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Fußball: Regionalliga

RW Ahlen muss dringend die Akkus aufladen

Ahlen

Lieber einmal 0:4 als viermal 0:1. Wenn diese Sichtweise auch für RW Ahlen gilt, war der Viererpack am Niederrhein vielleicht in der Höhe ein Ausrutscher. Spuren hat die Packung allerdings schon hinterlassen.

Von Jörg Staubach

Duell der Kapitäne: Oberhausens Jerome Propheter (l.) und Ahlens Kevin Kahlert Foto: Wegener

Am Niederrhein kann man schon mal baden gehen. Schließlich grüßt RW Oberhausen von Platz eins der Heimtabelle. Aber ein 0:4 ist schon heftig – und wäre eigentlich nicht nötig gewesen. Denn eine Halbzeit lang präsentierte sich RW Ahlen durchaus auf Augenhöhe, ehe zwischen der 49. und 59. Minute gleich drei kalte Duschen über die Mannen um Kapitän Kevin Kahlert niedergingen.

„Ich möchte meinen Jungs auch gar keinen Vorwurf machen. Wir haben Vollgas gegeben, alles rausgehauen. Hätten wir unsere Chancen der ersten Halbzeit genutzt, wäre es hier anders gelaufen“, analysierte Trainer Andreas Zimmermann durchaus treffend, und Kollege Mike Terranova wollte da gar nicht widersprechen. „Erst das 2:0 brachte uns das nötige Spielglück.“

Und Ahlen endgültig aus dem bis dahin doch sehr ordentlichen Rhythmus. Dumm gelaufen. Denn der Treffer fiel nicht nur vier Minuten nach der Pause, er hätte so nicht fallen dürfen. Oberhausens Hüseyin Bulut hatte mehr oder weniger unbedrängt über den ganzen Platz stürmen können, seine missglückte Flanke prallte von der Latte aufs Spielfeld zurück, Mike Pihl trat in die Luft statt gegen das Spielgerät, Dimitrios Ioannidis gegen den Fuß des RWO-Torjägers Sven Kreyer und dieser zum Elfmeter an.

Es war Kreyers zweiter Treffer an diesem Tag, nach der Führung in der 33. Minute – und nicht sein letzter. Denn nur fünf Minuten später durfte er sein schon sechstes Saisontor bejubeln, Anton Heinz erzielte in der 59. Minute gar das 4:0. Drei Gegentore in zehn Minuten – bitter. Und es hätte noch bitterer werden können. „Über unsere anschließende Chancenverwertung wird noch zu reden sein“, drohte Terranova den Seinen kritische Worte an.

RW-Trainer Andreas Zimmermann hatte der Ausflug an den Niederrhein nicht gefallen

„Wo wir hinkommen, ist Spektakel. Leider war es heute nicht so gut für uns“, so Zimmermann nach dem Schlusspfiff, der „in der ersten Hälfte ein Spiel gesehen hatte, dass beste Werbung für die Regionalliga war.“ Auch dank Ahlen.

Der Akku ist nach fünf Spielen leer

Der Akku aber, sei doch ein wenig leer bei seinen Jungs. „Fünf Spiele in 14 Tagen, und das bei unserer Laufleistung von immer gut 110 Kilometer pro Spiel. Das geht an die Substanz.“ Gut, dass jetzt bis Samstag „nur“ trainiert werden muss. Da muss sie dann raus. Die Müdigkeit aus den Köpfen – und die aus den Beinen.

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