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Rudern: Deutsche Meisterschaften

Regatta auf dem Aasee ein voller Erfolg für den MRV

Münster

Henrik Niebuhr genoss jede Minute des Regattawochenendes, der Vorsitzende des Regattavereins  gab aber auch gerne zu, dass er sich freute, als alles vorbei war. „Ende gut – alles gut“, so das Fazit nach vier Deutschen Meisterschaften auf einen Streich auf Münsters Aasee.

Von Ansgar Griebel

Der Doppelvierer aus Münster auf dem Weg zu Platz fünf bei den Deutschen Hochschulmeisterchaften. Foto: Peter Leßmann

Am Dienstag wird noch der Zielturm auseinandergeschraubt und in den Zookanal geschleppt, dann ist auch die letzte Spur eines Ruderevents von historischen Ausmaßen gelöscht, und die Segelboote übernehmen wieder die Hoheit auf ihrem Aasee. Bleiben wird allerdings die Erinnerung an eine Veranstaltung, die Teilnehmer wie Organisatoren erst bis an die Grenzen der Belastbarkeit gefordert und dann restlos begeistert hat.

„Wir wollen uns nicht selbst loben“, resümierte am Montagmorgen Henrik Niebuhr vom ausrichtenden Regattaverein Münster – wohl wissend, dass da andere längst hilfreich eingesprungen waren. „Aktive aus ganz Deutschland, haben uns gesagt, wie begeistert sie waren“, so Niebuhr, Vertreter des Allgemeinen Deutschen Hochschulsports (ADH) bedankten sich – und auch der Deutsche Ruder-Verband reiste am Sonntagabend hoch zufrieden wieder ab.

Dank an die freiwilligen Helfer

„Alle wollen gerne wieder nach Münster kommen“, sagte Niebuhr, wollte aber keine zu großen Erwartungen schüren. „Das war schon mächtig, wir lassen es jetzt erst mal piano angehen.“ Immerhin vier Deutsche Meisterschaften wurden am Wochenende erfolgreich über die Bühne gebracht, die Park- und Bootsplätze am Aasee waren restlos belegt, „so dicht wie noch nie zuvor“. Aber Ende gut alles gut: „Unsere neue Technik von der Startampel bis zur Zielkamera hat einwandfrei funktioniert. Unser Dank geht aber vor allem an unsere freiwilligen Helfer, die teilweise morgens auf dem See aufgebaut haben, nachmittags im Kuchenzelt hinter der Theke standen und abends abgebaut haben“, so Niebuhr, der vor allem auch die Unterstützung des Hochschulsports lobte, „ohne den wir das in der Ferienzeit nicht hätten stemmen können“. Das perfekte Ruderwetter nahm der MRV als kostenlose Zugabe dankbar mit. Und auch auf dem Wasser herrschte große Zufriedenheit. Die Titelkämpfe aus münsterischer Sicht:

Tertünte und Maidachevskyi dürfen feiern

Deutsche Großbootmeisterschaften: Eine Crew aus Münster schaffte es zwar nicht aufs Podest, aber zwei Aktive durften im Team mit Renngemeinschaften Titel feiern: Julia Tertünte (RVM) sicherte sich in einer Renngemeinschaft den Titel im ungesteuerten Leichtgewichts-Vierer. Im erfolgreichen Männerachter saß zudem RVM-Ruderer Ivan Maidachevskyi gemeinsam mit seinen Kollgen aus Osnabrück und Leverkusen.

Deutsche Para-Meisterschaften: Die Titelkämpfe in den Para-Ruderklassen waren in diesem Jahr vor allem ein Einlage-Wettbewerb, um den Sportlern und Sportlerinnen ihren verdienten Platz in der öffentlichen Wahrnehmung zu verschaffen. Nachdem die Aktiven eine Woche zuvor auch ihre Premiere bei den „Finals“ in Berlin gefeiert hatten, waren auf dem Aasee jetzt sechs Boote im Einsatz – mithin ohne Vorläufe, ab und an auch ohne Konkurrenz. Manuela Diening vom RV Münster, die aktuell jede Regatta nutzt, um Rennpraxis für die bevorstehenden Europa- und Weltmeisterschaften zu schaffen, zum Beispiel. Die 30-Jährige ist seit Samstag nun auch offiziell Deutsche Meisterin.

Berkhahn steuert Masters-Achter zum Sieg

Deutsche Masters-Meisterschaften: Hier sorgte aus münsterischer Sicht die Renngemeinschaft im Achter für das Highlight. In dieser steuerte Marie Berckhahn vom RVM den Masters-Achter aus Hamburg, Höchst und Münster souverän zum Titel – für den Antrieb sorgten dabei unter anderem ihre Vereinskameraden Martin Schröder und Jan Sauer sowie Stephan Klaus vom ARC Münster. Zuvor hatte Berckhahn schon den E-Achter zum Titel manövriert, in dem vom ARC auch noch Heinz-Jürgen Stehr und Klaus saßen.

Deutsche Hochschulmeisterschaften: Bei den ADH-Titelkämpfen sorgte aus Gastgeber-Sicht das letzte Rennen für den umjubelten Höhepunkt: Der Frauen-Achter mit Celina Waldschmidt, Sonja Köbrich, Clara Vorwerk, Linda Krafft, Hilde Kestner, Meike Pixius, Frederike Föster, Mariam Sommer und Antonia Elke an den Steuerseilen fuhr mit bemerkenswerten fünf Sekunden Vorsprung zu Gold. Den Titel sicherten sich auch Antonia Elke und Katharina Börms im Doppelzweier, der gesteuerte Vierer siegte mit Florian Sehorz, Sebastian Wolf, Tom Ackerschott, Felipe Elsner von Arnim und Steuermann Marcel Thanscheidt. Im Mixed-Vierer fuhren Julia Tertünte, Ruben Mellin, Meike Pixius und Sebastian Merschel zu DM-Silber. Luisa Neerschulte und Elsner von Arnim sicherten sich außerdem jeweils Bronze im Einer.

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