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Reiten: Weltcup

Philipp Schulze Topphoff gewinnt in A Coruña bei seinem Debüt

Münster

Erster Start im Weltcup, erster Sieg – besser hätte die Premiere für Philipp Schulze Topphoff vom RV Roxel gar nicht laufen können. Der 23-Jährige düpierte in A Coruña – eine Stadt in Galizien – die Konkurrenz. Keiner der Konkurrenten schaffte den Parcours ohne Abwurf.

Von Henner Henning

Philipp Schulze Topphoff hat gut lachen: Bei seiner Weltcup-Premiere feierte er mit Concordess gleich einen Sieg. Foto: Imago/Chai v.d. Laage

Montagmittag, irgendwo im Südwesten Frankreichs. Zwischenstopp, ein Teil der gut 2000 Kilometer langen Rückreise von A Coruña ist geschafft. Zeit für eine Pause, Zeit für die Reflexion des Geschehenen. „Es hätte schlimmer kommen können“, sagt Philipp Schulze Topphoff trocken. Leichte Untertreibung, schließlich hatte er keine 24 Stunden zuvor in der galizischen Hafenstadt mächtig Staub aufgewirbelt. Bei seiner Weltcup-Premiere rockte der 23-Jährige den Parcours, gewann mit Concordess den Großen Preis. Ein Wahnsinn, besser geht es nicht.

„Ja, ich würde schon sagen, dass es mein größter Erfolg ist“, sagt der Springreiter des RV Roxel, der 2019 mit seiner bald zwölfjährigen Stute U-21-Europameister wurde. Ein Erfolgspaar, das in A Coruña die abschließende Prüfung und damit auch das Stechen eröffnen musste. Eine Ausgangslage, die viele Reiter nicht mögen, Schulze Topphoff aber nicht störte. „Das hat bei mir schon einige Mal ganz gut geklappt. Und mit dem Wissen, dass Concordess gut in Form ist, hatte ich mir schon ein gutes Ergebnis erhofft.“

Nur sieben Paare im zweiten Umlauf

Das hatte er schon nach dem makellosen Umlauf sicher, nur sieben der 39 Paare blieben ohne Strafpunkte. Erste Weltcup-Punkte hatte der in Havixbeck lebende Schulze Topphoff damit in der Tasche, doch es sollte die Maximalausbeute werden. Enge Wendung nach dem ersten Sprung im Stechparcours, nach Hindernis zwei ein nahezu perfekter Weg zur zweifachen Kombination – es passte fast alles im finalen Umlauf, den er fehlerfrei und in 37,69 Sekunden beendete. Eine echte Hausnummer. Und für die Konkurrenz eine zu hohe.

Zwar blieben der Ire Michael Pender mit Calais, der Belgier Jos Verlooy mit Luciano sowie der Brasilianer Eduardo Pereira de Menezes mit Chaganus unter der Zeit, erlaubten sich aber alle einen Abwurf. Schulze Topphoffs Sieg, der 99 000 Euro wert war, stand fest, mit satten 20 Weltcup-Zählern ist er nun Neunter der Gesamtwertung. Lockt da das Finale in Leipzig? „Das wäre natürlich ein Traum“, meint der Premierensieger, der nach seinem „erfolgreichsten, sehr, sehr guten Jahr“ auf weitere Chancen im Weltcup hofft. Erst einmal stand Teil zwei der Rückreise an, eine Turnierpause über die Feiertage folgt.

Eine solche musste Gerrit Nieberg unfreiwillig in A Coruña einlegen. Der Springreiter des RV St. Hubertus Wolbeck wurde positiv auf das Coronavirus getestet und musste in Quarantäne.

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