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Fußball: Regionalliga West

Preußen Münsters Tormann Max Schulze Niehues verlängert

Münster

Passend vor dem wichtigen Spiel bei der zweiten Garde des FC Schalke 04 hat Tormann Max Schulze Niehues ein starkes Signal gesendet. Der 33-Jährige unterschrieb am Freitag für zwei weitere Jahre bis 2024.

Von André Fischer

Die Tinte ist mittlerweile trocken: Preußens Sportdirektor Peter Niemeyer (links) legte Max Schulze Niehues einen unterschriftsreifen Vertrag vor – der ließ sich nicht lange bitten. Foto: SC Preußen

Ein SC Preußen Münster ohne Max Schulze Niehues? Das wäre eine Zäsur für das Gründungsmitglied der Bundesliga. Ruhig, Brauner! Frisch geduscht nach der Einheit am Nachmittag setzte die Nummer eins des Regionalligisten am Freitag ihre Unterschrift unter einen neuen Kontrakt mit zweijähriger Laufzeit. Eine der Identifikationsfiguren des Clubs hält bis 2024 die Treue – ein wichtiges Zeichen vor dem Duell am Sonntag beim FC Schalke II (14 Uhr) und auf der Zielgeraden einer womöglich denkwürdigen Spielzeit, die am 14. Mai mit dem Aufstieg in die 3. Liga gekrönt werden könnte.

Er ist eine ehrliche Haut, Fanliebling, genießt großen Respekt. Tormann Schulze Niehues ist mit dem SCP verwurzelt wie kaum ein anderer. Schon in der Jugend schnürte er seine Fußballstiefel an der Hammer Straße. Bis auf das Techtelmechtel mit Fortuna Düsseldorf (2008 bis 2011) war Münster immer seine große Liebe. Der 33-Jährige mag die kurzen Wege, im Sommer tauscht er das Auto gern mit der Leeze, fährt damit zum Training vor. „Einer von uns“, wie die Preußen-Anhänger zu sagen pflegen. Das ist er, das bleibt er. „Wir haben hier vor zwei Jahren nach dem Abstieg einen richtig guten Weg eingeschlagen und ich verspüre große Lust, diesen Weg weiterzugehen. Ich habe noch sehr viel Energie, die ich hier einbringen möchte, und deshalb freue ich mich, weiter ein Teil von Preußen Münster zu sein. Dieser Verein bedeutet mir sehr, sehr viel“, so Schulze Niehues.

Seine Brust und die der „Hildmänner“ ist inzwischen breit. Und das nicht erst seit dem 3:0 am Mittwochabend im Halbfinale des Westfalenpokals gegen den SC Verl. 16 Mal in Pflichtspielen zu null: diese Statistik sucht in dieser Serie ihresgleichen. Dazu Spitze in Liga vier vor der namhaften Konkurrenz aus Essen und von Fortuna Köln. Alles andere als eine Momentaufnahme, die Preußen mischen ganz dick mit im Rangeln um die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg.

Trainer Hildmann scheint das alles zu genießen. Er wirkt bei der Pressekonferenz mit den Medienvertretern relaxt. Ob das am Alter liegt? 50 Jahre jung ist er seit Donnerstag. Die Familie aus der Pfalz hat ihn besucht, „wir haben gefrühstückt, waren in einem Café und abends fein essen“, lässt er sich entlocken. Von Vereinsseite gab es drei noble Flaschen Wein. Und vom Team? Einen Händedruck – „schließlich muss ich die Jungs ja einladen“. Nächste Woche, der Fokus liegt auf Schalke.

Überheblichkeit, Arroganz – in dieser Phase ganz schlechte Wegbegleiter. „Da werde ich wild“, sagt Hildmann – und haut dazwischen. Mit dem SV Rodenbach ist er mehrmals aufgestiegen. Er kann es – aber noch will er davon nichts wissen. Im Hier und Jetzt geht es um die kleinen Schritte. „Ich habe immer gesagt, dass die Entscheidung im April fällt.“ Wenn überhaupt.

Thorben Deters fällt mit einem Muskelfaserriss zwei bis drei Wochen aus. Gegen Verl musste er nach 48 Minuten verletzt raus.

SC Preußen: Schulze Niehues – Schauerte, Scherder, Hoffmeier, Hemmerich – Kok – Remberg, Ghindovean – Langlitz, Bindemann, Teklab

Liveticker aus Gelsenkirchen ab 13.30 Uhr

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