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Fußball: Regionalliga West

Preußen bestätigen gute Frühform und zeigen starkes Pressing

Dortmund

Stück für Stück bringt sich Preußen Münster in eine gute Verfassung, um in der neuen Saison vorne anzugreifen. Das 2:1 (1:0) bei Borussia Dortmund II war am Sonntag ein weiterer Schritt, der zeigt, was in der Mannschaft steckt. Gerade das Pressing funktionierte hervorragend.

Von Thomas Rellmann

Das 1:0: Jan Dahlke spitzelt den Ball an Keeper Stefan Drljaca und Kolbeinn Finnsson vorbei ins Netz. Foto: Jürgen Peperhowe

Die nackten Ergebnisse können sich schon mal sehen lassen. Innerhalb einer Woche hat Preußen Münster immerhin zwei Drittligisten geschlagen. Nur fünf Tage nach dem Sieg in Duisburg gewannen die Adler auch bei Borussia Dortmund II. 2:1 (1:0) hieß es im Aplerbecker Waldstadion. Es lässt sich durchaus festhalten, dass der Regionalligist nach zwei Wochen Vorbereitung eine gute Frühform hat.

Trainer Sascha Hildmann äußerte sich diesmal etwas verhaltener, sah aber gerade vor der Pause einen tadellosen Auftritt. „Wir waren sehr engagiert. Als der BVB nach der Pause mehr Druck gemacht hat, haben wir fast alles gut wegverteidigt. Trotzdem haben wir noch einiges vor uns.“ Der Rasen ließ zwar kaum Feinheiten zu, „aber auch das müssen wir annehmen“, so der Pfälzer. „Das passiert in der Liga auch mal.“ Bemerkenswert war vor allem das Pressing, das hohe und gemeinschaftliche Anlaufen bereitete den Schwarz-Gelben, die in dieser Woche schon drei Partien bestritten hatten, vor allem im ersten Durchgang erhebliche Probleme.

Dahlke trifft schon wieder für Preußen

Jan Dahlke setzte seinen Trend fort und traf auch im dritten Test. Sechs Tore in einer Woche – aller Ehren wert. Diesmal war er nach einer starken Vorarbeit von Thorben Deters zur Stelle und spitzelte die Kugel zwischen drei Dortmundern ins Netz (5.). Auch eine Qualität. Weil er und seine Kollegen dauerhaft den Gastgeber unter Druck setzten, ergaben sich weitere vielversprechende Szenen. Dahlke verfehlte nach Deters-Forechecking gegen Keeper Stefan Drljaca nur knapp und unter Bedrängnis das leere Tor (12.). Erst Mitte des Durchgangs tauten die Borussen auf. Rückkehrer Max Schulze Niehues war zweimal gegen Ted Tattermusch beim Konter zur Stelle (23.) und beim wuchtigen Fernschuss von Franz Pfanne (27.). Schnell übernahm der SCP aber wieder das Kommando. Gerade über links ging mit Deters und auch Jannik Borgmann eine Menge. „Das war echt in Ordnung, technisch sehr sauber“, so Hildmann über die Aushilfe auf der vakanten Linksverteidiger-Stelle.

Schweers schaut zu, Kwadwo raus

Nachdem die Startaufstellung recht nah an einer vermeintlichen Wunschelf war, folgten zur Pause viele Wechsel, was den Spielfluss etwas einbremste. Dortmund hatte auch nicht viel auf Lager, sodass es lange bis zum ersten Höhepunkt dauerte. Ein feiner Steilpass von Jules Schwadorf aber erreichte Youngster Deniz Bindemann, der vor Drljaca wie so oft eiskalt blieb – 2:0 (77.). Zwar gelang Cebrail Makreckis noch der Anschluss, als Münsters Zentrum einmal Lücken bot (83.). Aber der Torschütze ließ eine zweite Gelegenheit aus (85.). Ebenso Marvin Thiel auf der Gegenseite (88.).

Preußen-Trainer Hildmann setzt auf kleine Gruppe

Traumfußball war das nach der Pause nicht mehr. „Es wurde eben viel mit langen Bällen operiert“, sagte Hildmann. „Aber bei solchen Platzverhältnissen muss man robust sein, Zweikämpfe führen.“ Beides erledigten die Preußen. Die brennende Frage nach weiteren Transfers ließ der Coach in aller Gelassenheit an sich abprallen. Er vermittelt seit Tagen den Eindruck, als sei er mit der noch recht kleinen Trainingsgruppe überhaupt nicht unzufrieden. „Ich arbeite gern mit 15, 16, 18 Spielern zusammen. Letztes Jahr waren es 28 – das ist zu viel.“ Gleichwohl betonte er noch mal den Wert der Neuen. „Wir haben auf Typen geachtet, auf den Charakter. Und auch qualitativ haben wir noch mal eine Schüppe drauf gelegt.“ Was am Sonntag erneut zu bestaunen war.


SCP
: Schulze Niehues – Schauerte, Scherder, Hoffmeier, Borgmann (46. Thiel) – Daube (46. Klann) – Remberg, Holtby (46. Schwadorf) – Langlitz (46. Bindemann), Dahlke, (61. Wegkamp) Deters (46. Kwadwo/66. Kloth)

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