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Basketball: 2 Bundesliga Pro B

Serie der WWU Baskets hat auch gegen Iserlohn weiter Bestand

Münster

Und weiter geht’s im Siegesrhythmus. Die WWU Baskets Münster ließen sich auch von den Iserlohn Kangaroos nicht bremsen und führen das Ranking der Pro B Nord weiter deutlich an. Beim 87:76 hatten sie aber auch heikle Phasen zu bewältigen.

Von Thomas Austermann

Stefan Weß (r.), hier um Duell mit Iserlohns Moritz Hübner, bewies seinen hohen Wert für die Baskets. In der Halbzeit wurden Philipp Kappenstein, Jan König und Andrej König (kleines Bild, v.l.) im Scheinwerferlicht gewürdigt. Foto: Jürgen Peperhowe

Stefan Weß hat wieder was Neues erlebt in seiner Karriere. „Neun Startsiege – das hatte ich noch nie“, strahlte der 2017 nach Münster zurück gekehrte Gievenbecker nach dem 87:76 (54:33)-Erfolg der WWU Baskets Münster über die Iserlohn Kangaroos in der Pro B. Auch die Sauerländer sprangen zu kurz vor 1800 Zuschauern, die am Ende einmal mehr begeistert waren und auch erlebten, wie wechselvoll 40 Nettominuten sein können.

Der 27 Jahre alte Weß trägt viel dazu bei, dass die Baskets imponierend die Nordstaffel dominieren und auch in kritischen Phasen nicht wegbrechen. Inzwischen ist er drittbester Schütze und drittbester Rebounder – die Zuverlässigkeit fußt auf erarbeiteter Fitness, die ihm große Wehrhaftigkeit verschafft. „Ich hab’ viel getan in der Sommerpause und war bei 100 Prozent, als es losging.“ Mehr Minuten als er reißt nur Aufbau Ryan Richmond ab.

Wurfspektakel im ersten Viertel

Mit vier Dreiern bis zur Halbzeit fiel Weß auf, er war sofort mittendrin. Ein Wurfspektakel der ersten zehn Minuten riss alle mit. Da schenkten sich die Konkurrenten nichts und ließen defensiv auch einiges zu. Trainer mögen das weniger. „Es konnte auch 30:15 stehen“, sagte Baskets-Coach Björn Harmsen, der sein Team aufs Tempo eingeschworen hatte in der Annahme, „dass Iserlohn nach einer Woche Pause die Spielintensität fehlen würde“. 27 Punkte machten die Baskets auch im zweiten Durchgang. Die mehr und mehr perplexen Iserlohner ganze neun. Münsters Abwehr agierte konsequent, der Gast leistete sich etliche Turnover und war genervt von einer Durststrecke von 5:06 Minuten ohne Punkt.

Björn Harmsen

Im Basketball geht es selten in nur einer Richtung weiter. Und 21 Punkte Vorsprung bedeuten bisweilen wenig. Iserlohns Coach Dennis Shirvan machte eine klare Ansage in der Pause, sein Team kam mit den physisch starken 100-Kilogramm-Kerlen Moritz Hübner und Alexander Möller sowie dem feinen Werfer Tidjan Keita viel leidenschaftlicher zurück. „Das Spiel hätte komplett kippen können“, sagte Harmsen zum 13:23-Viertel. Zum 70:73 wurde es noch knapper, weil Münster offensiv nichts mehr gelang. Oft warf Richmond, weil er keine andere Option fand. Je zwei Freiwürfe von ihm und Weß verschafften etwas Luft. Dann stoppte Adam Touray (fünf geblockte Versuche insgesamt) hellwach die Attacken der Kangaroos. Die Baskets trafen nacheinander mit Fastbreaks und schlussendlich von der Freiwurflinie mit kühlem Kopf. Eher feurig ist Neuzugang Rijad Avdic, den die Emotionen spürbar anstecken. „Unglaublich, was hier abgeht“, sagte der für eine Viertelstunde eingesetzt und bereits wertvolle 23-Jährige.

Trio verabschiedet

In der Pause erinnerten die Baskets an die guten alten Zeiten und stellten mit Ex-Coach Philipp Kappenstein, Andrej und Jan König ein Trio ins Scheinwerferlicht, das vor größere Kulisse würdig verabschiedet wurde. Künftig hängen Trikot-Nachbildungen unter der Hallendecke und erinnern optisch für immer an die sympathischen Asse, die den Weg entscheidend mitprägten.

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