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Reiten: Turnier der Sieger

„Richtig Qualität dabei“: Restart vor dem Schloss nach 748 Tagen

Münster

Wenn das erste Dressur-Paar das Turnier der Sieger eröffnet, dann endet am Donnerstag eine lange Zeit ohne Reitsport vor dem Schloss in Münster. Die Corona-Pandemie erzwang zwei Absagen, nun aber – nach 748 Tagen – kann die 65. Auflage steigen.

Anabel Balkenhol ist im Viereck vor dem Schloss ein Stammgast, bezeichnete einst das TdS als „Traumturnier“. Foto: Jürgen Peperhowe/Johannes Oetz

Wenn am Donnerstag um 9 Uhr das erste Dressur-Paar das Turnier der Sieger eröffnet, endet eine lange Zeit ohne Reitsport vor der Schloss. Die Corona-Pandemie zwang den veranstaltenden Westfälischen Reiterverein zu zwei Absagen, nun aber – nach 748 Tagen – kann die 65. Auflage der traditionsreichen Veranstaltung endlich steigen.

Wie immer gehört dabei der Dressur der erste der vier Tage. Und der beginnt gleich mit einem Novum, erstmals macht die Serie „Derby Stars von morgen“ halt vor dem Schloss. Junge Pferde und U-25-Reiterinnen und -Reiter können hier die weiteren Entwicklungsschritte auf dem Weg zum Grand-Prix-Level machen – also dahin, wo die dann ab 11 Uhr startenden Paare schon sind.

Zuschauer dürfen sich auf Top-Event freuen

Im Grand Prix, dem ersten Teil der Großen Tour vor dem Kür am Samstagabend und dem Special am Sonntagmorgen, dürfen sich die Zuschauer auf Top-Sport freuen. Als „eines der besten Startfelder, die wir je hatten“, bezeichnete Michael Klimke die Konkurrenz. Isabell Werth, die „Grande Dame“ der Dressur und regelmäßige Starterin in Münster, hat ihr Kommen zugesagt. Frederic Wandres, jüngst Schlussreiter in der mit Bronze dekorierten deutschen WM-Equipe, sattelt ebenso wie Dorothee Schneider, zweifache Team-Olympiasiegerin. „Wir dürfen uns auf Top-Sport freuen. Wir haben schon richtig Qualität dabei“, erklärt Klimke, der sich zudem über die Zusagen seiner Schwester ­Ingrid, die in Herning zur Bronze-Mannschaft gehörte, und Balkenhol (beide RV St. Georg Münster) freut. Ja, die Dressur beim TdS lebt, ist ein Hingucker.

Das ist seit 2014, dem Jahr seiner Premiere auch der Münsterländer Pferdestärken-Cup, der den Eröffnungstag mit Westfalen-Wappen und Optimum dann am Abend abrundet. Der in Deutschland einzigartige Wettkampf, in dem sich die Kreisreiterverbände Münster, Coesfeld, Steinfurt und Warendorf messen, hat sich längst etabliert, genießt längst hohen Stellenwert bei Reitern und Zuschauern – was man an der großen Resonanz und den immer wieder kehrenden Startern erkennen kann.

Busacker einmal mehr am Start

So geht für die Equipe aus Münster, die sich in der Dressur und im Springen jeweils in den Klassen von A bis S mit der Konkurrenz misst, einmal mehr Greta Busacker an den Start. Schon 2015 war sie dabei, nun vertritt sie das Team von Oliver Schulze Brüning, Vorsitzender des münsterischen Reitverbands, in der M-Klasse. Genau wie Friederike Wilmers, die 2021 das Deutsche Amateur-Championat gewonnen hat. Nun will sie helfen, dass Münster erstmals seit der Premiere wieder den Titel holt und sich damit 5000 der insgesamt 11 000 Euro Preisgeld schnappt.

Neben Busacker und Wilmers hat Schulze Brüning bei „der nicht ganz leichten Suche nach einer Besetzung“ Sophie Beyer und Franziska Niehoff (Klasse A), Tabea Hennecke und Ariane Gröning (L) sowie die für Wolbeck reitende Amerikanerin Emily Short und Marie Schulze Topphoff (S) für die Auftritte im Parcours nominiert. Zuvor sollen Sarah Meurer (A), Paulin Waldmann (L), Theresa Brinkmann (M) und Maike Mende (S) für möglichst viele Punkte sorgen, ehe ganz zum Schluss im Ponyrennen die Vierbeiner des Ostfriesischen Shetty-Stammtisches womöglich wie 2019 das Zünglein an der Waage sind. Es wird der atmosphärische Schlusspunkt von Tag eins, der das Warten nach 748 Tagen beenden wird.

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