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Fußball: Regionalliga West

Preußen wollen mit Sieg gegen Wegberg-Beeck Druck auf Essen erhöhen

Münster

Vor 120 Tagen verlor der SCP letztmals ein Punktspiel in Köln, vor gut sechs Wochen endete das Fußballjahr 2021 mit dem 1:1 gegen Borussia Mönchengladbach II. Nun aber soll mit einem Sieg im Heimspiel gegen den FC Wegberg-Beeck Druck auf Regionalliga-Spitzenreiter RW Essen aufgebaut werden.

Von Alexander Heflik

Hat sich zurückgemeldet und hofft auf einen Kurzeinsatz: Jules Schwadorf (l.) Foto: Jürgen Peperhowe

Vor nunmehr 120 Tagen, es war ein Freitagabend am ersten Tag des Oktobers 2021, verlor Preußen Münster letztmals ein Spiel in der Regionalliga, 2:3 bei Fortuna Köln. Am Samstag nun startet mit einer Woche Verspätung das Fußballjahr 2022 mit der Heimpartie gegen des FC Wegberg-Beeck (14 Uhr). 750 Zuschauer werden in das Stadion gelassen, nicht mehr, Corona hat seinen Würgegriff natürlich auch weiterhin um das Sportgeschehen gelegt.

Eigentlich müsste es, von der Papierform her, eine leichte Aufgabe für den erfolgsverwöhnten SCP werden – unabhängig von der Absage des Spiels in Lotte vor sieben Tagen und einem Anflug von fehlender Wettkampfpraxis seit dem 1:1 gegen Mönchengladbach II vor knapp sechs Wochen.

Trainer Hildmann zuversichtlich

„Wir waren schon vor dem Spiel in Lotte voll im Wettkampfmodus, wobei ich mit der Absage gerechnet habe“, klärt Trainer Sascha Hildmann auf. Hinter seiner Mannschaft liegt, so der Coach, eine herausragende Trainingswoche mit jeder Menge Konkurrenzkampf um die Plätze. „Wir sind heiß, sind top-fit. Im Training hatten wir ein hohes Niveau.“ Außer dem Langzeitverletzten Dennis Daube sowie den angeschlagenen Luke Hemmerich (Fußblessur) und Manfred Kwadwo (Außenbandanriss) stehen alle Mann zur Verfügung. Natürlich auch Lukas Frenkert, der nach einer Hinserie bei Schalke II erwartungsfroh zurückgekehrt ist.

Schwadorf einsatzfähig

Ob es vielleicht doch noch einen zweiten Zugang bis zur Schließung des Transferfensters am Montag um 18 Uhr gibt, das wollte Hildmann nicht ganz ausschließen. „Da ist ja noch viel Zeit“, unkte Hildmann am Freitag, 76 Stunden vor Ablauf der Wechselfrist. Münster könnte noch einen „Backup“ für Dominik Klann in der Mittelfeldzentrale gebrauchen. Der frühere Lotter André Dej, der in der Wochenmitte seinen Vertrag bei Alemannia Aachen aufgelöst hat, passt in dieses Schema. Wobei Hildmann wie auch Sportchef Peter Niemeyer unisono sagten, dass ein zweiter Wintertransfer nicht wirklich zwingend sei.

Für die Begegnung mit Wegberg-Beeck, den abstiegsgefährdeten 17., hat der Coach, wie er zumindest sagt, nicht alle personellen Entscheidungen frühzeitig getroffen. Es gehe um Nuancen, zum Beispiel bei der Frage, wer neben Marcel Hoffmeier die zweite Innenverteidigerposition besetzt. Simon Scherder und Robin Ziegele kämpfen darum. Der „ewige Patient“ Jules Schwadorf ist wieder einsatzbereit und Kadermitglied.

Fortuna mit vier Nachholpartien

So oder so: Ein Sieg für den SCP im Aufstiegskampf ist Pflicht. Münster könnte damit den Druck auf Spitzenreiter RW Essen erhöhen und bis auf zwei Zähler heranrücken – das Gastspiel von RWE bei Verfolger Fortuna Köln ist bereits abgesagt wie auch drei weitere Partien. Das Tabellenbild ist schief. Die Südstädter stehen am 23. Spieltag bereits mit vier Partien „in der Kreide“. Für viele Clubs werden eine Reihe von englischen Wochen folgen.

SCP: Schulze Niehues – Schauerte, Ziegele, Hoffmeier, Thiel – Klann – Remberg, Deters – Teklab, Wegkamp, Farrona Pulido

Liveticker zum Spiel ab 13.30 Uhr unter www.wn.de/scp

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