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Fußball: Regionalliga West

Pfeifer bringt Preußen geballte neue Scouting-Erfahrung

Münster

Die Scouting-Abteilung von Preußen Münster bekommt Zuwachs, den sie gut gebrauchen kann. Deren Boss Kieran Schulze-Marmeling ist künftig bei der U 23 als Trainer gefordert. Doch mit Bernd Pfeifer kommt ein bundesweit bekannter und vor allem erfahrener Kopf dazu.

Von Thomas Rellmannund

Routinier Bernd Pfeifer auf seiner bis dato letzten Station: mit Magdeburgs Geschäftsführer Mario Kallnik (o.l.) und Sportdirektor Maik Franz (u.r.) Foto: mago/Schroedter, Hübner

Spiele werden bekanntlich im Sturm entschieden, Meisterschaften in der Abwehr – letztlich entscheidet jedoch die Qualität eines Kaders langfristig über Erfolg und Nichterfolg. Dazu bedarf es einer umsichtigen und durchdachten Personalplanung: Preußen Münster hat diesen Weg in der ersten Regionalliga-Spielzeit erfolgreich beschritten und will künftig vermehrt darauf achten, die richtigen Spieler für die richtigen Positionen zu verpflichten. Dazu hat Sportchef Peter Niemeyer sich jetzt einen Experten mit bemerkenswerter Vita zur Seite geholt. Ab sofort verstärkt Bernd Pfeifer das Scouting-Team des SCP.

Peter Niemeyer

Der 66-Jährige trainierte Ende der 90er die U 15 und die U 17 von Werder Bremen, ehe er an der Weser als Chefscout aktiv wurde. In seiner Dienstzeit an der Seite von Trainer Thomas Schaaf und Manager Klaus Allofs holte der Club 2004 die Deutsche Meisterschaft. Im gleichen Jahr legte er erfolgreich seine Fußballlehrer-Lizenz ab. Später wechselte Pfeifer noch gemeinsam mit Schaaf zu Eintracht Frankfurt und Hannover 96, ehe es ihn 2018 zurück zu seinen Wurzeln zum Drittligisten 1. FC Magdeburg zog. Dort arbeitete er gemeinsam mit Sportdirektor Maik Franz – einem Ex-Mitspieler und Kumpel von Niemeyer. „Mit Bernd haben wir jemanden an Bord holen können, der eine extrem große Expertise mitbringt, die wir in der Form noch nicht im Verein haben. Wir haben hier ein unglaublich motiviertes und junges Team, das jetzt von ihm viel lernen kann. Dadurch versprechen wir uns einen großen Mehrwert. Ich bin sehr glücklich, dass wir ihn von uns überzeugen konnten“, sagt Niemeyer. Das eine Jahr Pause, das der Fachmann zuletzt einlegte, zeigte ihm offenbar, dass der Ruhestand noch nichts für ihn ist. In Münster bedarf es ohnehin kleinerer Veränderungen im Scouting-Bereich, in den zahlreiche Jugend-Trainer wie Tobias Harink involviert sind. Kieran Schulze-Marmeling, der seit drei Jahren federführend ist, bleibt gemeinsam mit Leiter Niemeyer auch Kopf der Abteilung. Allerdings wird er künftig nicht mehr mehrere Spiele am Wochenende begleiten können, da er als Nachfolger von Coach Sören Weinfurtner die U 23 in der Oberliga übernommen hat und dort bei Liga-Partien natürlich am Spielfeldrand gefordert ist. Auch die bis zu vier wöchentlichen Einheiten kosten Zeit. Umso hilfreicher ist Pfeifers Eintritt ins Team. „Er arbeitet auf Honorarbasis, soll bundesweit Partien beobachten. Sein Wohnort Delmenhorst ist von Münster aus auch gut zu erreichen. „Er deckt die grauen Stellen ab“, so Niemeyer.

Hausbesuch überzeugt

Woher er den Fußball-Enthusiasten kennt, liegt auf der Hand. In seiner Werder-Zeit als Profi (2007 bis 2010) lernte er Pfeifers Fachkenntnis schätzen. Dieser gilt wiederum als enger Schaaf-Vertrauter. „Peter hat mich zu Hause besucht und überzeugt. Er hat mir auch gezeigt, was in der Tribüne alles modernisiert wurde, das hat mich beeindruckt. In Bremen war es immer unsere Stärke, in einem kleinen Kollegium kurze Wege zu haben und kurzfristige Entscheidungen treffen zu können“, sagt Pfeifer. „Für mich war ausschlaggebend, wie sich die Leute mir gegenüber verhalten haben. Ich habe das Vertrauen gespürt.“

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