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Basketball: 2. Bundesliga Pro B

Nachlässiger Auftritt soll die WWU Baskets Münster „wachrütteln“

Münster

Die WWU Baskets Münster haben am Sonntag gegen Wedel ihren 16. Sieg in Serie eingefahren. So weit, so gut? Nicht ganz, denn Coach Björn Harmsen war alles andere als einverstanden mit dem teils behäbigen, nachlässigen Auftritt seiner Schützlinge – und das war schon während der Partie kaum zu übersehen. Der Trainer hofft nun auf ein Hallo-wach-Effekt.

Von Henner Henning

Mischt wieder voll mit: Cosmo Grühn, der sich hier in den Luftkampf mit Wedels Jacob Hollatz (v.) und Yngve Jentz wirft. Foto: Jürgen Peperhowe

Das letzte Viertel war schon weit fortgeschritten, die WWU Baskets Münster längst auf Kurs zum 16. Sieg in Serie. Gegen den SC Rist Wedel, der als Tabellenzweiter der 2. Bundesliga Pro B angereist war. Alles gut also, alles tutti? Nicht ganz, an der Seitenlinie regte sich Trainer Björn Harmsen auf, schimpfte und zeterte. Nein, alles andere als zufrieden war der ehrgeizige 39-Jährige mit dem Sonntagsauftritt.

Doch warum der Ärger bei und nach einem unter dem Strich nie gefährdeten 81:64-Erfolg? Es war die Art und Weise, wie die Baskets agierten. Zwar hatten sie bis auf einige Sequenzen im ersten Viertel, als aus einem 20:7 ein 22:17 wurde und der Vorsprung geschmolzen war, alles im Griff, hielt den Gast aus dem Norden stets auf Distanz. Der Schlendrian, gerade defensiv, aber schlich sich ein, Zielstrebigkeit und Konsequenz fehlten. Nicht allen, wie Harmsen betonte. „Aber insgesamt müssen wir mehr Intensität bringen. Körpersprache und Energie fand ich nicht gut. Das war ein fürchterliches Spiel.“

Wedel ohne Walker

Nun gut, nicht immer muss es ansehnlich sein. Zumal die Umstände Verständnis für die etwas nachlässige Haltung der Baskets wecken. Da war das schwere Mittwochsspiel in Sandersdorf (73:70), das Münster vielleicht noch ein wenig in den Knochen steckte. Da war die Überlegenheit gegen den personell geschwächten SC Rist, der auf seinen Topscorer Jordan Walker sowie auf Leif Möller und Aurimas Adomaitis verzichten musste – und so kaum zu einer Bedrohung für die Münsteraner wurde. Als Ausreden aber sollten diese Umstände nicht herhalten, vielmehr soll die Partie als Warnsignal dienen. Für die anstehende Begegnung bei den zuletzt sechsmal siegreichen ART Giants Düsseldorf sowie mit Blick auf die Playoffs. „Vielleicht rüttelt es uns das Spiel etwas wach“, erklärte Harmsen.

Comeback von Cosmo Grühn

Untergehen sollte das Comeback des Tages aber trotz des Ärgers nicht. Cosmo Grühn, der seit Ende Oktober außen vor war, kehrte zurück. „Das war ein mega Gefühl. Ich war schon ein bisschen aufgeregt und nervös“, gestand Grühn, dem die Pause noch anzumerken war. „Das wird noch ein wenig brauchen, bis ich mich wieder komplett auf dem Feld wohlfühle.“

Der 23-Jährige vervollständigte den Kader, in dem nun die Rollen auf dem Spielfeld neu verteilt werden, sich die Rotation ändert, der Konkurrenzkampf wächst. Eine neue Herausforderung für die Baskets. Bislang haben sie alle gemeistert und auch „das schlechteste Saisonspiel“ (Harmsen) erfolgreich überstanden.

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