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Fußball: Bundesliga

Kramer vor dem Aus: Schalke verliert auch gegen Hoffenheim deutlich

Gelsenkirchen

Der FC Schalke 04 hat auch das vierte Bundesligaspiel in Folge verloren und unterlag 1899 Hoffenheim in der heimischen Veltins Arena deutlich mit 0:3. Trainer Frank Kramer steht nach der erneuten Niederlage vor dem Aus bei den Königsblauen.

Zu oft hinten dran: Schalkes Marius Bülter (r.) gegen Hoffenheims Georgino Rutter. Foto: dpa

Schon vor dem Anpfiff waren vereinzelte Pfiffe zu hören, als der Stadionsprecher den Namen des Schalker Trainers durch die Veltins-Arena brüllte. Nach dem Abpfiff aber reihten sich größere Teile der 59 811 Zuschauer mit ein, die ihre Mannschaft zwar feierten, den Coach aber mit „Kramer-raus“-Rufen bedachten. Die 0:3 (0:2)-Niederlage des FC Schalke 04 gegen die TSG Hoffenheim war die vierte in Folge – und könnte die letzte Partie für Trainer Frank Kramer auf Schalke gewesen sein. Der Aufsteiger kommt im Tabellenkeller nicht von der Stelle. Das vom Schalker Ex-Trainer Andre Breitenreiter angeleitete Hoffenheim hingegen feierte nach vier Spielen mal wieder einen Sieg.

Das Schalker Unglück begann bereits nach sieben Minuten, als Innenverteidiger Leo Greiml im eigenen Strafraum Hoffenheims Christoph Baumgartner am Schienbein traf. Schiedsrichter Florian Badstübner eilte zur Seitenlinie und entschied nach Ansicht der TV-Bilder auf Elfmeter. Robert Skov blieb cool und ließ S04-Keeper Alexander Schwolow keine Chance – 1:0. Die Hausherren reagierten ganz gut, pressten die TSG früh und kamen nach Ballgewinnen immer wieder zu Chancen. Hinten aber, wo Kramer nach der 0:4-Niederlage in Leverkusen erneut auf eine Viererkette setzte, bildeten sich den Hoffenheimer Kontern immer wieder Räume.

Zweites Tor direkt vor der Pause

Georgino Rutter hätte nach Vorlage von Baumgartner das 2:0 machen müssen, der Franzose aber verzog (23.). Nach einer halben Stunde dann kam Schalke zur besten Chance der ersten Halbzeit – und es war eine doppelte. Aus der Drehung traf der sehr aktive Florent Mollet, der Sebastian Polter in der Startformation ersetzte, den Innenpfosten. Den Nachschuss von Thomas Ouewjan, ebenfalls neu in der ersten Elf, kratzte TSG-Schlussmann Oliver Baumann noch mit dem Bein von der Linie.

Schalkes Trainer Frank Kramer steht nach dem 0:3 gegen Hoffenheim vor dem Aus. Foto: dpa

Sekunden vor der Halbzeit rollte die TSG dann einmal mehr per Konter in den Schalker Strafraum, Rutter bediente Munas Dabbur, der eiskalt zum 2:0 traf. Das traf die Hausherren ins Mark.

Zweiter Elfmeter für Hoffenheim

Zehn Minuten nach der Pause hatte die Veltins-Arena den Jubelschrei dann erneut auf den Lippen, als Marius Bülter nach einer Ecke an den Pfosten köpfte (56.). Statt des Anschlusstreffers aber im Gegenzug der nächste Auftritt des VAR. Dieses Mal spielte Ouwejan den Ball mit der Hand im Strafraum, wieder verwandelte Skov vom Punkt (59.). Zehn Minuten später verhinderte Schwolow ein viertes Gegentor mit einem beeindruckenden Reflex und rettete gegen Angelino auf der Linie. Minuten vor Schluss parierte er stark gegen Rutter (83.).

Viel Zeit zum Nachdenken bleibt nicht für die Schalker Entscheider, bereits am Dienstag steht, kurioserweise in Hoffenheim, die zweite Runde im DFB-Pokal an. Ob Kramer dann noch an der Seitenlinie stehen wird, scheint äußerst fraglich. Schalke steckt fest im Abstiegskampf.

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