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Basketball: 2. Bundesliga Pro B

Spiele der WWU Baskets sind vorhersehbar – aber nie langweilig

Münster

Die Anfangsphase lief nicht wie erwünscht. Doch die WWU Baskets Münster können immer reagieren. Selbst Schwächephasen und Rückstände einiger Stammkräfte bringen den Spitzenreiter nicht aus dem Konzept. Er eilt von Sieg zu Sieg. Auch die SBB Baskets Wolmirstedt waren beim 65:83 aus ihrer Sicht machtlos.

Von Thomas Austermann

Jasper Günther erwischte nicht nur Dominick von Waaden mehrfach und avancierte bei seiner Rückkehr aufs Feld zu einem wichtigen Faktor. Auch Baskets-Center Adam Touray (h.) war nach seiner Corona-Infektion beim 83:65 gegen Wolmirstedt wieder dabei. Foto: Jürgen Peperhowe

Im Norden nichts Neues, und das ist für Münster gar nicht langweilig: Die WWU Baskets dominieren weiterhin ihre Pro-B-Gruppe in der 2. Basketball-Bundesliga und distanzierten mit den SBB Baskets Wolmirstedt den nächsten Verfolger auf zehn Punkte. Beim 83:65 (40:40) vor 700 Zuschauern in Berg Fidel reagierten Team und Trainer erneut flexibel auf Holprigkeiten und bestachen durch ihre Leistungsträger, die die schwächere Tagesform mancher Akteure auffingen. Durch den 14. Sieg beschenkte sich Münster mit einem neuen Rekord in dieser Liga – 2019 gab es von Januar bis April 13 gewonnene Partien der damaligen Truppe am Stück. Erneut geht der Weg auch jetzt geradewegs in die Playoffs. Jeder hofft, dass die Pandemie den echten Wettbewerb zulässt.

Günthers Comeback

Weil Trainer Björn Harmsen abwarten musste, wie fit sich Aufbau-Ass Jasper Günther nach wochenlanger Auszeit präsentieren würde, schickte er eine neue und auf Größe gepolte erste Fünf ohne Günther ins Rennen gegen die Sachsen-Anhaltiner. „Die Formation sollte unsere Wand darstellen“, sagte er und konstatierte später, dass eine Portion Unbeweglichkeit auch charakteristisch sein kann für ganz lange Kerle. Aus einem 3:0 wurde schnell ein 3:7 im offensiv arg dünnen ersten Viertel (12:19), das die Gäste mit drei Dreiern am Stück an sich rissen. Wolmirstedts Routiniers um Hauptwerfer Jordan Talbert, der für 18 Punkte etliche Versuche brauchte, setzten sich sogar auf 31:19 ab.

Björn Harmsen

Dann reichte es den „Kleinen“: Günther und Ryan Richmond rissen Münster Seite an Seite mit, trafen auch endlich aus der Distanz. Ihre Baskets egalisierten bis zur Pause, danach sortierte Harmsen die Besetzungen neu. Die Nominierten agierten wacher wie aggressiver in der Abwehr. „Wir haben immer Optionen, zu reagieren. Man muss diejenigen, die sich als die Guten herausstellen, spielen lassen“, sagte Harmsen.

Rijad Avdic, der zuvor auf dem Flügel spielen musste, lebte als Powerforward dank seiner Emotionalität regelrecht auf. Er krallte sich wie der auch zuverlässig treffende Stefan Weß etliche Rebounds. Günther hielt knapp 20 Minuten durch und gab alles. Dass logischerweise noch Körner fehlen, merkte man auch Center Adam Touray an. Satte 35 Distanzwürfe setzte Münster an und traf nur elfmal – fünf Dreier nacheinander fanden aber zum passenden Zeitpunkt ihr Ziel, nämlich zum 78:59 fünf Minuten vor Ende. Und Günther atmete durch: „Es lief doch besser als gedacht für mich!“

Drei Fragen an Stefan Weß

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