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Fußball: Regionalliga West

Preußen Münster reist zum Tabellenvorletzten VfB Homberg

Münster

Nahtlos geht es weiter im Fußball-Reigen. Nach dem spannenden Duell im Westfalenpokal beim SV Lippstadt unter der Woche mit etlichen Toren, stellt sich der SC Preußen am Samstag beim VfB Homberg vor.

Von Thomas Rellmann

An Jannik Borgmann (M.) führt in Homberg in der Innenverteidigung kein Weg vorbei. Foto: Jürgen Peperhowe

Klar, gegen eine sofortige Siegesserie hätte auch Sascha Hildmann nichts einzuwenden. Der Trainer von Preußen Münster streitet auch gar nicht ab, dass er den Blick gelegentlich über den nächsten Gegner hinaus richtet. Doch letztlich bleibt er der Maxime treu, dass nur das anstehende Spiel zählt. Dieses führt die Adler am Samstag (14 Uhr) zum Vorletzten VfB Homberg. Aus dem oberen Drittel kommt in der Hinserie nur noch RW Oberhausen, doch schon ein Straucheln an diesem Spieltag würde ohnehin jegliche Pläne über Bord werfen.

Preußen-Trainer Hildmann: „Das kann ein zäher Schinken werden“

„Die Meisterschaft wird im Frühjahr entschieden, im März oder April zählt’s“, sagt Hildmann. Bis dahin aber muss der SCP auch erst mal dranbleiben. Und im Duisburger Stadtteil wartet schon eine heikle Aufgabe. Ein spezielles Stadion direkt am Rhein, ein mäßiger Platz, ein defensiv ausgerichteter Gegner.

„Die Homberger werden gegen den Ball viel Engagement zeigen. Nur Technik und Kurzpassspiel werden nicht zum Erfolg führen. Das kann ein zäher Schinken werden“, so der Coach. „Es wird auch mal was verrutschen, die Kugel wird auch mal ins Aus gehen.“ Der Plan sieht Flexibilität, Seitenverlagerungen, schnelles Umschalten vor, dazu Flanken in den Sechzehner.

Erneute Systemumstellung?

In dieser Disziplin tat sich in den vergangenen Partien Julian Schauerte als mehrmaliger Assistgeber hervor, der über rechts durchaus Druck entwickelte. „Das System mit ihm als alleinigem Pendelspieler auf dem Flügel kommt ihm zu Gute“, sagt Hildmann. Ob es bei dieser Grundordnung bleibt, steht aber in den Sternen, da mit Simon Scherder (Faserriss) und Marcel Hoffmeier (gesperrt) zwei etablierte Innenverteidiger fehlen.

Eine Rückkehr zur Viererkette ist daher denkbar. Es sei denn, einer der U-23-Spieler Jano Ter-Horst oder Sven Rüschenschmidt springt im Abwehrzentrum ein. Der Trainer ließ bewusst offen, welche Variante er bevorzugt.

Personallage entspannt sich etwas

Happy war er aber, dass in dieser Woche zumindest kein Verletzter hinzugekommen ist. Im Gegenteil: Marvin Thiel hat nur eine Prellung erlitten und steht wieder im Kader. Manuel Farrona Pulido könnte in einer Woche beim Bonner SC ein Thema werden. Und Thorben Deters hat sich nach zwei erfolgreichen Joker-Einsätzen nicht nur als fit erwiesen, sondern drängt mit seiner Quote natürlich in die Startelf. „Er ist auch ein sehr guter Einwechselspieler“, sagt Hildmann fast entschuldigend.

Vorne hat er nach dem 5:2 in Lippstadt, bei dem neben dem zweifachen Torschützen Jan Dahlke auch seine Nebenleute Deniz Bindemann und Kevin Schacht mit je einem Assist überzeugten, fast schon die Qual der Wahl.

Was die Freude des Pfälzers nach zwei guten Partien zuletzt trübt, ist weiter der enge Terminplan. „Ich würde gerne auch mal im Training gezielter arbeiten. Aber im Augenblick geht es nur ums Spielen und Regenerieren und wieder von vorn.“

Dabei gäbe es genug Ansätze, an denen sich etwas verbessern ließe. „Und wenn es nur darum geht, individueller auf die Spieler einzugehen oder auch mal gruppentaktisch was zu machen“, sagt Hildmann. „Aber auch Abschlüsse und Standards wären ein Thema.“ Zumindest ist Linderung in Sicht. Ende Oktober sind die englischen Wochen für dieses Jahr vorbei. 14 Tage gilt es also nur noch durchzuhalten.

Voraussichtliche Aufstellung gegen Homberg

SCP: Schulze Niehues – Schauerte, Ziegele, Borgmann, Hemmerich – Teklab, Klann, Remberg, Deters – Langlitz, Wegkamp

Liveticker aus Homberg ab 13.30 Uhr: wn.de/scp

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