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Fußball: Neue 2-G-Regel

Sehr viel Zustimmung und wenig Ungeimpfte bei Münsters Clubs

Münster

Die Fußballvereine aus Münster begegnen der neuen 2-G-Regel größtenteils sehr wohlgesonnen und begreifen sie als wichtiges Mittel gegen einen erneuten Saisonabbruch. Ungeimpfte Spieler, die ihren Clubs nun wegbrechen, gibt es nur wenige.

Von Thomas Rellmann, Camillo von Ketteler und Jonas Austermann

Für den TuS Hiltrup geht’s in der Westfalenligist weiter zur Sache. Akil Cömcü (li.) und seine Teamkollegen sind allesamt geimpft oder genesen. Foto: Wilfried Hiegemann

Raul Prieto hat eine klare Meinung. „Wenn wir noch mal die Saison unterbrechen, zum dritten Mal also, dann wäre das eine Katastrophe.“ Umso deutlicher positioniert sich der Sportliche Leiter des TuS Hiltrup pro 2G. „Ich finde das prinzipiell gut, könnte mir sogar 2G+ vorstellen. Wir möchten alles dazu beitragen, um nicht wieder in den Lockdown zu müssen.“ Der Westfalenligist hat die komfortable Situation, dass sämtliche Akteure weiter spielberechtigt sind.

Das eint ihn etwa mit seinem Klassenrivalen 1. FC Gievenbeck, Landesligist BSV Roxel oder Bezirksligist VfL Wolbeck. Auch Westfalia Kinderhaus dürfte laut Trainer Holger Möllers keine Probleme mit der neuen Regel bekommen. „Ich glaube, dass bei uns alle durchgeimpft sind“, sagt er. Ob auch bei jedem seiner Spieler schon 14 Tage seit dem zweiten Piks vergangen sind, da ist er nicht sicher. „Ich hoffe es aber natürlich“, so der Coach des Westfalenligisten.

Vereine checken nun den Impfstatus

Concordia Albachten hat einen ungeimpften Akteur und einen, der erst in zwei Wochen als voll immunisiert gilt. Borussia Münster, GW Gelmer und Klassenrivale SC Münster 08 checken den Status ihrer Spieler aktuell und können noch keine Angabe machen. „Ich bin jedenfalls froh, dass ich diese Entscheidung nicht treffen musste“, sagt Nullacht-Coach Julian Wiedenhöft über die neue Verordnung. Darüber, wie diese nun ausgefallen ist, denkt er zwiegespalten: „Ich stehe da ein wenig zwischen den Stühlen. Auf der einen Seite ist das sicher richtig, auf der anderen Seite wundert es mich ein wenig, dass die Regel auch für Sport draußen gilt. Der Fußball war bisher eher nicht als Infektionstreiber bekannt, 3G hätte mir draußen gereicht.“

„Das Wichtigste ist, dass wir weiterspielen.“

André Kuhlmann hat bei BW Aasee bereits im Sommer Impftermine vermittelt. „2G kann die eine oder andere Mannschaft wirklich vor Probleme stellen“, meint er heute. „Die Frist ist relativ kurz, aber jeder, der mit offenen Ohren durch die Welt gelaufen ist, wusste, dass diese Regelung irgendwann kommt.“ Bei seiner Mannschaft geht Kuhlmann nicht davon aus, dass es noch Ungeimpfte gibt. „Wir hatten in den letzten Wochen und Monaten häufiger Ausfälle aufgrund der Impfung, also glaube ich nicht, dass es uns jetzt arg treffen wird“, sagt Kuhlmann. „Das Wichtigste ist, dass wir weiterspielen.“

In der Nachwuchs-Abteilung von Preußen Münster, zu der auch die Bundesliga-Teams der U 19 und U 17 zählen, ist die Impfquote nach Clubangaben sehr hoch, in der U 23 (Oberliga) sogar bei 100 Prozent. Diesen Wert erreichen auch alle Trainer und Betreuer.

Wacker-Frauen bekommen keine Probleme

Auch für die Westfalenliga-Frauen von Wacker Mecklenbeck hat die neue Verordnung keine personellen Folgen. „Bei uns erfüllen alle 2G“, sagt Coach Felix Melchers und begrüßt die neue Regel: „Grundsätzlich finde ich das nachvollziehbar und halte es für einen wichtigen Schritt. Ich hoffe jetzt sehr, dass wir durchspielen können.“

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