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Fußball: Regionalliga West

„Rhythmus finden“ – Preußen-Torjäger Deters gibt sich die nötige Zeit

Münster

Der Start in die neue Saison verlief für Thorben Deters nicht wie erhofft. Der beste Torschütze der vergangenen Saison war zur Corona-Pause gezwungen, verlor seinen Stammplatz. Die vollständige Fitness gebe es aber nur über Spiele, so der Mittelfeldmann.

Von Thomas Rellmann

Thorben Deters, hier im Zweikampf mit dem Lippstädter Julian Düsterhus, hatte in den vergangenen Wochen nicht immer Glück, arbeitet sich nun aber zurück. Foto: Jürgen Peperhowe

Wer den Weg von Preußen Münster durch die Regionalliga nur sporadisch verfolgt, wird sich in den vergangenen Wochen gewundert haben. Wieso stand Thorben Deters, der Top-Torschütze der Vorsaison (elf Treffer) und eine der positivsten Erscheinungen im Team, anfangs zweimal nicht im Kader, dann meist Joker oder allenfalls Teilzeitkraft? Formtief? Zu starke Konkurrenz? Gar was vorgefallen? Fehlende Fitness?

Im Grunde ist die Rolle des 27-Jährigen plausibel zu erklären. Auf der Achterstelle war er eigentlich fest vorgesehen, Trainer Sascha Hildmann hievte ihn im Juli sogar in den Mannschaftsrat. Doch vor dem letzten Test fing sich Deters zum zweiten Mal Corona ein. Neuzugang Yassine Bouchama nutzte die Gunst der Stunde, sprang ein und verbucht bislang eine erstaunliche Quote (je zwei Tore und Vorlagen).

Es ist noch Luft nach oben

Deters saß erst auf der Tribüne, durfte in Straelen (2:0) im Zentrum starten, war dann aber wieder raus. Ehe er am Samstag beim 3:0 in Lippstadt gegen Wiedenbrück in die Startelf rückte – auf dem linken Flügel. Hier spielte er 2021/22 auch oft, die Verletzungen von Henok Teklab und Manfred Kwadwo öffneten diese Luke. „Es geht für mich persönlich darum, Spiele zu bekommen, Rhythmus zu finden“, sagt er.

Natürlich war da noch Luft nach oben. Nicht jede Aktion gelang, gerade vor der Pause fehlte der Offensive die Bindung. „Aber ich habe mich wohl gefühlt, vor dem Spiel und auf dem Platz.“ Einen Distanzschuss, bei dem nicht viel fehlte, verbuchte der Linksfuß zufrieden. „Mit der Zeit kommen die Sachen zurück.“ Deters wirbt zugleich um Geduld: „Ich habe ja einige Spiele verpasst.“

„Ich kann akzeptieren, wenn andere gut sind“

Dass Bouchama und weitere Kollegen im breit besetzten Mittelfeld ihm zuletzt den Rang abliefen, nimmt der Emsländer gelassen hin. „Die Mannschaft funktioniert, die Saison wird extrem lang. Ich kann akzeptieren, wenn andere gut sind. Wir werden jeden brauchen.“ Trotzdem gesteht er: „Ich bin sehr glücklich, mal wieder von Anfang an dabei gewesen zu sein und einen Teil beigetragen zu haben.“

Schon das „sehr intensive“ Westfalenpokal-Spiel gegen Wattenscheid drei Tage zuvor, bei dem Deters 80 Minuten durchhielt, war für ihn ein Schritt nach vorn. „Auch wenn ich natürlich in Wiedenbrück gern noch länger auf dem Rasen gestanden hätte, war mir klar, dass es nicht für die volle Distanz reicht.“ Nach knapp einer Stunde war Schluss

Körperliche Beschwerden ausgestanden

Körperlich sind alle Beschwerden ausgestanden. „Die Grundfitness holt man sich letztlich aber über Spiele“, sagt er. Sein Motto: „Stimmung hoch halten und gewinnen.“ So bald wie möglich möchte Deters wieder den Wert verkörpern, den er gerade im Herbst der vergangenen Spielzeit besaß. „Wie schnell es geht, haben wir ja jetzt bei Gerrit Wegkamp gesehen.“ Der saß sogar siebenmal beim Anpfiff draußen, knipste dann am Samstag doppelt als Joker und erhält nun den Zuschlag im Top-Spiel gegen Rödinghausen. Vielleicht läuft Deters dann ja mit ihm gemeinsam ein. In der Vorsaison harmonierten beide oft ideal.

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