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Fußball: Testspiel

Niemeyer nach klarem Preußen-Sieg in Lohne verärgert – Hildmann milde

Lohne

Die Form von Preußen Münster stimmt. Auch das zweite Testspiel des Winters gewann der Spitzenreiter der Regionalliga West auf beeindruckende Weise – nämlich in Unterzahl. Doch nach dem 5:1 bei BW Lohne schob so mancher Frust.

Nach dem überharten Einsteigen von Darius Ghindovean (r.) kam es zur Rudelbildung und zur Roten Karte. Foto: Sebastian Sanders

Sportchef Peter Niemeyer nahm kein Blatt vor den Mund: „Da so reinzugehen, ist ein absolutes No-Go. Er schießt sich selbst raus.“ Gemeint war Darius Ghindovean, der sich beim 5:1 (1:0) bei BW Lohne – wie schon in der Sommer-Vorbereitung einen Platzverweis einhandelte. Die Wechselpläne des Rumänen dürften damit ad acta gelegt sein, da er sich auf mindestens zwei Spiele Sperre in der Meisterschaft einstellen muss.

24 Minuten waren rum, als er Jannik Zahmel bei einem Konter erst von hinten an die Schulter griff und ihn dann mit einem harten Tritt in die Beine zu Fall brachte. Rot war schon die passende Farbe, auch wenn sich der diesmal eher milde gestimmte Coach Sascha Hildmann Gelb hätte vorstellen können. „Er hat einen Tick zu hart zugelangt, da muss er cleverer sein.“

Andrew Wooten (l.) und Henok Teklab jubelten gemeinsam über das 4:0. Foto: Sebastian Sanders

0:0 stand es da, turbulent wurde die Partie erst anschließend. Zumindest probte der SCP so den Liga-Ernstfall einer Unterzahl. „Die Sinne waren geschärft. Alle wussten, dass sie sich nichts erlauben können“, so der Trainer. Kurz nach dem Feldverweis bediente Deniz Bindemann von rechts Shaibou Oubeyapwa – 1:0 (29.). Alexander Langlitz „stahl“ Bindemann mit einem Absatzkick aus dem Abseits sogar noch einen Treffer (44.).

Schlag auf Schlag

Nach dem Wechsel ging es Schlag auf Schlag: Marc Lorenz flankte vor dem 2:0 durch Gerrit Wegkamps Kopfball (54.) und erhöhte selbst auf 3:0 nach Zuspiel von Henok Teklab (64.). Der verwertete wiederum einen Traumpass von Dennis Grote, als er von rechts nach innen zog und mit links abdrückte (69.). Nicolai Rembergs Kopfball nach Ablage von Alexander Hahn war der Schlusspunkt für den SCP (74.). Dem Nord-Regionalligisten gelang durch Thorsten Tönnies ein Ehrentor (86.).

„Zu zehnt haben wir sehr souverän gewonnnen. Es gab keinen Ansatz für Kritik, auch wenn der Gegner auch einige Chancen hatte“, sagte Hildmann. Pfostenschüsse durch Bennet van den Berg bei einer Drerfachszene (45.) und Rilind Neziri (57.) waren die besten von fünf, sechs guten Möglichkeiten. Aber auch der Gast ließ über Dildar Atmaca oder Andrew Wooten noch einiges liegen. „Wir sind gut eingespielt. Wir haben Abläufe und Automatisen – alles absolut in Ordnung“, so Hildmann, der Marvin Benjamins wegen des Ghindovean-Aussetzers nicht einwechseln konnte.

SCP: Müller (46. Schulze Niehues) – Scheder (46. Frenkert), Koulis (46. Kok), Demirarslan (46. Hahn) – Oubeyapwa (46. Teklab), Schacht (46. Remberg), Bouchama (46. Grote) – Ghindovean – Bindemann (46. Wegkamp), Atmaca (46. Wooten)

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