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Volleyball: 2. Bundesliga Nord Frauen

Rätselhafter Leistungsabfall beim BSV Ostbevern gegen VfL Oythe

Ostbevern

Nach dem umjubelten Überraschungssieg bei Bayer Leverkusen verlor der BSV Ostbevern gegen den direkten Konkurrenten VfL Oythe mit 0:3. Die Gastgeberinnen kamen nie richtig ins Spiel. Im dritten Satz reichte auch eine 23:20-Führung nicht. Was war da los?

Dem Spiel des BSV – hier Anna Dreckmann im Angriff – fehlte in eigener Halle gegen den VfL Oythe jede Konstanz. Foto: Aumüller

Dominik Münch war ruhig, also zumindest äußerlich. Mimik und Gestik verrieten, dass es in ihm brodelte. Während des überraschend kurzen Duells mit Tabellennachbar VfL Oythe brach der Vulkan aber nicht aus. „In den Auszeiten war ich auch mal unfreundlich“, sagte der Trainer des BSV Ostbevern am Sonntag, als er direkt nach dem Spiel um Fassung rang. Und um eine Erklärung, was er und die gut 200 Zuschauer in der Beverhalle gesehen hatten.

Acht Tage nach dem umjubelten 3:2-Überraschungssieg bei Bayer Leverkusen verloren die BSV-Volleyballerinnen gegen den direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt mit 0:3 (19:25, 20:25, 23:25). Ostbevern musste Oythe in der Tabelle der 2. Bundesliga Nord an sich vorbeiziehen lassen – nach einer über weite Strecken schwachen Vorstellung. Die Gastgeberinnen sind in den kompletten gut 80 Minuten nicht richtig ins Spiel gekommen.

Nichts hilft

Den ersten Satz gaben sie nach dem 16:18 noch deutlich ab. Im zweiten ließen sie die Gäste aus Vechta nach dem 10:10 auf 18:24 ziehen. Münch konnte wechseln und umstellen, wie er wollte – es half nicht wirklich. Im dritten Durchgang sah es so aus, dass die BSV-Frauen das Ruder doch noch herumreißen können. Mit 22:19 und 23:20 lagen sie in Führung – und verloren auch diesen Satz. 0:3, kein Punkt, kein Satz, Stille in der Halle.

BSV-Trainer Dominik Münch gibt Zuspielerin Amy Knight in einer kurzen Pause taktische Anweisungen. Foto: Aumüller

„Ich fand unser Spiel sehr fehlerhaft“, sagte Münch, sichtbar angefressen. „Wenn wir zwischendurch ein paar Sachen gut gemacht haben, haben wir uns das zum großen Teil selbst wieder kaputt gemacht.“ Und: „Wir hatten heute zu viele Spielerinnen, die ihr Leistungsvermögen nicht abrufen konnten.“

Beim Einspielen habe sich das nicht abgezeichnet, ganz im Gegenteil. Über die Gründe, warum die Mannschaft sich so präsentierte, unmittelbar nach dem grandiosen Tiebreak-Sieg bei einem Liga-Schwergewicht wie Leverkusen, rätselte auch Münch. Hat seine Truppe den auf dem Papier leichteren Gegner womöglich im Unterbewusstsein unterschätzt? Der Coach wusste keine Antwort.

Als wertvollste Spielerin des BSV wurde Mittelblockerin Esther Spöler geehrt.

BSV-Frauen: L. Dreckmann, Hattemer, Roer, Kerkhoff, Horstmann, Fallah, Seidel, Mersch-Schneider, A. Dreckmann, Spöler, Pasel, Knight, Strothoff, Lüpken.

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