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Leichtathletik: Finals in Berlin

Brillux-Staffel knackt 40-Sekunden-Marke

Münster

Anfang gut, Mitte gut, Ende gut – klar: Auch alles gut. Die Leichathleten der LG Brillux Münster und Kerstin Schulze Kalthoff konnten die Deutschen Meisterschaften von der ersten bis zur letzten Minuten genießen – und lieferten die passenden Leistungen zur besten Stimmung.

Von Ansgar Griebel

Blitzschnelles Quartett:  Kai Sparenberg, Markus Greufe, Luka Herden und Jakob Bruns von der LG Brillux. Foto: Lars Goldbeck

Den neuen Kreisrekord über 4x100-Meter können die Chronisten auch in Zeiten der elektronischen Datenverarbeitung guten Gewissens mit dem Meißel in eine Steintafel hämmern, der dürfte für eine kleine Ewigkeit Bestand haben. „Da kommt so schnell keiner ran“, sagte auch Lars Goldbeck, Trainer der vier Sprinter der LG Brillux Münster, nachdem seine Schützlinge erstmals in der Geschichte Münsters und des Leichtathletik-Kreises die 40-Sekunden-Marke auf der Stadionrunde geknackt hatten – und das zum besten denkbaren Zeitpunkt: Im Finale der Deutschen Meisterschaften im Rahmen der „Finals“ in Berlin. Nach 39,80 Sekunden blieb die elektronische Zeitmessung für das münsterische Quartett stehen – da spielte es tatsächlich nur eine Nebenrolle, dass die Staffeln des TV Wattenscheid (39,60) und MTG Mannheim (39,79) noch Sekundenbruchteile schneller unterwegs waren. „Das macht nichts, wir sind super zufrieden“, lässt Goldbeck keinen Millimeter Platz für überflüssige Gedankenspiele. „Es war klar, dass es unter diesen drei Steffeln entschieden wird. Die Bronzemedaille ist ein großartiger Erfolg, daran gibt es nichts zu deuteln.“

Greufe auch im Einzel mit Kreisrekord

Startläufer Markus Greufe, der im Einzelwettbewerb zuvor schon in nicht minder eindrucksvoller persönlicher Bestzeit von 10,42 Sekunden ins Halbfinale und dann als Deutschlands Nummer 13 ins Ziel gestürmt war, Jakob Bruns und Kai Sparenberg hatten ihren Schlussläufer Luka Herden sogar mit einem minimalen Vorsprung auf die Zielgerade geschickt – auf der aber mit Wattenscheids Robin Erewa und Mannheims Robin Ganter zwei potenzielle 10,30-Sprinter auf den letzten Metern nicht mehr zu halten waren. Staffelheld Jakob Bruns sorgte im Anschluss noch einmal für Aufregung als er nach einer Disqualifikation eines Konkurrenten als Vorlaufzweiter schon mit einem Bein im 200-m-Finale stand – allerdings wurde die Disqualifikation nach erfolgreichen Einspruch zurückgenommen – und somit konnten sich die Sprinter bereits am Sonntagnachmittag hoch zufrieden auf den Heimweg machen.

Einen bärenstarken Auftritt legte Kerstin Schulze Kalthoff über 3000 Meter Hindernis hin. Foto: imago-images.de

Blitzsaubere Vorstellung von Kerstin Schulze Kalthoff

Diese Staffel hatte mit ihrem Fabellauf allemal das Zeug zum Höhepunkt der „Finals“ aus münsterischer Sicht. Wenn da nicht noch der beherzte Auftritt von Kerstin Schulze Kalthoff am Samstag über die 3000 m Hindernis gewesen wäre – durchaus ernsthafte Konkurrenz im Kampf um die Schlagzeilen.

Die Münsteranerin hatte ihren Lauf exakt vorausgeplant und punktgenau umgesetzt. „Da stimmte alles“, so Goldbeck, „die Hürdenüberquerungen, die konstanten Rundenzeiten, der Fahrplan – eigentlich ein perfektes Rennen.“ Belohnt durch eine neue persönliche Bestzeit von 10:09,81 Minuten und einem überragenden sechsten Platz bei den nationalen Titelkämpfen. „Kerstin ist natürlich hoch zufrieden mit ihrem Lauf“, so Goldbeck – und auch Langlauf-Coach Robert Welp hatte nach der gut zehnminütigen Laufgala seines Schützlings nichts an der runden Vorstellung auszusetzen. „Kerstin ist ein sehr mutiges Rennen gelaufen und hat sich für ihren Aufwand belohnt“, so die Ferndiagnose von Chefcoach Jörg Riethues aus der Heimat, „das gibt zusätzliche Motivation für die Zukunft.“ Das letzte Wort hatte dann am Sonntagabend aus Brillux-Sicht Marco Sietmann, der ebenfalls über die 3000- Meter Hindernis antrat und die „Finals“ standesgemäß mit einer persönlichen Bestleistung und als DM-Neunter beschloss: 8:54,02 lautet die neue Marke, mit der der junge Mann aus Nottuln auch den Richtwert für den U23-Bundeskader unterbot.

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