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Basketball: 2. Bundesliga Pro A

„Berühmt berüchtigt“ – WWU Baskets starten in der „Ischehölle“ in Hagen

Münster

Eine kurze Anreise steht den WWU Baskets am Sonntag zum Pro-A-Start bevor. Bei Phoenix Hagen gastiert der Aufsteiger, den dort in der für seine Stimmung bekannte Ischelandhalle eine schwere Aufgabe erwartet. Für Jasper Günther ist es eine Rückkehr.

Bereit für den ersten Aufritt in der 2. Bundesliga Pro A: Die WWU Baskets Münster spielen am Sonntag bei Phoenix Hagen. Foto: Christina Pohler

Der Auftakt in der 2. Bundesliga Pro A hat es gleich in sich. Da wartet am Sonntag (17 Uhr) mit Phoenix Hagen nicht nur eine stark einzuschätzende Mannschaft im ersten von vier NRW-Duellen auf die WWU Baskets Münster. Diese Aufgabe alleine wäre schon schwer genug. Doch die „Feuervögel“ aus der an Basketball-Tradition so reichen Stadt genießen zudem noch Heimrecht in der Ischelandhalle, in der es stets laut und hitzig zugeht. „Die Ischehölle ist berühmt berüchtigt. Da ist es schwierig zu spielen“, sagt Thomas Reuter, der in diesem Jahr seinen Posten als Spielführer an Neuzugang Andreas Seiferth weitergeben hat und nun Co-Kapitän ist. Als Favorit, so viel ist sicher, reisen die Baskets also nicht nach Hagen. „Wir haben nichts zu verlieren“, sagt denn auch Trainer Björn Harmsen.

Saisonstart in Hagen – das löst Vorfreude im Umfeld aus, einer aber fiebert dem Start besonders entgegen: Jasper Günther. Der 23-Jährige spielte in der Jugend für Phoenix, lief für den Club bis zu seinem Wechsel 69-mal in der Pro A auf. „Das Gefühl, in der Hagener Halle aufzulaufen, wird für mich wahrscheinlich ziemlich, ziemlich cool. Aber auf der ,falschen’ Seite wird es bestimmt ein bisschen komisch. Das wird für mich wahrscheinlich auch ein bisschen nostalgisch sein. In der ,Ische’ hatte ich damals sogar auch Sportunterricht. Die Halle kenne ich auf jeden Fall sehr, sehr gut“, sagt Münsters Point Guard, der seine Familie und sicher viele Freunde und Bekannte treffen wird.

Baskets wollen Konkurrenzfähigkeit beweisen

Mit seinen Teamkollegen will Günther diesen beweisen, dass die Baskets konkurrenzfähig sind in der Pro A, in der Hagen zu den Playoff-Kandidaten zählt. „Das ist eine sehr gute Mannschaft, die alles hat. Athletik, Intelligenz, eine starke Defensive und Offensive“, erklärt Harmsen. Gemeinsam mit seinem Co-Trainer Chad Prewitt hatte er Phoenix um Kapitän Marcel Keßen sowie die Amerikaner Grayson Murphy, JJ Mann und Kyle Castlin am vergangenen Wochenende in Augenschein genommen, sah eine „etablierte Pro-A-Mannschaft“. Er weiß, dass mit Hagen ein Brett wartet.

Darauf aber ist sein Team vorbereitet, auch wenn er seine Truppe noch nicht bei 100 Prozent sieht. „Wir werden mit Sicherheit noch ein bisschen brauchen, um auch den Basketball zu spielen, den wir spielen wollen und können“, sagt Harmsen, der gerne noch ein paar Tage „mehr Vorbereitung“ gehabt hätte. Doch nach nur zwei gemeinsamen Wochen mit Center Seiferth im Team sieht er die Baskets „inhaltlich da, wo wir bisher sein können“.

Zuletzt zu viele Ballverluste

Um die Außenseiter-Chance lange zu wahren oder gar zu nutzen, muss Münster die Quote der Ballverluste – beim Testspiel-Sieg gegen die Artland Dragons waren es 21 – dringend verringern. „Das waren zu viele, die Turnover müssen wir reduzieren und unseren Rhythmus schnell finden“, so lautet die Vorgabe Harmsens. Zu was es dann in der „Ischehölle“ reicht, wird der Neuling am Sonntag um kurz nach sieben Uhr wissen.

Kommentar: Lernen zu verlieren

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