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Reiten: Agravis-Cup

Schwebezustand und Geduldfrage für die Organisatoren

Münster

Ob der Agravis-Cup im Januar unter diesem Namen erstmals ausgetragen werden kann, ist angesichts der aktuellen Corona-Lage zweifelhaft. Die Verantwortlichen stecken in der Zwickmühle und müssen sich gedulden. Allzu viel Hoffnung machen die Entwicklungen nicht.

Von André Fischer

Schwer vorstellbar: eine volle Halle im Januar. Foto: Jürgen Peperhowe

„Wir freuen uns auf ein Wiedersehen vom 12. bis 16. Januar 2022 in der Halle Münsterland“. Noch ziert der Schriftzug die Internetseite des Agravis-Cups. Auch Tickets können online geordert werden.

Knapp sechs Wochen vor dem Traditionsturnier herrscht das Prinzip Hoffnung bei den Verantwortlichen um Organisationschef Oliver Schulze Brüning. „Wir warten jetzt auf ein klares Statement der Politik. Spätestens zur Jahreswende müssen wir eine Entscheidung treffen.“

Hoffnung auf ein klares Signal von oben

Der aktuelle Trend in der vierten Welle der Pandemie lässt erahnen, dass es sehr eng werden könnte für Großveranstaltungen dieser Art unter dem Hallendach. Das wissen die Macher. Sie wissen aber auch um die bestehenden Verträge mit den Sponsoren.

Ein klares Signal von „oben“ würde den Gemütszustand in diesen ungewissen Zeiten nicht unbedingt erheitern, aber möglicherweise Klarheit schaffen, was finanzielle Fragen angeht. Die Politik scheint noch auf Zeit zu spielen, „aber die läuft uns weg“, wie Schulze Brüning weiß.

Digitale Pressekonferenz abgesagt

2020 trat der Reiterverband Münster schon im Oktober zusammen – und sagte das fünftägige Spektakel schweren Herzens ab. „Natürlich gelten auch für uns alle coronabedingten Einschränkungen. Und Lockerungen, welche die Ausrichtung des Turniers in gewohnter Weise möglich machen, sind nun einmal nicht zu erwarten“, so Schulze Brüning damals.

Die digitale Pressekonferenz am Donnerstag wurde erst mal gecancelt. „Wir können nicht ruhigen Gewissens über den Sport reden.“ Der Blick in die Kristallkugel lässt indes wenig Raum für viel Hoffnung.

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