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Fußball: Regionalliga

RWA ohne Ioannidis und Francis nach Köln

Ahlen

Gerne soll die Bilanz heute korrigiert, zumindest etwas aufpoliert werden. Denn nach vielversprechenden Vorstellungen wartet Rot-Weiß Ahlen vor dem Spiel bei Fortuna Köln noch auf den ersten Saison-Dreier. Dabei kann der Regionalligist nicht auf die Hilfe von zwei Spielern bauen. Denn während Dimitrios Ioannidis gesperrt ist, befindet sich Daniel Francis in Sierra Leone und steht dort vor seinem ersten A-Länderspiel.

Von Uwe Niemeyer

Er kennt den Weg: Daniel Francis (l.) Foto: Marc Kreisel

Nein, die Rede ist nicht von vereinsinternen Finanzen. Aber schon von einem Zahlenspiel. Denn die die Verantwortlichen von Rot-Weiß Ahlen haben am Mittwochabend (19.30 Uhr) schon nach einer Niederlage und einem Remis einen Bilanzausgleich auf dem (Wunsch-)Zettel, zumindest im Hinterkopf. Auch wenn Trainer Andreas Zimmermann vor dem Spiel des Regionalligisten bei Fortuna Köln versichert: „Wir gucken derzeit nicht auf die Ergebnisse. Ich bin aber optimistisch, dass wir auf Strecke unsere Punkte holen, wenn wir unser Spiel und unsere Linie verfolgen.“

Begünstigen würde das Vorhaben eine zunehmende Effektivität bei der Chancenverwertung. „Wir hatten gegen Wuppertal vier hundertprozentige Möglichkeiten. Daraus müssen wir mehr machen“, blickt der Coach zurück. Grundsätzlich macht der Rückblick durchaus Mut. Das 2:3 vom Auftakt in Straelen erfuhr durch den 4:1-Sieg des SV in Essen eine ordentliche Aufwertung. Schließlich hatten die Rot-Weißen zweimal geführt. Und auch die Vorstellung gegen den Wuppertaler SV (0:0), der für Zimmermann neben Münster, Essen und eben Köln zu den Top-Favoriten zählt, lieferte Grund zur Zuversicht.

RW-Trainer Andreas Zimmermann

Argumente, warum die Rot-Weißen auf gutem Weg sind, ihre Bilanz auszugleichen. Gerne spielerisch. „Köln möchte wie wir Fußball spielen. Das könnte zu einem guten Spiel führen. Und in dem wollen wir etwas mitnehmen“, sagt Zimmermann.

Ioannidis ist gesperrt, Francis auf Länderspieltour

Nicht mitnehmen, besser aufführen, auf den Spielbericht kann er allerdings am Rhein zwei Akteure. Während Dimitrios Ioannidis wegen seiner Ampelkarte vom Samstag für ein Spiel gesperrt ist, steht auch Daniel Francis nicht zur Verfügung. Der 19-Jährige hat sich bereits am Montag Richtung Afrika verabschiedet und wird erst nach dem kommenden Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf wieder in Ahlen erwartet.

„Mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, wie der Trainer einräumt. Weinend, weil der Außenverteidiger gerade eine Bilderbuchkarriere gestartet und einen Stammplatz erobert hat – und eine Lücke hinterlässt. Mit einem lachenden Auge, weil Francis nicht nur vor seinem ersten A-Länderspiel für Sierra Leone, sondern auch für gute Ausbildungsarbeit an der Werse steht. Anfang kommenden Jahres dürfte er auch zum Aufgebot seines Heimatlandes beim Afrika-Cup gehören. „Das ist überragend für ihn, aber auch überragend für den Verein“, freut sich Zimmermann schon, ehe er versichert: „Aus dem wird noch was.“ Allerdings nicht ohne eine Bedingung: „Ich habe ihm gesagt, dass er ein Trikot mitbringen muss, das wir dann im Kabinengang aufhängen.“

Gerne dann nach einem Ausgleich der Punktrechnung in Köln. Zumindest nach einer Aufpolierung der Bilanz.

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