Basketball: 2. Bundesliga Pro B

WWU Baskets kommen gegen SparkassenStars gierig und bissig zurück

Münster

Einfach happy waren die Spieler der WWU Baskets Münster nach diesem furiosen Husarenritt im letzten Viertel. Sie hatten erstmals in der laufenden Saison gegen die VfL SparkassenStars Bochum gewonnen – nach drei Niederlagen. Für den Showdown am Sonntag schöpften sie ganz viel Mut.

tau/hen

„One more time“, wie Malcolm Delpeche nach dem 89:84 sagte. Am Sonntag fällt in Bochum die Entscheidung. Foto: Jürgen Peperhowe

In der letzten Ansprache keine Minute vor dem Hochball beschwor Philipp Kappenstein sein Team. Im „Beast-Mode“ wollte der Trainer seine Schützlinge in jeder Sekunde sehen – das klappte zwar zunächst nicht wie erhofft und erwünscht, einmal mehr zeigten sich die WWU Baskets aber charakterfest.

„Wir haben am Ende die Gier gefunden und hatten total Bock drauf, Bochum unsere Stärke zu zeigen“, sagte Cosmo Grühn, der den letzten Dreier der Partie zum 89:84 7,1 Sekunden vor Schluss verwandelte. Und damit den Münsteranern ein kleines, aber feines Polster für das zweite Playoff-Halbfinale am Sonntag bescherte. „Aus dieser Halbzeit gehen wir mit einem geilen Gefühl“, meinte der 15-Punkte-Mann, der schon auf die „zweite Halbzeit“ in der Rundsporthalle am Ruhrstadion blickte. Mit frischem Selbstvertrauen nach dem ersten Sieg im vierten Duell mit den VfL SparkassenStars, die erneut nach einer zweistelligen Führung massive Probleme bekamen. Diese nutzten die Baskets diesmal aus, sie hatten physisch wie schon am vergangenen Samstag mehr zu bieten. „Wir und Bochum wissen, dass wir jederzeit zurückkommen können“, sagte Grühn. So sah es auch sein Kapitän Jan König. „Wir haben gemerkt und gesehen, dass Bochum im vierten Viertel müde wurde. Dass wir in 45 Stunden schon wieder spielen, kann für uns ein Plus sein. Wir haben alles getan und haben unseren Heimvorteil, wenn man so will, genutzt.“

Zu dem gehörte sicher die lautstarke Anfeuerung von den Helfern auf den Rängen, moralisch gaben etwa 15 Unentwegte draußen an der Scheibe sowie das Plakat „Let’s go MS – aus OL“, das mit einem Kleeblatt verziert war, Unterstützung. Eine Idee von Papa König, die bestens ankam. „Überhaupt spüren wir den Zuspruch aus der ganzen Stadt, der uns über die sozialen Netzwerke erreicht. Das bekräftigt uns in dem, was wir die gesamte Saison über machen“, meinte der Kapitän.

40 Minuten trennen ihn und seine Teamkollegen noch vom Aufstieg, einmal gilt es noch, die Zähne zusammenzubeißen. „One more time“, sagte Center Malcolm Delpeche und verschwand in die Nacht. Mit einem guten Gefühl.

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