1. www.wn.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Onwuegbuzie will spielen und studieren

  6. >

Basketball: Erster Neuzugang bei den Baskets

Onwuegbuzie will spielen und studieren

Münster

Der erste Neuzugang der WWU Baskets Münster ist da. Andrew Onwuegbuzie wechselt vom Erstligisten BG Göttingen an den Berg Fidel. Eingefädelt haben den Deal zwei Protagonisten, die inzwischen nicht mehr in Amt und Würden sind.

Andrew Onwuegbuzie möchte den WWU Baskets mit seiner Erfahrung helfen. Foto: Imago/Jelinek

Dem Hallensprecher der WWU Baskets stehen einige schwere Wochen bevor: Nachdem mit den beiden Königs, Jan und Andrej, zwei Spieler ihre Karriere beendet haben, deren Namen ihm federleicht von der Zunge gingen, bezieht an diesem Freitag mit dem ersten Neuzugang ein echter Zungenbrecher seine Wohnung in Münster. ­Andrew Onwuegbuzie heißt der neue Mann, der aber nicht dem Mann am Mikrofon, sondern vor allem den Gegnern Kopfzerbrechen bereiten dürfte.

Der 26-Jährige stand zuletzt in seiner Heimatstadt im Bundesliga-Kader der BG Göttingen – kam aber in der BBL nur sporadisch zum Einsatz. „Das waren ehrlich gesagt nur wenige Minuten“, sagt der 1,90-Meter-Mann, der sich selbst als „Kombi-Guard“ bezeichnet, seine Qualitäten also gleichermaßen auf der Point-Guard- und Shooting-Guard-Position sieht. Als sportlichen „Abstieg“ empfindet Onwuegbuzie seinen Neustart in der dritthöchsten Spielklasse nicht. Im Gegenteil: „Ich habe einen Standort gesucht, wo ich auf hohem Niveau Basketball spielen und gleichzeitig mein Studium weiter vorantreiben kann.“

Kennenlernen mit Harmsen

Die Kombination von WWU und Baskets passt also hundertprozentig zu dem angehenden Lehrer für Sport und Englisch, der in Münster zunächst die in Göttingen begonnene Bachelor-Arbeit zu Ende bringen will und dann dem Master-Abschluss entgegenstrebt. Wie gut Onwuegbuzie ins Konzept des neuen Baskets-Trainers Björn Harmsen passt, muss sich in den kommenden Wochen aber erst zeigen. Noch kennen sich beide ausschließlich aus einem Telefongespräch.

Eingeleitet hatte den Wechsel noch dessen Vorgänger Philipp Kappenstein. Den Erstkontakt hatte Baskets-Urgestein Atilla Göknil bei einem Trainerlehrgang geschaffen. „Das waren sehr gute Gespräche“, sagt Onwuegbuzie und ist guter Dinge, in Münster im Allgemeinen und in der Sporthalle am Berg Fidel im Besonderen schnell Fuß fassen zu können. Aus dem aktuellen Kader kann er sich mit etwas Mühe an lange zurückliegende Duelle mit Adam Touray („Aber das war noch in der Jugend“) und Stefan Wess erinnern, mit dem er auch die Leidenschaft für den Streetbasketball teilt. „Ansonsten kenne ich noch niemanden in Münster, aber ich freue mich schon total, die Mannschaft kennenzulernen.“

Andrew Onwuegbuzie

Aus der BBL bringt der neue Mann viel Erfahrung mit, die dem Pro-B-Ligisten helfen kann – und die zum neuen Club passt: „Was ich von den Baskets gehört habe, ist, dass der Teamgedanke sehr wichtig ist.“ Genau das wurde auch in der ersten Liga erwartet: „Da wurde einem genau gesagt, welche Rolle man im Team zu spielen hat. Da musste man liefern. Ich bin überzeugt, dass das auch hier gut passt.“ Und dann werden sich auch die Münsteraner schnell an den neuen klangvollen Namen gewöhnen.

Startseite