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Fußball: Regionalliga West

Preußen haben nur gegen die Top-Teams große Probleme

Münster

Plötzlich ploppt eine Bilanz, die nachdenklich macht. Preußen Münster hat nicht nur jetzt schon so oft verloren wie in der gesamten Vorsaison. Vor allem die Ausbeute gegen die Top acht der Liga ist sehr dünn, dort gab es nur einen Sieg.

Die Wuppertaler – hier Ex-Preuße Lion Schweers (r.) – traten im Preußenstadion aggressiv und diszipliniert auf. Nicolai Remberg (l.) und Henok Teklab kassierten mit dem SCP schon die dritte Niederlage der Saison. Foto: Jürgen Peperhowe

Ein wunder Punkt, der Preußen Münster schon in der vergangenen Hinserie eine Zeit lang beschäftigte, taucht auch jetzt wieder auf. In Top-Spielen ist der Tabellenführer nicht wirklich erfolgreich. Im vergangenen Herbst gab es Niederlagen gegen RW Essen und Fortuna Köln, dazu ein Remis gegen den Wuppertaler SV, ehe im November ein Sieg gegen RW Oberhausen gelang. Jetzt ist die Spitzengruppe größer, aber bis auf das 1:0 gegen den aktuell stark schwächelnden SV Rödinghausen hat es gegen die Top acht bislang keine drei Punkte gegeben.

Alemannia Aachen, RWO und jetzt das 0:1 gegen den WSV – bringt der Gegner Qualität, Kampfgeist und einen klugen Plan mit, hat der Top-Favorit seine Probleme. Die Heim-Remis gegen Borussia Mönchengladbach II und den 1. FC Kaan-Marienborn, aktuell Nummer zwei und fünf der Regionalliga West, passen ins Bild. Auch beim abgebrochenen Spiel in Gelsenkirchen führte der FC Schalke 04 II mit 1:0 nach 27 Minuten.

Rückrundenstart gegen Kellerteams

Insofern kann es eine gute Nachricht sein, dass es in den vier Partien bis zur Winterpause noch gegen drei Teams auf (potenziellen) Abstiegsplätzen geht. Gegen Vereine der unteren Tabellenhälfte ließ Preußen noch keine Zähler liegen. SG Wattenscheid 09, SC Wiedenbrück, 1. FC Bocholt – das sind die ersten Aufgaben der Rückrunde noch in diesem Jahr. Zuvor geht es aber am Samstag (14 Uhr) zu RW Ahlen, ehe vier Tage später das Match bei S04 nachgeholt und die Tabelle begradigt wird – zweifellos ein Schlüsselspiel für die Restserie.

Trainer Sascha Hildmann gibt sich ohnehin gelassen und bleibt bei seinem aus dem Vorjahr bekannten Credo: „Alles noch zu früh, nächstes Jahr geht es rund, im März, April. Die Tabelle ist zurzeit zweitrangig.“ Wobei natürlich jeder Punkt aus diesem Herbst auch in die Gesamtabrechnung einfließt – und da tun Partien wie gegen Wuppertal eben am Ende doppelt weh. „Wir dürfen nicht vergessen, dass das eine gute Mannschaft ist“, sagt der Coach. „Es bringt nichts, weiter drüber nachzudenken, wir haben immer noch eine ganz gute Situation.“ Die sich mit zwei erfolgreichen Begegnungen – in Ahlen und Schalke – sogar massiv verbessern ließe. Für die Herbstmeisterschaft wäre ein Punkt aus diesen zwei Spielen schon genug, doch das ist natürlich nicht der erste Ansporn.

Niko Koulis

Verteidiger Niko Koulis, der sich immer besser zurechtfindet, nachdem er mit der Umstellung auf eine Dreierkette in die Mannschaft gerückt war, rechnet nicht mit einem Knacks nach der Pleite gegen Wuppertal: „Die Meisterschaft entscheidet sich nicht in einem Spiel, die Saison ist noch lang.“ Allerdings hat der SCP nun mit drei Niederlagen schon genau so viele wie in der ganzen vergangenen Serie.

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