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Basketball: 2. Bundesliga Pro B

Die WWU Baskets Münster sind in einem neuen Findungsprozess

Münster

Die WWU Baskets Münster stehen als Meister der Nordstaffel fest. Austrudeln aber lassen sie die Hauptrunde nicht, das wäre auch nicht möglich und nicht förderlich mit Blick auf die Playoffs. Zumal sich der Pro-B-Ligist nach dem Ausfall von Center Adam Touray neu ausrichten muss. Ein Prozess, der am Samstag beim 87:83-Erfolg gegen die EN Baskets Schwelm eingeleitet wurde.

Von Henner Henning

Kai Hänig (r.), hier gegen Schwelms Robert Nortmann, ist nach dem Touray-Ausfall einer von zwei Baskets-Centern. Foto: Jürgen Peperhowe

Die Partie gegen die EN Baskets Schwelm war ein erster Fingerzeig, was die WWU Baskets Münster in den Playoffs erwartet und wie sie auf den Ausfall von Center Adam Touray verkraften. Das Ergebnis ist bekannt, mit 87:83 bezwang der feststehende Nordstaffel-Meister einen formstarken, allerdings auch knapp besetzten Gegner, der den Münsteranern aber auch Hinweise gab, wo Optimierungsbedarf herrscht – und da kommt dann wieder Touray ins Gespräch.

Dem Spiel der Baskets sah man das Fehlen eines ihrer Schlüsselspieler durchaus an. Coach Björn Harmsen hatte den Big Man zu Anfang der Saison zu einem wichtigen Bestandteil seiner Mannschaft erklärt, ihm eine tragende Rolle auferlegt, die der 27-Jährige auch überzeugend ausfüllte. „Auf jeden Fall merkte man, dass Adam fehlt“, gestand sein Teamkollege Cosmo Grühn. Defensiv, „wo du mit ihm alles doppeln kannst“ (Harmsen) und offensiv, wo ohne den schnellen 2,07-Meter-Mann die Pick-and-roll-Variante überhaupt keine Option für die Baskets war. Auch weil der gute Schütze Helge Wezorke und der ex­trem physische Kai Hänig zwei gänzlich andere Center-Typen sind. „Wir müssen Adams Fehlen als Team kompensieren, haben dafür drei Spiele Zeit“, sagte Grühn. Der neue Findungsprozess bis zum Playoff-Start Anfang April ist in vollem Gang.

Wezorke: „Ein gutes Spiel von uns“

Dass die Baskets dafür die Qualität haben, zeigte aber die Partie gegen Schwelm auch. Neben „sehr schlechten Phasen“ gab es „sehr gute Phasen“ – und beides hing mit dem Defensivverhalten der Münsteraner zusammen. „Wenn du intensiv verteidigst, dann hast du eine ganz andere Spannung und nimmst vorne auch den Wurf. Wenn du aber pomadig verteidigst, dann spielst du auch im Angriff so“, erklärte Harmsen die zwischenzeitlichen Tiefs seiner Mannschaft, die mit steigender Intensität jedoch die bessere war. „Alles in allem würde ich sagen, das war ein gutes Spiel von uns. Immer wenn wir Schwelm unser Spiel aufgezwungen haben und sie dazu gebracht haben, ihren Gameplan zu verlassen und ein bisschen wild zu spielen, haben wir sehr gut ausgesehen“, so Wezorke.

In den verbleibenden Hauptrunden-Partien in Iserlohn, Hamburg und Bernau geht es darum, mehr Konstanz ins Spiel zu bekommen, es ohne Touray anzupassen. „Wir müssen daran arbeiten, dass die Tiefs nicht mehr ganz so tief ausfallen. Der einfachste Zugriff ist da die Defensive“, sagte Grühn. Es war ein Fingerzeig der intensiven Partie.

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