1. www.wn.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Preußen Münster kämpft mit Standard-Sünden und ist Chancen-Primus

  6. >

Fußball: Regionalliga West

Preußen Münster kämpft mit Standard-Sünden und ist Chancen-Primus

Münster

In dieser Saison ist es vor allem eine eklatante Schwäche, die den Preußen immer wieder Gegentore beschert: die Standardsituationen. Vor dem Auswärtsspiel beim Bonner SC hat SCP-Coach Sascha Hildmann seinen Spielern daher ein Anti-Standard-Programm mit auf den Weg gegeben.

Von Ansgar Griebel

In Bonn wieder vereint: Alexander Langlitz (l.), Torschütze in Homberg, und nach abgesessener Gelbsperre auch Marcel Hoffmeier. Foto: Jürgen Peperhowe

Der Trainer war bestens präpariert: Die druckfrischen Regionalliga-Statistiken belegten am Donnerstagmittag allerdings auch nur das, was Sascha Hildmann ohnehin schon wusste, beziehungsweise was ihm schmerzhaft bewusst war. Sieben der bislang elf Gegentreffer des SC Preußen Münster resultierten aus Standardsituationen. Die letzten beiden bei der Punkteteilung bei Schlusslicht VfB Homburg, die der Preußen-Coach für sich als „2:2-Niederlage“ abgelegt hat. Diese Partie ist unter der Woche hinreichend besprochen und final abgehakt worden, sagt Hildmann – die nötigen Konsequenzen seien eingeleitet. Eins der Kernthemen natürlich: Die Standards. „Es kann nicht sein, dass wir bei jeder Ecke zittern müssen“, sagt Hildmann vor dem Auswärtsauftritt am Freitagabend (19.30 Uhr) beim Bonner SC. Der Trainer hat seiner Exekutive einen eingängigen Dreiklang nahegelegt, um dem ruhenden Ball den Schrecken zu nehmen. „Konzentration, Einstellung, Verantwortung“ lautet das Anti-Standard-Programm für das Preußen-Kollektiv.

Ein weiteres "zähes Spiel" wartet

„Das muss jeder Einzelne draufhaben“, so Hildmann, der den Statistiken aber auch durchaus erfreuliche Zahlen entnehmen konnte: Mit durchschnittlich 13,3 Torchancen pro Spiel führt der SCP diese Auswertung im Ligavergleich mit Abstand an. Auch das nicht überraschend für den Trainer: „Wir spielen offensiv und das machen wir sehr gut.“ Schön wäre es, wenn die Chancenstatistik noch häufiger in erfolgreichen Abschlüssen verbucht werden können – wie ausgerechnet beim bislang wohl schwächsten Auftritt der Saison in Homberg. „Da haben wir aus dem Spiel heraus zwei sehr schöne Tore geschossen“, so Hildmann.
Zumindest dieses Detail darf sein Team gerne in das Spiel beim Bonner SC mitnehmen, ansonsten erwartet Hildmann einen deutlichen reiferen Auftritt als vor Wochenfrist. „Aber da machen wir uns nichts vor, auch das wird ein ganz zähes Spiel.“ Immerhin hat die Mannschaft den Fokus scharf gestellt. „Da denkt noch keiner an das DFB-Pokalspiel gegen Hertha am Dienstag, die wollen sich in Bonn alle wieder frei spielen.“

Hoffmeier kommt nach Gelbsperre zurück

Dann auch wieder mit Marcel Hoffmeier, der nach abgesessener Gelbsperre in die Startelf rückt, sowie den Wiedergenesenen Luke Hemmerich und Manuel Farrona-Polido, die allerdings zunächst auf der Bank Platz nehmen werden. Aus dem Kader rutscht Nachwuchstalent Jano ter Horst zurück in die Reserve, nicht nur mit besten Einsatznoten sondern auch mit ersten Einträgen in die Regionalliga Statistik.

Preußen Münster: Schulze Niehues – Borgmann, Ziegele, Hoffmeier – Scheuerte, Remberg, Klann, Teklab – Langlitz, Wegkamp, Deters.

Gegnercheck

Startseite
ANZEIGE