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Golf: Stadtmeisterschaften

Sanfte Rückkehr zur Normalität in Wilkinghege und Tinnen

Münster

Die Stadtmeisterschaften stehen vor der Tür. Noch ist nicht alles wie früher, aber Golf hat unter dem Lockdown weniger gelitten als andere Sportarten. Auch neue Spielsysteme schaden nicht. Sportlich deuten sich spannende Duelle an.

Von André Fischer

Die Erwartung ist groß bei Veranstaltern und Sponsoren: Martin Huhn (Präsident GC Tinnen) und Foto: André Fischer

Abschlag ins Glück: Auf der Driving Range des Golf-Clubs Münster-Wilkinghege herrscht an diesem Dienstagmittag ein munteres Treiben. Etliche der gut 1100 Mitglieder nutzen die angenehmen Temperaturen nach der Rekordhitze am Wochenende, um ein paar Bälle mit den frisch polierten Eisen zu spielen. Überall fällt der Blick in offenkundig zufriedene, glückselige Gesichter. „Es geht steil nach oben“, sagt Heike Ewertz, Vizepräsidentin und Spielführerin des GC, mit einem Lächeln auf den Lippen. Die schmucke Anlage ist am 4. Juli Finalschauplatz der 22. Stadtmeisterschaften – traditionell in Kooperation mit dem Golf-Club Münster-Tinnen, der am 3. Juli Gastgeber ist. Die sanfte Rückkehr zur Normalität in Zeiten sinkender Inzidenzen.

Der Blick zurück: Corona hat den Golfern viel an Bewegung genommen, zweimal wurden die Grüns in Münsters Norden und Süden gesperrt. Trostlos. Und doch sagt Tinnens Boss Martin Huhn: „Unterm Strich gehören wir zu den Gewinnern der Krise.“ Aktuell sei der Run auf die Plätze groß, immer mehr Münsteraner entdeckten den einst nobel-luxuriös angehauchten Sport für sich. Auch angefixt vom reformierten Handicap-System, das es Golfspielern unterschiedlicher Stärken, Geschlechter und Nationalitäten ermöglichen soll, sich mit ihren Fähigkeiten auf jedem beliebigen Platz weltweit auf fairer Basis mit anderen Spielern zu messen. Das kommt an.

Schon 80 Anmeldungen

Möglich, dass der eine oder andere Aktive seinen Schwung nutzen kann – die Handicap-Grenze für das Event liegt bei 28. Golf für Fortgeschrittene. 80 Anmeldungen liegen laut Tinnens Clubmanager Michael Langenkamp bislang vor, bei 120 ist Schluss. Neben den Titeln bei den Frauen und Männern werden in fünf weiteren Altersklassen die Sieger ausgespielt.

Pandemiebedingt musste im Vorjahr Plan B greifen – die 21. Auflage wurde in den August gelegt. Mit diversen Einschränkungen: Bunkerharken blieben ebenso außen vor wie Ballwascher und Mülleimer, die Fahnen an den Löchern duften nicht berührt werden. Alles regelkonform im Sinne der Vorschriften – und glücklicherweise bis auf die Maskenpflicht auf dem Gelände und die übliche Wahrung der Abstände Geschichte.

Extrarunden mit Stechen

Die schrieben zwei Protagonisten im Vorjahr auf besondere Art und Weise. Max Bresser (Wilkinghege) und Fabian Büring (Tinnen) lagen in der letzten Runde bei Nieselregen gleichauf. Fünf Extrarunden im Stechen mussten über Wohl und Wehe entscheiden – die beiden jungen Talente gingen an ihre körperlichen Grenzen. Dank eines finalen Birdies mit dem besseren Ende für Bresser. Wahnsinn, dieser Krimi. „Zu schön, wenn sich das auf unserer Anlage wiederholen würde“, wünscht sich Heike Ewertz ein ebenso spannendes Finish vor einem großen Publikum.

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