchen, den Saisonstart mal nicht wie in den letzten Jahren zu verschlafen“, sagt Coach Björn Hartmann. Früh sind die BWA-Akteure also am Sonntag auf den Beinen, um bei ihrem Ausflug nach Ascheberg bloß keine Hektik aufkommen zu lassen

Klare Ansage von Wacker Mecklenbeck

Gemütlich machen möchte es sich ebenso der VfL Wolbeck II. Immerhin schliff er sich dafür bereits ausgiebig im Cross-Fit Dülmen und hofft nun darauf, dass ihm im Kampf um die Klasse nicht die Puste ausgeht. Einen langen Atem zu beweisen, hat sich hingegen die Hiltruper Zweite zur Aufgabe gemacht. Sie möchte am Ende nicht großartig scrollen und sich in der Tabelle in der Spitzengruppe wiederfinden. Etwas Zeit sei dem Neuen an der Linie nach dem abrupten Trainerwechsel (Manfred Theile hörte erst in dieser Woche berufsbedingt auf) jedoch vergönnt. Trainer Ronald Schulz und seine Zöglinge fangen gerade erst an, sich zu beschnuppern.

Aus der Kennenlernphase sind Costa Fetsch und Wacker Mecklenbeck seit vier Jahren raus. Sie wissen, was sie aneinander haben und halten an ihrem Gelübde fest. „Der Aufstieg ist das Ziel, das haben wir letztes Jahr schon gesagt“, schraubt Fetsch die Erwartungen hoch.

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