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Fußball: Westfalenliga

Späte Tore bringen Gievenbeck Derbysieg gegen Kinderhaus

Münster

Das Derby litt unter schwierigen Bedingungen, festigte aber die jüngsten Eindrücke zumindest im Ergebnis. Der 1. FC Gievenbeck setzte sich durch das 2:0 (0:0) vorerst auf Platz eins, Westfalia Kinderhaus muss nach der Niederlage weiter nach unten schauen.

Von Thomas Austermann

Gievenbecks Louis Martin ist vor dem Kinderhauser Paul Wietzorek am Ball. Foto: Wilfried Hiegemann

Stark beeinträchtigt von den letzten Orkan-Wehen stemmten sich die Westfalenligisten 1. FC Gievenbeck und Westfalia Kinderhaus gegen die Umstände, die am Kunstrasen auch rund 500 Zuschauern zusetzten. Es dauerte, bis die Fußballfreunde entscheidende Momente erlebten – für die sorgten die Gastgeber, die in den Einwechselspielern Anton Mand (88.) und Henning Dirks (90.+8) ihre Torschützen zum 2:0 (0:0)-Sieg in die Arme schlossen.

Verwunderlich, dass der Regionalliga-Spielleiter Florian Visse (Ibbenbüren) so ewig lange nachspielen ließ – allein daran, dass es an einer Eckfahne der Westfalia-Spielhälfte zu unschönen Rangeleien und Beleidigungen gegen Kinderhauser Spieler kam, kann es nicht gelegen haben. Diese Fehltritte von so genannten Fans passten kein Stück zum prima Klima auf dem Grün, auf dem sich die fairen Teams sportlich phasenweise neutralisierten. Ein Remis hätte wohl jede Mannschaft akzeptiert.

Mende zweikampfstark

„Ganz klar ja“, sagte FCG-Trainer Florian Reckels, der seiner Elf aber den entscheidenden Schub besorgte, weil er mit Wechselspielern gewinnbringende Umstellungen vollzog. „Wir wollten uns nicht mit einer Punkteteilung zufrieden geben“, sagte Reckels, der vor der Pause „so viele lange Bälle gegen unsere Kette fliegen sah wie kaum zuvor.“ Die Abwehr-Asse aber stachen erneut, Miclas Mende dürfte kaum einen Zweikampf verloren haben.

„Ein 0:0 wäre gerechtfertigt gewesen“, sagte Westfalia-Coach Holger Möllers nach der bereits dritten Niederlage im neuen Jahr. „Vor der Pause sind wir nie in den Rhythmus gekommen, danach war es deutlich besser, weil wir länger in Ballbesitz geblieben sind.“ Der Pechvogel der Westfalia bleibt Jan Kniesel, der als Stürmer aufgeboten mit einer Knieverletzung ausschied und zur Untersuchung musste.

Die bösartig aufdrehenden Winde machten den Ballvortrag extrem schwer. Beiderseits. Weder in der einen noch anderen „Box“ war wirklich was los. Als Kinderhaus mehr Initiative übernahm durch die antreibenden Felix Ritter und Fabian Witt, wurde es abwechslungsreicher. Der FCG brachte Asmar Paenda ins Spiel, der Louis Martin von rechts hinten nach vorne schickte. Justus Kurk besaß die bis dahin beste Szene (65.). Guglielmo Maddente suchte und fand oft Christian Keil, der eifrig bearbeitet wurde.

Mand trifft per Kopf

Während Kinderhaus ein paar Konterszenen bekam, drehte Maddente einen Freistoß perfekt vor Tim Siegemeyers Kasten, der eingewechselte Mand wuchtete per Kopf ins Tor. In der Hektik der vielen Zusatzminuten probierte Kinderhaus noch alles, bis Henning Dirks an der Mittellinie den Ball eroberte und sein Solo mit dem 2:0 krönte. Und Gievenbeck zumindest vorrübergehend zurück auf Platz eins brachte.

FCG: Eschhaus – Scherr, Volmering, Mende – Martin (86. Dirks), Heubrock (86. Mand), Kurk, Balz – Geisler (60. Paenda) – Keil, Maddente (90.+1 Fromme)

Westfalia: Siegemeyer – J. Witt (87. Hake), Rensing, Niehues, Graberg, Wietzorek (90.+1 Lambert) – Schöneberg, Ritter – F. Witt (90.+1 Guimares) – Kniesel (59. Schürmann), Haverland

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