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Fußball: Regionalliga-West

Preußen Münster und RW Essen verhandeln vor dem Sportgericht

Münster

Zeitnah sollen die Folgen des Spielabbruchs in Essen verhandelt werden – das Sportgericht des Westdeutschen Fußball-Verbandes ist hierfür zuständig. Der SCP wird von einer Rechtsanwaltsgesellschaft aus München vertreten, mit der bereits gute Erfahrungen gemacht wurden.

Von Alexander Heflik

Schiedsrichter Christian Scheper (mitte) brach das Spiel in Essen ab, Preußen-Coach Sascha Hildmann (zweiter von links) musste mit seinen Preußen in die Kabine. Bald soll der Fall vor dem Sportgericht des Westdeutschen Fußball-Verbandes verhandelt werden.  Foto: Jürgen Peperhowe

Das Sportgericht des Westdeutschen Fußball-Verbandes (WDFV) wird sich mit dem Eklat bei der Regionalliga-Begegnung zwischen Gastgeber RW Essen und Preußen Münster befassen. Die Partie war am Sonntag beim Stand von 1:1 in der 74. Minute nach einem Böllerwurf, der Münsters Reservisten Marvin Thiel (bis mindestens Freitag krankgeschrieben) und Jannik Borgmann (bis Mittwoch) sowie Athletiktrainer Tim Geidies (steht in Rödinghausen teilweise zur Verfügung) verletzt hatte, abgebrochen worden.

Spielabbruch: Preußen werden von alten Bekannten vertreten

Referee Christian Scheper fertigte einen Sonderbericht an. Auch der Sicherheitsbeauftragte in Essen wird eine Stellungnahme abgeben, der SCP, der nur Verfahrensbeteiligter ist, könnte dazu auch aufgefordert werden. Münster wird aber erneut von Duvinage-Lawyers, einer Rechtsanwaltsgesellschaft aus München, vertreten. Sie war auch bei der Verhandlung vor dem DFB-Sportgericht um den Wolfsburger Wechselfehler in der 1. Runde des DFB-Pokals im Spätsommer 2021 Rechtsbeistand des SCP.

Verhandlung soll zeitnah geführt werden

Es ist davon auszugehen, dass die Verhandlung vor dem WDFV-Sportgericht, dann aller Voraussicht nach unter dem Vorsitz von Hubert Jung, einem im Ruhestand befindlichen Oberamtsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Köln, zeitnah durchgeführt wird. Sollte erstinstanzlich kein abschließendes Urteil erreicht werden, würde das WDFV-Verbandsgericht angerufen. Im dritten Schritt käme die DFB-Sportgerichtsbarkeit ins Spiel, also die Klärung der dann offenen Fragen auf Bundesebene. Auch zivilrechtliche Entwicklungen sind nicht auszuschließen.

Schon in der Vorsaison hatte die Sportgerichtskammer in der Endphase der Saison für den Aufstiegskampf relevante Einsprüche zu behandeln. Diese legten mehrere Vereine, darunter RWE, ein. Es ging darum, dass Borussia Dortmund II, der spätere Meister und Drittliga-Aufsteiger, aus ihrer Sicht von Spielverlegungen profitiert hätte. Die angewandte Spielberechtigungsliste wurde angezweifelt.

Video in Kooperation mit dem WDR-Landesstudio Münster:

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