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Volleyball: 2. Bundesliga

„Müssen uns cleverer anstellen“: Gievenbeck verliert Zweitliga-Auftakt

Münster

Punkte gab es im ersten Zweitliga-Spiel der Geschichte nicht für die Orderbase Volleys Münster. Doch nach dem 1:3 gegen den Kieler TV reifte die Erkenntnis, dass sich die kaum veränderte Mannschaft in neuer Umgebung nicht verstecken muss.

Von Johan Sühling

Gievenbecks Aaron Zumdick überwindet den Kieler Block mit Robin Hanke (l.) und Moritz Behr. Foto: Foto: Wilfried Hiegemann

Alles beim Alten? Das könnte man zumindest meinen, wenn man sich die Mannschaftsliste bei Münsters besten Volleyballern anschaut. Neue Namen gibt es kaum. Einzig Diagonalangreifer Lenard Exner und Libero Leon Winkler sind frisch mit von der Partie. Schaut man allerdings auf das große Ganze, gibt es doch so einiges an Änderungen. Das Ganze fängt schon beim Namen an: Aus dem TSC Gievenbeck wurden die Orderbase Volleys, an der Seitenlinie steht nun Kai Annacker. Auch die liebevoll als „Uni-Hölle“ bezeichnete Unisporthalle hat Veränderungen hinter sich: Neue Bandenwerbung ziert den Spielfeldrand, eine Videoleinwand lässt das Publikum das Spiel aus mehreren Perspektiven samt Wiederholungen verfolgen. „Was das Orga-Team hier geleistet hat, ist großartig,“ sagt Annacker.

Nur das Ergebnis war für die Gievenbecker eine völlig neue Erfahrung. Eine Heimniederlage! Mit 1:3 (21:25, 23:25, 25:23, 19:25) ging der Auftakt gegen den Kieler TV in die Hose. Für Annacker kein Grund zur Sorge: „Wir haben als Aufsteiger gegen einen etablierten Zweitligisten verloren, der ist mit der Erwartung angereist, uns wegzubügeln, das ist aber gar nicht passiert.“ Denn klammert man den letzten Durchgang einmal aus, war jeder Satz eng.

Guter Start für die Hausherren

Das Spiel ging eigentlich gut los für die Hausherren. Zwei-Meter-Neuzugang Exner besorgte den ersten Punkt in der Zweitliga-Geschichte, und als auch der nächste Punkt an die Hausherren ging, fühlte sich schon so mancher an die vergangene Saison erinnert, als die Gegner reihenweise vom Feld gefegt wurden. Doch die Qualität ist in der 2. Liga Nord eben doch eine andere. Kiel kämpfte sich zurück und führte zwischendurch sogar deutlich mit 23:15. „Der Gegner hat sehr schnell gespielt, das war stark,“ fand Annacker. Doch auch die Münsteraner gaben sich nicht auf, wehrten einige Satzbälle ab, mussten sich dann aber doch mit 21:25 geschlagen geben.

Der zweite Satz fing ähnlich an: Münster zog einige Punkte davon. Die Nordlichter kamen erneut zurück, doch so richtig konnte sich in der Folge keiner absetzen: Ein Team punktete, das andere zog sofort nach. Aufschlagserien gab es kaum. Erst ganz am Ende des Satzes zog der Gastgeber durch einige Punkte von Fred Nagel und Luca Brirup davon, gab einen Drei-Punkte-Vorsprung dann aber doch aus der Hand. „Im Angriff müssen wir uns noch cleverer anstellen, der Block der Gegner ist hier viel besser als in der 3. Liga,“ so Annacker.

Im dritten Satz gelingt der Anschluss

Damit war für den dritten Satz klar: Wenn Gievenbeck auch den verliert, gibt es eine echte Packung. Das Drehbuch blieb indes das gleiche – Gievenbeck erwischte den besseren Start, doch Kiel zog nach und glich aus. Wieder ein knapper Satz – allerdings setzte sich diesmal Münster durch. Der starke Exner besorgte die beiden finalen Punkte zum 25:23.

Im letzten Satz war dann das erste Mal ein echter Qualitätsunterschied zu spüren. Zwar wehrt Münster einige Matchbälle ab und ließ das Ergebnis gar nicht so hoch erscheinen, doch der Sieger stand früh fest.

Annacker blieb aber lieber bei den positiven Aspekten. „Unser Zuspiel hat gut geklappt“, erklärte er. Passenderweise erhielt Moritz Lembeck zum Schluss die silberne MVP-Medaille.

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