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Basketball: 2. Bundesliga Pro A

„Hilft uns sehr“: Warum Scout David Gibson so wichtig für die WWU Baskets ist

Münster

Seine Arbeit verrichtet er im Hintergrund, ins Blickfeld der Fans und sogar der Spieler rückt er selten. Und doch ist David Gibson ist ein wichtiges Puzzleteil im Gesamtkonstrukt der WWU Baskets. Als Scout und Videoanalyst hat er seinen Anteil.

Der Mann aus dem Hintergrund: David Gibson hilft Trainer Björn Harmsen als Scout und Videoanalyst bei der Spielvorbereitung. Foto: Henner Henning

Seine Arbeit verrichtet er im Hintergrund, ins Blickfeld der Fans und sogar der Spieler rückt er selten. Und doch ist er so wertvoll für die WWU Baskets Münster, die von seiner Einschätzung profitieren. David Gibson ist ein wichtiges Puzzleteil im Gesamtkonstrukt des Pro-A-Ligisten, als Scout und Videoanalyst hat er seinen Anteil am erfolgreichen Auftakt des Zweitliga-Neulings.

In Punkte aufzuwiegen ist sein Einsatz nicht, für Coach Björn Harmsen und seinen Assistenten Chad Prewitt aber ist das zusätzliche Augenpaar eine wichtige Unterstützung. „Davids Arbeit hilft uns sehr“, sagt Harmsen, der per Zufall auf den 24-Jährigen aufmerksam geworden ist. Gemeinsam mit Max Kihm betreibt Gibson den Podcast „Basketballphilosophie“ – und als Kihm im Sommer beim B-Trainer-Lehrgang auf Referent Harmsen traf, nutzte er die Gelegenheit und fragte beim Baskets-Coach an, als Gast in einer Podcast-Folge mitzuwirken. Harmsen sagte zu, und schon war Gibson im Spiel. Mit Basketball als verbindende Leidenschaft redeten sie weit über die aufgenommene Stunde hinaus über ihren Sport, am Ende schickte Gibson Arbeitsproben an Harmsen. Der war begeistert und sicherte sich dessen Dienste.

Freie Hand bei der Analyse

So bereitet Gibson Woche für Woche die Gegner vor, zerlegt Münsters Kontrahenten in alle Einzelteile. Dabei sitzt er meist in Linz, wo er sein in München begonnenes Studium mit einem Master (Management) fortsetzt. „Björn lässt mir bei der Analyse meist freie Hand, ab und zu äußert er auch Wünsche. Aber ich weiß, auf was er Wert legt. Wir haben einen sehr guten Austausch, Björn ist dabei immer total offen“, sagt Gibson. „Ich kann in meinen Berichten auch meine Meinung einbringen, am Ende aber trifft natürlich er die Entscheidungen.“

Eine Entscheidung, wie Gibson seine Zukunft bestreiten will, hat er noch nicht endgültig getroffen. Da er aus einer Basketball-Familie – seine Mutter und sein Onkel spielten in Bamberg Bundesliga – stammt, will er in diesem Sport bleiben. Gerne als Mann im Hintergrund. „Ich habe früh meine Leidenschaft für das Analytische entdeckt“, erklärt Gibson, der selbst „nie auf hohem Niveau“ gespielt und schließlich als Coach Jugend-Teams betreut hat. „Ich habe schon vor, im Basketball zu bleiben. Aber erst einmal konzentriere ich mich jetzt auf die Saison der Baskets.“

Nach Münster wird er, sofern es seine Zeit zulässt, bald mal wieder kommen. Vor knapp zwei Wochen nutzte er den Doppelspieltag mit Partien gegen Düsseldorf und in Quakenbrück, um das Team live zu unterstützen. Da rückte er ausnahmsweise aus dem Off etwas mehr in den Vordergrund. Doch schon für die anstehende Begegnung der Baskets am Sonntag (17 Uhr) bei den Nürnberg Falcons wird er wieder aus der zweiten Reihe seine wertvollen Dienste verrichten.

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