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Basketball: 2. Bundesliga Pro B

Harmsens Appell zeigt beim Baskets-Sieg gegen Lok Bernau Wirkung

Münster

Die WWU Baskets Münster haben in ihrem letzten Heimspiel ein bisschen gebraucht, um in Schwung zu kommen, eine kleine Standpauke von Trainer Björn Harmsen war nötig. Dann aber zog der Pro-B-Ligist gegen Lok Bernau an – und folgerichtig davon. Somit kassierte Münster in der Hinrunde keine Niederlage und zieht seine Kreise.

Von Thomas Austermann

Die Spieler der Partie: Ryan Richmond führte die WWU Baskets zum elften Saisonsieg, Mauricio Marin hielt Lok Bernau mit seinen Foto: Jürgen Peperhowe

In der Normalrunde der 2. Bundesliga Pro B kann ein Gegner bei den WWU Baskets Münster mal für leichtes Kopfzerbrechen sorgen. Viel mehr nicht: Auch das elfte und letzte Hinrundenspiel gewannen die Baskets dank erweckter Intensität und erfolgreich umgesetzter Korrekturen mit 91:82 (44:45) gegen Lok Bernau aus Brandenburg. Der Spitzenreiter wird wohl erst in der Playoffs ins echte Grübeln kommen.

Der kleine Neun-Mann-Kader schrumpfte vor 1500 Zuschauern faktisch noch, weil Andrew Onwuegbuzie nach überstandenen Knieproblemen nur knapp sieben Minuten Spielzeit bekam und keine Bindung fand. Bernau mischte auch ohne den 35 Jahre alten Robert Kulawick (299 Erstligaspiele) aus seinem 15er-Saisonkader eine funktionierende Einheit mit Routiniers und Talenten, die sich ihre Sieglos-Bilanz aus Auswärtsspielen nicht anmerken ließ.

Harmsen: „War nicht zufrieden“

Mag sein, dass Bernaus Manko in den Hinterköpfen der Baskets abgespeichert worden war – es lief eher schleppend, ohne ernsthaftes Zupacken oder wirkungsvolles Passspiel. „Mit dem Fokus, mit dem wir ins Spiel gegangen sind, war ich nicht zufrieden“, sagte Trainer Björn Harmsen, der schnell wechselte und in Auszeiten ziemlich energische Appelle an den Kader richtete. Unterm Korb hatte Münster wenig Präsenz. Der seit Wochen so starke Adam Touray etwa kam im ersten Viertel kein einziges Mal zum Wurf. Ein paar Fehlabspiele und andere Nachlässigkeiten erlaubten Bernau den Vorsprung.

Erst Stefan Weß mit zwei Dreiern und Ryan Richmond mit Freiwürfen besorgten den 33:25-Zwischenstand. Den konterte der glänzend abschließende Mauricio Marin als Mann in der offensiven Führungsrolle. Der bundesligaerprobte Schütze setzte drei Dreier nacheinander und einen nächsten aus großer Distanz zur Pausenführung. „Da kann und muss man näher dran sein“, sagte Harmsen, der genau diese Tugenden nicht ausgeprägt genug erlebt hatte.

Pahnke als unermüdlicher Arbeiter

Bis hierher, aber die Seinen kamen auf und ließen sich auch von Szenen, die auf der Kippe standen und nicht zu ihren Gunsten endeten, nicht nerven. „Hintenraus bringen wir es tatsächlich immer über die Bühne“, sagte Aufbau Jasper Günther, dessen erster Amtsvertreter Oliver Pahnke beispielhaft mitreißend ackerte. Auf der anderen Seite gefiel Youngster Gian Aydinoglu, Jahrgang 2003, als laufstarker Antreiber mit Zuspielqualität. Im Schlussviertel sorgte Münsters Kapitän Thomas Reuter mit drei Dreiern für Wirkung, aber Marin blieb aus der Distanz extrem sicher (insgesamt acht Dreier). Nach dem 82:80 nahm Richmond endgültig seinen Platz als Verantwortungsträger ein – der oft eher introvertiert wirkende Kanadier schwang sich nicht nur zum Punktbesten auf, sondern zum Mann für die wichtigen Momente.

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