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Fußball: Regionalliga West

Preußen holen Schabbing für den Kasten

Münster

Ein zweiter Keeper neben Max Schulze Niehues ist gefunden. Roman Schabbing wechselt vom MSV Duisburg zu Preußen Münster. Der 20-Jährige kommt aus der Region, war aber zuletzt verletzt. Praxis soll er in der U 23 sammeln.

Von Thomas Rellmann

Roman Schabbing Foto: Sebastian Sanders

Der Name kursierte bereits länger, nun ist der Vertrag unterschrieben. Roman Schabbing wechselt vom MSV Duisburg zu Preußen Münster. Damit sind vier von fünf Stellen auf der Torhüterposition vergeben. Ein Herausforderer für die Nummer eins Max Schulze Niehues soll aber noch kommen, auch. Zum Aufgebot der zweiten Mannschaft zählen weiterhin Veith Walde und Kevin Hardensett. Doch in der Oberliga soll auch Schabbing Praxis sammeln.

Denn in der vergangenen Saison warf ihn ein Sehnenanriss weit zurück, bei den Zebras wurde er anfangs zwar als Nummer drei geführt, blieb dann aber komplett ohne Einsatz. In Münster soll der 20-Jährige fest zum Profi-Kader zählen. „Er ist ein guter Typ, der als Torwart alle Anlagen mitbringt und mit seinen 1,96 Metern Gardemaß besitzt. Nach seinem letzten Jahr braucht er jetzt Spiele, die wir ihm in unserer U 23 auf hohem Niveau ermöglichen können“, betont Sportdirektor Peter Niemeyer.

Schabbing passt gut ins Konzept

Als Münsterländer passt Schabbing natürlich gut ins Konzept der Preußen. Mit dem Fußballspielen angefangen hat der gebürtige Ahauser beim SV Heek. Über eine Station beim SuS Stadtlohn wechselte er schließlich 2018 in die U 17 der Zebras, wo er auch seine beiden A-Jugend-Jahre verbrachte und 2021 zu den Profis hochgezogen wurde. In Dortmund mischte er am Dienstag schon mit. „Er hat ein Jahr nicht gespielt und dennoch sofort Mut bewiesen, keine lange Anlaufzeit gebraucht. Das hat mir gefallen“, so Coach Sascha Hildmann.

Für den SCP ist es auch gut, den Keeper als U-23-Akteur in der Hinterhand zu haben. Schließlich fehlt mit Lukas Frenkert (Knöchelbruch) einer der fest eingeplanten Jungspunde über weite Teile der Hinrunde. Lediglich Nicolai Remberg und Deniz Bindemann sowie die Talente Joel Amadi, Kevin Schacht und Noah Kloth erfüllen derzeit die Kriterien. Vier nach dem 1. Juli 1999 geborene Spieler müssen in jedem Spieltagsaufgebot stehen, das aber seit der vergangenen Saison zumindest immer 20 Plätze hat.

Frenkert-Ausfall bereitet Kopfschmerzen

Größere Sorgen bereitet da schon der langfristige Wegfall der Option Frenkert, der im Grunde alle Positionen der Viererkette spielen kann. Aktuell eruieren die Verantwortlichen noch, ob sie einen Backup für die rechte oder linke Seite oder am besten für beide Positionen verpflichten. Aber auch einen Sechser würde der Club gern noch holen. Der Idealfall wäre demnach ein Spieler, der sogar Außenverteidiger und vor der Abwehr auflaufen kann. „Wir sind auch erst seit Montag sicher, dass Lukas so lange fehlt“, sagt Niemeyer. Auch er weiß, dass es sehr eng werden könnte, sollten die Routiniers Marc Lorenz und Alexander Langlitz, die auf den defensiven Seiten gesetzt sind.

Joel Amadi ist gerade erst aus der U 19 aufgerückt und wäre ein Kandidat, aber auch in der zweiten Mannschaft steht mit Marius Mause eine Alternative bereit, die in der vergangenen Saison schon mehrfach im Profi-Kader ausgeholfen hat und über einen gewissen Erfahrungswert verfügt.

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