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Fußball: Regionalliga

Preußen Münsters Keeper Schulze Niehues gibt grünes Licht

Münster

Max Schulze Niehues ist wieder auf dem Posten und will zurück zwischen die Pfosten. Preußen Münsters Dauerbrenner im Kasten lässt keinen Zweifel daran, wer in der bevorstehenden Spielzeit die Nummer 1 im Preußentor sein will und wohl auch wird. Schon im Training gibt Münsters Dauerbrenner den unüberwindlichen Linienwächter.

Von Thomas Rellmann

Einmal kräftig durchatmen: Max Schulze Niehues gibt nach den ersten Tagen der Vorbereitung grünes Licht. Seine Handverletzung ist verheilt. Foto: Jürgen Peperhowe

Torhüter können in der Vorbereitung, zumindest im Vergleich zu Feldspielern, die Füße hochlegen? Moment, dieses ­Klischee möchte Max Schulze Niehues nicht so stehen lassen. „Wer das sagt, hätte am Mittwochmorgen mal bei uns zuschauen müssen.“ Der alte, neue Torwarttrainer Carsten Nulle hatte extra einen Parcours für die ­Keeper des SC Preußen aufgebaut, der es in sich hatte. Es klang, als sei der tags zuvor obligatorisch durchgeführte Laktattest (diesmal auf dem Laufband) dagegen ein Kinkerlitzchen gewesen.

Nulle „eine sehr gute Wahl“

Trotz der Quälerei in dieser Doppel-Schicht sagt Münsters Urgestein zwischen den Pfosten über den Rückkehrer: „Wir haben schon damals super zusammengearbeitet, eine sehr gute Wahl.“ In die Suche eines Nachfolgers für Milenko Gilic war er nur am Rande involviert. „Beide sind komplett unterschiedliche Typen, fachlich sind sie aber top.“ Dass der 32-Jährige überhaupt schon wieder in vollem Umfang unter Nulle trainiert, ist keine Selbstverständlichkeit. Denn Anfang Mai verletzte er sich in einer Einheit beim Zweikampf mit Ex-Kollege Osman Atilgan an der Mittelhand. Sportlich fing Ersatzmann Marko Dedovic den Ausfall in den letzten sieben Liga-Partien und im Westfalenpokal bestens auf. Doch an den Schmerzen änderte das nichts. „Es war langwierig und sehr unangenehm“, sagt Schulze Niehues über die Spongiosafraktur, die das innere Weichgewebe des linken Zeigefingers betraf. „Ich habe es bei jeder Alltagsbewegung gespürt“, sagt der Schlussmann.

Komplett fit

Im Urlaub nahm er immer wieder eine Kugel in die Hand, warf ihn gegen die Wand, fing ihn auf. Kräftigungsübungen wie das Zudrücken mit einem Tennisball gehörten ebenfalls zum Standardprogramm. „Ein echter Härtetest war das jedoch nicht.“ Umso glücklicher ist der Dauerbrenner, dass nach der ersten Woche im Mannschaftstraining keine Komplikationen aufgetreten sind. „Ich kann alles machen, habe keine Schmerzen mehr“, sagt Schulze Niehues zwei Monate nach dem Unfall. Sicher war er sich vor einigen Wochen noch nicht, dass er wieder das volle Pensum fahren kann.

Starker Stellvertreter

Dass Dedovic in seiner Abwesenheit überzeugte, hat der Stammtorwart natürlich registriert. Überrascht war er nicht. „Ich wusste vorher schon, dass er ein sehr guter Stellvertreter ist.“ Dennoch ist das Selbstvertrauen einer Nummer eins nicht gewichen. „Ich will spielen und sehe keinen Grund, mich aus dem Tor zu nehmen. Meine Leistungen waren gut. Ich glaube, dass der Trainer mir weiter vertraut.“ Chefcoach Sascha Hildmann und Nulle sind jedenfalls in einer komfortablen Lage. Dennoch ist es Schulze Niehues wichtig zu betonen: „Wir sind ein Team.“ Zu dem neben Nulle und Dedovic mit Steffen Westphal auch der dritte Mann zählt.

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