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Badminton: Bundesliga-Playoffs

Niederlage zu verschmerzen

Lüdinghausen/Saar...

Union Lüdinghausen hat das Gruppenendspiel beim DM-Halbfinalturnier mit 3:4 gegen Serienmeister 1. BC Bischmisheim verloren. Die Trauer über die knappe Niederlage hielt sich bei den Nullachtern aus gutem Grund in Grenzen.

Von Florian Levenig

Bezwang in einem hochklassigen Match die Indonesierin Priskila Siahaya mit 3:1: die Lüdinghauserin Yvonne Li. Foto: flo

Die Aufgabe vor Duellen zwischen Union Lüdinghausen und dem 1. BC Bischmisheim ist in der Theorie simpel: Um den Serienmeister zu bezwingen, dürfen sich die Steverstädter, erstens, in den drei Einzeln keine Blöße geben. Und es muss, zweitens, eines der vier Doppel kommen. Was in der Praxis wiederum nicht ganz so leicht ist, verfügen doch sämtliche Saarbrücker Paarspieler über gehobenes internationales Niveau. Und so war es bei den Bundesliga-Playoffs am Sonntag einmal mehr der Titelverteidiger, der, vor eigenem Publikum, den deutschen Badminton-„Clasicó“ knapp mit 4:3 für sich entschied.

Was das nackte Ergebnis nicht verrät: In keiner Begegnung waren die Nullachter chancenlos. Sowohl Josche Zurwonne/Ties van der Lecq als auch Linda Efler/Yvonne Li und Max Weißkirchen/Nick Fransman knöpften ihren Gegnern zumindest einen Satz ab (das Mixed ging kampflos an die Gäste, da Fabian Roth zuvor mit seinem knappen Sieg über Aram Mahmoud den entscheidenden vierten Punkt für Bischmisheim geholt hatte).

„Unsere Spieler haben heute ausnahmslos überzeugt“, fand Union-Teammanager Michael Schnaase. Was selbstredend auch für die amtierenden Deutschen Meister im Einzel galt: Weißkirchen rang den Bulgaren Daniel Nikolov in fünf Sätzen nieder, Li setzte sich mit 3:1 gegen die Indonesierin Priskila Siahaya durch, die ihr, seinerzeit im Dress des TSV Trittau, in der Vorsaison die einzige Niederlage überhaupt beigebracht hatte.

Bester Dinge war Schnaase bereits vor dem Gruppenendspiel: „Unser Ziel war es, das Final Four zu erreichen, und das stand ja schon nach den beiden Siegen am Samstag fest“. Die Lüdinghauser treffen in fünf Tagen (19. Juni) im DM-Halbfinale auf Gastgeber BC Wipperfeld, die Saarländer bekommen es in einer Neuauflage des Endspiels von 2019 mit dem TV Refrath zu tun. Zwar gilt der 08-Gegner um den frischgebackenen Vizeeuropameister Mark Lamsfuß neben Bischmisheim als erster Titelanwärter, „aber ein Match gegen Refrath wäre auch kein Zuckerschlecken geworden“, weiß Schnaase.

Lüdinghauser geben sich in den Samstagspielen keine Blöße

Dank der souveränen 7:0-Erfolge am Samstag über BW Wittorf und SG Schorndorf hatte sich Union Lüdinghausen bereits vor dem Duell mit Bischmisheim für das Final Four in Wipperfürth qualifiziert. Als die Nullachter im ersten Match nach knapp einer Stunde bereits mit 3:0 geführt hatten und Wittorf bis dahin nicht mal in die Nähe eines Satzgewinnes gekommen war; als also längst jedem klar war, wer aus diesem vermeintlich vorentscheidenden Match um den zweiten Gruppenplatz als Sieger hervorgehen würde: Da wollten Max Weißkirchen und Matthias Kicklitz den paar zahlenden Zuschauern in der Jo-Deckarm-Arena doch noch was für deren Geld bieten.Hier der dreifache Deutsche Meister, dort das Supertalent aus dem hohen Norden. Hier der Mann mit Spielwitz und lockerem Händchen, dort der Youngster, der es mit Tempo sowie Schlaghärte probierte – und dem Lüdinghauser tatsächlich den ersten Satz mit 11:9 abknöpfte. Es sollte indes nicht nur Kicklitz’ einziger Satzgewinn bleiben, sondern auch der einzige der (allerdings ersatzgeschwächten) Blau-Weißen in der gesamten Partie.„Ein tolles Match von beiden“, fand Union-Teammanager Michael Schnaase, der zudem den Auftritt des 08-Mixeds Ties van der Lecq/Eva Janssens (3:0 über Kicklitz/Lise Jaques) lobend hervorhob.Schnaase stellte danach das Team im Vergleich zu Spiel eins auf mehreren Positionen um. Aram Mahmoud kam im ersten Einzel für Weißkirchen zum Einsatz, das zweite bestritt Nick Fransman (der seinen Platz an der Seite von Weißkirchen im Doppel für Roman Zirnwald räumte).Am Ergebnis änderte das freilich nichts. Im Gegenteil: Diesmal gelang den Steverstädtern gar ein „Clean Sweep“, alle sieben Duelle endeten 3:0.

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