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Formel 1: Großer Preis von Bahrain

Mick Schumacher vor dem nächsten Schritt bei Haas

Münster

Die erste Saison in der Formel 1 ist Geschichte für Mick Schumacher, der junge Deutsche geht in sein zweites Jahr bei Vorjahresschusslicht Haas. Die Saisonvorbereitung ist gut gelaufen. Ab dem ersten Rennen am kommende Sonntag in Bahrain gilt es, mit einem frischen Auto und einem neuen Teamkollegen klarzukommen.

Von Camillo von Ketteler

Fühlt sich wohl im neuen Auto und will in der kommenden Saison auch mal um Punkte mitfahren: Mick Schumacher. Foto: Imago/Laci Perenyi

Nach einem intensiven Trainingswochenende in Bahrain nutzte Mick Schumacher den ersten Tag der Woche, um etwas runterzukommen. „Ein bisschen Training, ein bisschen Squash spielen, ein bisschen entspannen“, beschrieb der deutsche Formel-1-Pilot am Montag in einer Presserunde von Rechteinhaber Sky seinen Vormittag.

Die letzte Testwoche, bevor die Königsklasse des Motorsports am kommenden Sonntag mit dem großen Preis von Bahrain (16 Uhr/Sky) in ihre neue Saison startet, beendete der Haas-Fahrer am Sonntag auf einem starken zweiten Gesamtplatz hinter Weltmeister Max Verstappen.

Schumacher startet mit einem guten Gefühl

Wahrscheinlich nicht mehr als eine Momentaufnahme, sicher aber ein gutes Gefühl für den Auftakt. „Generell ist das schon sehr positiv gewesen“, sagte Schumacher, „das neue Auto zu fahren, fühlt sich super an.“ Nach einem punktlosen Lehrjahr beim Vorjahresschlusslicht Haas will der Deutsche und Sohn vom siebenmaligen Weltmeister Michael Schumacher in der kommenden Saison erstmals auch Zähler in der Fahrerwertung holen. Ein Rookie ist er nun nicht mehr, die Schonfrist vorbei. Druck und Erwartungen an den 22-Jährigen werden steigen.

„Jetzt kommt die wichtige Phase, jetzt muss man dann auch performen. Das ist eine spannende Frage, jetzt steht die nächste Stufe für ihn an“, sagte TV-Experte Ralf Schumacher und erlebte einen gelassenen Auftritt seines Neffen Mick: „Für mich persönlich macht das keinen Unterscheid, für die Außenwelt wahrscheinlich schon“, meinte der junge Pilot. „Ich fühle mich sehr wohl in meiner Haut und freue mich jetzt einfach, dass es wieder losgeht und wir hoffentlich das eine oder andere gute Rennen fahren können.“

Legte am Sonntag mit seinem Haas die zweitbeste Gesamtzeit auf den Asphalt: Mick Schumacher. Foto: Imago/Laci Perenyi

Neue Saison, neues Auto. In diesem Jahr sind die Reifen in der Formel 1 größer, die Front- und Heckflügel simpler. Durch die Regeländerungen im aerodynamischen Bereich soll es weniger Luftverwirbelungen hinter den Boliden geben, all das soll der besseren Überholmöglichkeit dienen. „Jeder fängt bei Null an, hoffentlich gibt es die eine oder andere Überraschung“, kommentierte Ralf Schumacher. Mick kennt die größeren Reifen bereits aus der Formel 2, die er 2020 gewann. „Vielleicht gibt mir das am Anfang einen kleinen Schub“, hofft er.

Neuer Teamkollege Magnussen ist Chance und Risiko

Der Wagen ist nicht die einzige Neuerung für den jungen Deutschen, auch einen frischen Teamkollegen hat Haas-Teamchef Günther Steiner aus dem Hut gezaubert. Nachdem man sich infolge des Ukraine-Kriegs nicht nur vom russischen Hauptsponsor Uralkali sondern auch vom russischen Fahrer Nikita Mazepin trennte, nimmt Kevin Magnussen, der bereits von 2017 bis 2010 für Haas am Lenkrad saß, den Stuhl an Schumachers Seite ein. „Das wird eine interessante Kombination“, ordnete Ralf Schumacher ein, „für Mick eine Chance, aber es wird sicher auch schwierig, weil die Erwartungshaltung hoch sein wird.“

Sein Neffe bleibt derweil ganz entspannt, der erste Kontakt zwischen beiden sei super gewesen. „Ich kannte ihn ja schon vorher, den direkten Vergleich mit ihm zu haben, ist super, um meine Lernkurve weiterhin beizubehalten und davon profitieren zu können.“ Verstecken, das stellt er klar, will sich Schumacher vor dem sieben Jahre älteren Magnussen aber keinesfalls. „Ich fühle mich wohl und weiß wo ich stehe. Das schüchtert mich nicht ein“, sagte er.

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