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Lacrosse: Turnier in Münster

Feuermelder abgeräumt! Jetzt dürfen die Mohawks endlich wieder spielen

Münster

Das Lacrosse-Team der Münster Mohawks darf am Samstag endlich wieder spielen und fungiert gleich als Ausrichter eines Turniers. Neue Regeln sollen für mehr Attraktivität sorgen und den Sport zu den Olympischen Spielen 2028 bringen.

Von André Fischer

Die Vorfreude ist groß auf das Turnier bei den Münster Mohawks. Foto: Münster Mohawks

Corona macht erfinderisch. Die Münster Mohawks haben sich all die Monate rigoros an die Vorgaben von Bund und Ländern gehalten – und doch war das Verlangen groß, sich sportlich mit dem Schläger in irgendeiner Form zu betätigen. Das führte gar soweit, dass der walisische Trainer Chris Webborn seine „Schäfchen“ im digitalen Wohnzimmer zur Bewegung animierte. Mit dem Ergebnis, dass eine Spielerin aus der zweiten Mannschaft daheim den Feuermelder mit dem Holzracket aus der Verankerung riss – der Schaden hielt sich in Grenzen. Sorgte dafür intern für einige Lacher.

Spielbetrieb in den Lacrosse-Bundesligen ruht noch immer

Inzwischen sehen auch die Lacrosse-Fans viel Licht am Ende des Tunnels. Seit Monaten wird auf der Sportanlage Hiltrup-Süd an der Westfalenstraße wieder fleißig geschwitzt. „Wir haben lange darauf warten müssen, auf das Feld zurück zu dürfen“, sagt Medienbeauftragte Susanna Becker. Trainingseinheiten – sie halten die Stimmung derweil hoch. Der Spielbetrieb in der Frauen- und Männer-Bundesliga ruht noch immer. Zur Untätigkeit verdammt? Nein! Zumindest nicht ganz. Am Samstag richten die Mohawks ein Turnier im Sixes-Lacrosse aus. Die Variante soll den Wettkampf attraktiver machen – statt zehn Spielern stehen sich nur sechs gegenüber, das Feld wird geteilt, die Spielzeit verkürzt. Damit verfolgen die Verbände das ehrgeizige Ziel, Lacrosse für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles salonfähig zu machen. Zukunftsmusik.

Susanna Becker, Medienbeauftragte der Münster Mohawks

Am Samstag ab 10 Uhr werden bei den Frauen (Münster, Dortmund, Paderborn, Bochum) und bei den Männern (Münster, Münster Dinos, Dortmund, Bochum) jeweils vier Mannschaften an den Start gehen und die Sieger ermitteln – unter strengen Schutz- und Hygienemaßnahmen. „Wir freuen uns mega auf den Samstag“, sagt Becker.

Noch einmal den Schläger schwingen wollen viele alte Haudegen. Die Dinos, das sind eine Reihe ehemaliger, begnadeter Mohawks-Lacrosser, werden den Samstag nutzen, um das eine oder andere Kabinettstückchen zu zeigen. Mit dabei sind unter anderem Malte Schwermann, Max Oberherr und Gerrit Domenghino. „Wir freuen uns mit alten und neuen Spielern gemeinsam auf dem Feld zu stehen, uns alte Geschichten zu erzählen und neue zu schreiben“, so Domenghino.

Für Zuschauer ist beim Turnier die Luca-App zum Einloggen vorgesehen.

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