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Fußball: Bundesliga

Last-Minute-Elfmeter: Schalke holt ersten Punkt gegen Mönchengladbach

Gelsenkirchen

Nach dem so bitteren Auftakt in Köln hat der FC Schalke 04 beim 2:2 gegen Borussia Mönchengladbach den ersten Punkt der Saison geholt. Auch dieses Mal war der Videoschiedsrichter wieder mit von der Partie.

Von Camillo von Ketteler

Rodrigo Zalazar (r.) erzielte das 1:0 für den FC Schalke 04. Am Ende trennten sich die Königsblauen mit 2:2-Unentschieden von Borussia Mönchengladbach und Emmanuel Koné (l.). Foto: Imago/RHR-Foto

Nach dem unglücklichen Auftakt beim 1. FC Köln hat der FC Schalke 04 am 2. Spieltag der neuen Bundesliga-Saison beim 2:2 (1:0)-Unentschieden gegen Borussia Mönchengladbach den ersten Punkt geholt. Lange führte die Elf von S04-Trainer Frank Kramer nach dem Treffer von Rodrigo Zalazar, Jonas Hofmann und Marcus Thuram drehten die Partie. In der Nachspielzeit glich Marius Bülter per Elfmeter aus.

Bereits vor dem Anpfiff brodelte die ausverkaufte Veltins-Arena. Die 62.271 Zuschauer empfingen ihre Schalker mit einer beeindruckenden Choreo und Mönchengladbachs Kou Itakura, der im Frühsommer noch zu den Schalker Aufstiegshelden zählte, mit einem warmen Applaus. 

Schalke erwischte den besseren Start

S04-Coach Kramer wechselte im Vergleich zur unglücklichen Auftaktniederlage beim 1. FC Köln gleich dreimal in der Startaufstellung. Torjäger Simon Terodde startete nach überwundener Muskelverletzung für Sebastian Polter, Bülter ersetzte den rotgesperrten Dominick Drexler. Malick Thiaw übernahm den Innenverteidigerposten von Marcin Kaminski.

Und tatsächlich starteten die neuformierten Gastgeber aktiver in die Partie. Gerade einmal vier Minuten dauerte es, bis Schalke das erste Mal gefährlich vor das Gladbacher Tor kam. Terodde spielte Linksverteidiger Thomas Ouwejan frei, der mit seiner Flanke den mitgelaufenen Tobias Mohr fand. Der Mittelfeldspieler traf den Ball nicht richtig, Gäste-Keeper Yann Sommer musste nicht eingreifen.

In dieser frühen Phase der Partie versuchten die Schalker, die mit ihrem Doppelsturm Terodde und Bülter dieses Mal im 4-2-2 aufliefen, die Borussia früh zu pressen. Dadurch gelang den von Trainer Daniel Farke nach dem Auftaktsieg gegen 1899 Hoffenheim unveränderten Gästen ihr Spielaufbau nicht so recht. Immer wieder nahmen die Königsblauen ihren Gegnern den Ball im Mittelfeld ab. Rodrigo Zalazar feuerte einfach mal aus der Distanz auf den Kasten, setzte den Ball aber über den Querbalken (9.). Bülter traf den Ball nach Ouwejan-Flanke zu lasch (15.).

Zalazar lässt die Arena jubeln

Immer wieder spielte sich auch die Borussia ins letzte Drittel, die erste dicke Möglichkeit bekam Gladbach aber erst nach 21 Minuten, als Rami Bensebaini Angreifer Marcus Thuram schickte. Der Franzose setzte sich gegen Thiaw durch, schoss das Leder dann aber flach rechts am Kasten vorbei. 

Eine gute halbe Stunde war gespielt, Mönchengladbach kam gerade besser in die Partie, da brachte Rodrigo Zalazar die Veltins-Arena zum explodieren. Nach einem Ballgewinn am eigenen Strafraum spielte der starke Ouwejan den Uruguayer im Zentrum frei, der ein paar Schritte machte und den Ball per sattem Fernschuss unten links in die Maschen feuerte (29.).

Jetzt war richtig Feuer in den Bude und Schalke machte gleich weiter. Zalazar prüfte Sommer per Freistoß (34.), Sekunden später traf Thiaw den Ball im Strafraum nicht richtig. Doch die Fohlen brauchten nicht all zu lang, um sich vom Schock des Rückstands zu erholen. Fünf Minuten später hatte Hofmann zu viel Platz am Strafraum, spielte aber ungenau in die Mitte, wo erst Neuhaus und dann Thuram verpassten. Wenige Augenblicke später riss Ouwejan Hofmann am Sechzehner um und war mit seiner gelben Karte noch sehr gut versorgt (41.).  Nachdem Zalazar mit einem weiteren Freistoß dafür sorgte, dass Sommer auch ja nicht langweilig wurde, nahm Schalke die durchaus verdiente Führung mit in die Pause.

Thuram dreht die Partie

Auch in der zweiten Halbzeit sorgte Zalazar für den ersten Tusch. Stets spielfreudig tanzte er Gladbachs Manu Koné aus, schoss aus 20 Metern aber über den Kasten (52). Sechs Minuten später rettete er im eigenen Strafraum vor dem einschussbereiten Alassane Plea (58.).   

Nach einer guten Stunde verhalf Trainer Kramer dann dem von Spartak Moskau gekommenen Neuzugang Jordan Larsson zu seinem Debüt. Der schwedische Angreifer kam für Mohr in die Partie und übernahm seine linke Seite. In der 72. Minute steckte Thuram per Hacke auf Hofmann durch, der Schalkes ansonsten starken Alex Kral tunnelte und den Ball zum 1:1-Ausgleich am chancenlosen Keeper Alexander Schwolow vorbei ins Tor schob.

Mönchengladbach wurde jetzt stärker, kontrollierte den Ball im Mittelfeld und kam immer wieder gefährlich in den Strafraum der Gastgeber. Einen Koné-Schuss klärte Schwolow zur Ecke, den darauffolgenden Kopfball von Bensebaini parierte er prächtig. Doch was bringen starke Paraden, wenn man im nächsten Moment daneben greift. Wieder Ecke, Schwolow flutschte der Ball aus der Hand, Thuram verwandelte zur 2:1-Führung (78.).

Später Elfmeter rettet Schalke den Punkt

Der Schock saß tief bei den Gastgebern, das ein oder andere Mal scheiterte die Borussia auf den letzten Metern auf dem Weg zum dritten Treffer. Das Spiel war schon fast vorbei, da köpfte sich der eingewechselte Gladbacher Patrick Hermann den Ball im Strafraum an die Hand. Schiedsrichter Sven Jablonski guckte sie die Szene auf dem Monitor an und entschied auf Elfmeter. Marius Bülter verwandelte sicher zum Ausgleich und feierte mit den heranstürmenden Schalkern in der Kurve (90.+3). Wenige Momente später beendete Jablonski die Partie.

Schalke: Schwolow - Brunner, Yoshida, Thiaw, Ouwejan - Krauß, Kral (85. Latza), Zalazar (66. Mollet), Mohr (65. Larsson) - Terodde (66. Polter), Bülter

Mönchengladbach: Sommer - Scally, Itakura, Elvedi, Bensebaini - Kramer, Koné (88. Friedrich), Hofmann (88. Herrmann), Neuhaus, Plea - Thuram

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