Vorstand des Fußballkreises Steinfurt will Nachfolge regeln

Schnippe hat einen Kandidaten

Kreis Steinfurt

Im Frühjahr des nächsten Jahres wird im Fußballkreis Steinfurt ein neuer Vorstand gewählt. Lange Zeit lag die Nachfolge im Unklaren, ein Kandidatenkarussell existierte nicht, da es keine Kandidaten für die wichtigen Ämter gab. Nun zeichnet sich ab, dass zumindest für den Vorsitzenden ein Nachfolger gefunden wurde.

Von Günter Saborowskiund

Der erweiterte Vorstand des Fußballkreises Steinfurt. Vier Personen können sich aufgrund der Altersbeschränkung des Foto: Marc Brenzel

Der Fußballkreis Steinfurt wählt alle drei Jahre einen neuen Vorstand. Diese Wahlen finden immer Ende März Anfang April auf dem Kreistag statt, bei dem auch der neue Pokalwettbewerb ausgelost wird. Der nächste Kreistag steht in einem Jahr, also 2022, an. Brisant hierbei: Vier Mitglieder des aktuellen Kreisvorstandes müssen wegen der Altersbeschränkung bei Wahlämtern ausscheiden, weil sie das Alter von 75 Jahren überschritten haben. Nachfolger sind – zum Teil – gefunden worden, allerdings nicht für jedes Amt.

Ausscheiden müssen der Vorsitzende Hans-Dieter Schnippe (79), der Fußballobmann Gerhard Rühlow (86), der stellvertretende Vorsitzenden Jörg Brandhorst (73) und der Obmann für Freizeit- und Breitensport Hans-Dieter Puls (81). Kassierer Manfred Eppenhoff (72) kann noch für eine weitere Periode gewählt werden.

Jürgen Lütkehaus, der als Kreisschiedsrichterobmann (KSO) fungiert, hatte 2019 angedeutet, dass er als KSO ausscheiden wolle, „wenn sich die Situation bei den Schiedsrichtern nicht bessern sollte“. Wie bekannt sein dürfte, unterschreiten einige Vereine ihr Kontingent an Unparteiischen, wodurch der Fußballkreis zu wenige Schiris hat. Lütkehaus will sich 2022 jedoch erneut zur Wahl stellen, da sich die Situation, wie er sagt, „ein wenig“ verbessert habe. Allerdings sei seine Kandidatur auch davon abhängig, ob er mit seiner bestehenden Mannschaft weiterarbeiten könne.

Schnippe hatte 2019 Peter Pues vom FCE Rheine als seinen Nachfolger ins Gespräch gebracht. Der ehemalige Jugendobmann des Oberligisten und Vorsitzende des Jugendfördervereins wird indes nicht die Nachfolge von Schnippe antreten. „Er kann aus beruflichen Gründen nicht, weil er sich die Woche über in Koblenz aufhält“, sagt Schnippe. Man habe aber einen Nachfolger für den Vorsitz gefunden, den Namen könne er allerdings noch nicht nennen. Schnippe bestätigte, dass dieser potenzielle Kandidat deutlich jünger sei: „Um die 60. In drei Wochen kann ich mehr sagen.“ Am Freitag findet eine Sitzung des Kreisvorstand im Vereinsheim des SC Altenrheine statt. Bei dieser Gelegenheit wird mutmaßlich der avisierte Nachfolger vorgestellt. „Es soll jemand aus Rheine sein“, bestätigt Lütkehaus.

Problematisch sei indes die Nachfolge für Fußballobmann Gerhard Rühlow. „Wir werden das Amt nicht mehr besetzen, weil wir keinen Nachfolger finden. Es wird daher keine Wahl stattfinden“, erklärt der Kreisvorsitzende und ergänzt, „dass die Aufgaben aber erledigt werden.“ Womit Rühlow faktisch ohne gewählt zu werden im Amt bleibt. „Wir können auf ihn nicht verzichten. Es gibt keinen, der die Aufgaben so erledigen kann wie er. Er hat auch signalisiert, dass er so lange weitermachen möchte, wie es sein Gesundheit zulasse.

Der Posten des stellvertretenden Vorsitzen (Brandhorst) dürfte vakant bleiben, da man hier noch keinen Nachfolger gefunden habe. „Ich bin 73 Jahre alt. Als stellvertretender Kreisvorsitzender höre ich mit dem Kreistag 2022 auf. Auch über mein Amt als Staffelleiter der Kreisliga B habe ich mir Gedanken gemacht, verkünde meine Entscheidung aber erst dem Kreisvorstand auf der nächsten Sitzung am Freitag“, sagt Brandhorst.

Beim Amt des Obmanns für Freizeit- und Breitensport steht die Nachfolge ebenfalls noch in den Sternen. „Ich habe am Montag mit Hans-Dieter Puls gesprochen. Er will sich im Bereich der Alten Herren umhören, ob jemand bereit sei, seine Nachfolge anzutreten“, so Schnippe. Darüber hinaus soll eine Person aus dem Bereich Frauen-Fußball in den Vorstand eingebunden werden. In diesem Kontext fiel der Name Manfred Bröker, der aktuell nicht zum Vorstand gehört, aber als Staffelleiter bei den Frauen zum erweiterten Vorstand gehört.

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