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Basketball: 2. Bundesliga Pro B

81:64 gegen Wedel – die WWU Baskets gewinnen ohne Glanz, aber souverän

Münster

Die WWU Baskets Münster bleiben in der 2. Bundesliga Pro B weiter ungeschlagen. Doch der 81:64 (45:29)-Erfolg gegen den SC Rist Wedel, der auf wichtige Akteure verzichten musste, war alles andere als ein Basketball-Feuerwerk. Coach Björn Harmsen sprach gar vom „schlechtesten Spiel der Saison“.

Von Henner Henning

16 Punkte, Topscorer: Helge Wezorke war der Beste im Baskets-Ensemble, das gegen Wedel nur bedingt überzeugte – und das Trainer Björn Harmsen alles andere als zufriedenstellte. Foto: Jürgen Peperhowe

Ein Sieg mit 17 Punkten Differenz gegen einen direkten Verfolger, dazu der 16. Erfolg in Serie in der 2. Bundesliga Pro B – hört sich nach einem entspannten Nachmittag an, den die WWU Baskets Münster da verbrachten. Doch das 81:64 (45:29) gegen den SC Rist Wedel, den das Team von Trainer Björn Harmsen von Rang zwei stieß, gehörte in die Kategorie nur bedingt vorzeigbar.

„Das war unser schlechtestes Spiel der Saison. Alle waren etwas platt und satt. Damit kann ich als Trainer nicht zufrieden sein“, sagte Harmsen. Harte Worte, aber seine Schützlinge konnten ihre Leistung durchaus einschätzen. „Das war nicht schön“, gestand Topscorer Helge Wezorke (16 Punkte).

Dabei hatte alles so gut angefangen: Während die WWU Baskets durch das Comeback von Cosmo Grühn erstmals in dieser Saison die komplette Truppe auf das Feld bringen konnten, musste der Gast auf seinen wichtigsten Spieler verzichten. Jordan Walker, im Schnitt für 20 Punkte zuständig, bezahlte seine Aushilfsdienste bei Kooperationspartner Hamburg Towers im Euro-Cup mit einer Corona-Infektion. Dazu waren Aurimas Adomeitis und Leif Möller nicht dabei.. Bitter für Wedel, das am Berg Fidel erst einmal eine gewisse Akklimatisierungsphase benötigte. Stefan Weß stellte mit einem Dreier und einem Drei-Punkt-Spiel direkt auf 6:0 für die Baskets, Thomas Reuter erhöhte auf 8:0. Ein Blitzstart wie am Mittwochabend beim Sieg in Sandersdorf.

Jasper Günther zum 20:7

Münster blieb auf Betriebstemperatur, machte Druck. Jasper Günther sorgte mit dem 20:7 für die höchste Führung in Abschnitt eins (7.). Doch der Gastgeber holte Wedel zurück: Rijad Avdic gewährte Linus Hoffmann zu viel Platz, Harmsen kassierte ein technisches Foul, dann fanden zwei SC-Dreier den Weg durch Münsters Reuse – und zack, mit dem 2:10-Lauf war das schöne Polster wieder dahin. Da passte es, dass Weß das erste Viertel so beendete, wie er es begonnen hatte: mit einem Dreier (25:17).

Die kurze, knapp zweiminütige Schwächephase hatte Münster überwunden, war wieder im Rhythmus. Avdic aus der Distanz zum 34:21, wenig später Wezorke von der Freiwurflinie zum 41:24 (17.) – die Baskets stellten frühzeitig die Weichen, fanden auch gegen die Zonenverteidigung des Gastes ihre Möglichkeiten. So verdoppelte die Harmsen-Truppe den Vorsprung aus Viertel eins zur Pause, erneut setzte Weß – diesmal mit seinen Zählern 13 und 14 – den Schlusspunkt.

Klare Rebound-Überlegenheit

Ein Rebound-Plus von 24 (am Ende 26) war ausschlaggebend für die Überlegenheit. Der Spitzenreiter hatte das Geschehen im Griff und konnte sich sogar einen schleppenden Start in Halbzeit zwei leisten. Die ersten fünf Minuten waren zähe Kost: Der Ball lief nicht mehr wie gewünscht, die Abschlüsse daher nicht mehr so frei wie zuvor. Wedel nutzte dies in einem nun zerfahrenen Spiel nur bedingt, kam nicht entscheidend heran. Martin Jelic traf zwar zum 36:47, Thomas Reuter per Dreier sowie Günther mit sechs Punkten am Stück aber ließen vor 780 Zuschauern minimalst aufkommende Zweifel verfliegen.

Harmsen: „Ball nicht gut genug bewegt“

Die Baskets gerieten nicht mehr in Gefahr, ohne dabei aber gänzlich zu überzeugen. Defensiv gab es immer wieder zu sorglose Momente, offensiv fehlten Esprit und Genauigkeit. „Wir haben den Ball nicht gut genug bewegt, hatten nicht die Körpersprache und Energie“, meinte Harmsen.

Aber es ist auch eine Qualität, nicht rundlaufende, eher bescheidene Partien klar zu gewinnen – und diese haben die Baskets am Sonntagnachmittag gezeigt.

Punkte: Wezorke (16/2 Dreier), Günther (14/1), Weß (14/3), Richmond (11/1), Touray (10), Reuter (8/2), Avdic (6/1), Pahnke (2)

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