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Basketball: UBC Münster vor dem Saisonstart

„Unfassbar unberechenbar“

Münster

Sie sind viele, sie sind selbstbewusst, sie sind bereit: Die Spieler des UBC Münster können den Start der neuen Saison kaum erwarten. Am Samstag geht es in der Halle des Pascalgymnasiums los. Erster Gegner ist der Aufsteiger aus Euskirchen.

Thomas Austermann

Lernwillig und einsatzbereit, der UBC 2014: (v.l.) Arne Tigges, Adam Touray, Peer Reckinger, Andrej König, Guido Narendorf, Andreas Placke, Gilles Nawezi, C-Trainer Christoph Schneider, Stefan Berkow, Anselm Hartmann, Jan König, Betreuer Marco Lenz,. Konrad Tota, Dallis Johnson, Matthias von Heydebrand, Aaron Henrichs und Trainer Philipp Kappenstein. Foto: Jürgen Peperhowe

Dem Minus auf der Etatseite begegnet die Erste des UBC Münster mit einem Plus in der Basketballergruppe. Der Regionalligist will und muss am Samstag (20 Uhr) im Pascal-Gymnasium – die Unihalle ist aktuell eine Baustelle – gegen Aufsteiger ErftBaskets Euskirchen bereits beweisen, dass aus Masse die notwendige Klasse geschöpft werden kann.

19 von 26 Partien gewann der UBC zuletzt, die ansehnliche Ausbeute reichte zu Platz vier hinter Meister Iserlohn, Schalke und Hagen. Ausgesprochen zuversichtlich und wie zum Trotz angesichts der schmalen finanziellen Möglichkeiten gibt sich Trainer Philipp Kappenstein als ein vom Charakter und der Mischung seines Kaders restlos überzeugter Verantwortlicher. „Wir haben abgesehen von Steve Briggs die wichtigsten Spieler gehalten. Wir sind dermaßen breit aufgestellt, dass ich uns für unfassbar unberechenbar halte“, sagte der Gymnasiallehrer vor seiner dritten Spielzeit im Amt. „Ich sehe keine andere Mannschaft, die eine solche Tiefe im Kader bieten kann. Wenn wir wechseln, bleiben wir stark.“

Mit Matthias von Heydebrand, der in nur wenigen Trainingseinheiten gleich sein Format unter Beweis stellte, schloss sich auf den letzten Drücker ein einst erstklassig aktiver Flügelspieler mit weiterhin außergewöhnlicher Einstellung dem Kader an. Mit ihm, der ob seines Einstiegs in den Arzt-Beruf abwarten muss, wie nachhaltig er einplanbar ist, wuchs der Kader auf 14 Kräfte an. Aus dem pro Partie zu nominierenden Dutzend rotieren also stets welche heraus. „Wenn denn alle immer spielfähig sind“, wartet Kappenstein ab. „Die Chemie im Team ist jedenfalls so gut, dass wir damit umgehen können, wenn es Härtefälle gibt.“

Jan König, in der letzten Rückrunde unverzichtbar als Athlet und Werfer, hat nach überstandener Viruserkrankung gerade das Lauftraining aufgenommen. „Mir geht es ganz gut jetzt“, peilt der 21-Jährige zunächst den erforderlichen Kraftaufbau an. Anselm Hartmann wurde zwischendurch von einer Bänderblessur gestoppt, fast alle Tests bestritt Neuzugang Aaron Henrichs mit seiner Pro-B-Erfahrung auf der Position eins. Mit ihm wird sich Münsters Spiel verändern. Als Punktegarant wie Vorgänger Briggs wird der 24-Jährige nicht auftreten, sehr wohl aber als fehlerfreier Organisator und knallharter Abwehrspieler.

„Mit ihm, Dallis Johnson und Peer Reckinger sowie Matthias haben wir die richtigen Typen gefunden“, ist Kappenstein sicher, dass dieser UBC an Physis, defensiver Präsenz sowie „Lautstärke und Lebhaftigheit“ hinzu gewonnen hat. „Die Jungs verstehen ihre Rollen und haben verinnerlicht, wie wir auftreten wollen. Wir werden defensiv denken und hier überzeugen müssen.“ Die vielen Punkte von Briggs wollen erst einmal von anderen erzielt werden. Auch diesbezüglich ruhen viele Hoffnungen auf dem kräftigen US-Zugang Johnson, der sich zügig akklimatisiert hat in der neuen Gruppe.

Die jungen Eigengewächse Adam Touray, 20, und Arne Tigges (bald 19) schätzt Pädagoge Kappenstein zudem sehr. „Beide haben einen Sprung gemacht, beide werden wir erleben.“

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