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Fußball: Bezirksliga

SV Drensteinfurt dreht irres Kellerduell in Liesborn

Drensteinfurt

Tore schießen und Punkte sammeln. Die Ansage, eher eine Forderung, von Daniel Stratmann hörte sich leicht an. War es offenbar auch. Denn in einem irren Spiel hielten sich die Spieler des SV Drensteinfurt ziemlich gut an die Devise des Trainers.

Von Matthias Kleineidam

Wurde eingewechselt, traf zweimal und musste dann wieder verletzt vom Platz: Maximilian Schulze-Geisthövel. Foto: Kleineidam

Das war nichts für schwache Nerven. Das vorgezogene Kellerduell in der Bezirksliga 7 zwischen Westfalen Liesborn und dem SV Drensteinfurt entwickelte sich zu einem Freitagabend-Krimi. Die Fußballer des SVD lagen beim Letzten 1:3 hinten, führten 5:3 und hätten beinahe noch den Ausgleich kassiert. Doch Keeper Steffen Scharbaum klärte in der Nachspielzeit in höchster Not (90.+1). „Unfassbar, das ist der Hammer“, sagte Trainer Daniel Stratmann.

Nach vier Niederlagen in Serie feierten die Drensteinfurter den zweiten Saisonsieg und verließen die Abstiegsplätze. Zwei Namensvetter hatten daran einen großen Anteil: Maximilian Groß und Maximilian Schulze-Geisthövel, der erst ein- und dann verletzt ausgewechselt wurde, trafen beide zweimal. Liesborn kassierte die fünfte Pleite nacheinander und bleibt sieglos.

Turbulenzen beginnen schon vor der Pause

Stratmann brachte Dennis Kreuzberg für Leo Steinert. Ansonsten starteten die gleichen Spieler wie fünf Tage zuvor beim 1:3 gegen Freckenhorst. Die erste Riesenchance in einer turbulenten Begegnung vor rund 60 Zuschauern hatte Philipp Ressler, er schoss drüber (3.). Auf der anderen Seite köpfte Frerik Drügemöller das 1:0 (11.). Groß glich aus (22.), doch Marius Neitemeier sorgte für die erneute Führung der Gastgeber (29.). Zu allem Überfluss musste Kreuzberg verletzt runter (40.), und Frederik Holtmann erhöhte vor der Pause auch noch auf 3:1 (42.).

Stewwerter stecken Rückschlag weg

Trotz der Rückschläge steckten die Stewwerter nicht auf und bewiesen Moral. Schulze-Geisthövel, der sein erstes Saisonspiel absolvierte, verkürzte direkt nach dem Wiederanpfiff (49.), vier Minuten später gelang dem starken Groß der Ausgleich. In dieser Phase war der SVD deutlich besser, Liesborn nur nach Fehlern gefährlich. Nach einem Foul an Valentin Kröger scheiterte Andre Vieira Carreira zunächst, versenkte aber den Nachschuss – 3:4 (76.). Sven Grönewäller vergab eine Riesenchance (80.). Bevor er vom Platz ging, traf Schulze-Geisthövel zum 3:5 (81.). Liesborn gelang nur noch das Anschlusstor (82.).

Im nächsten Heimspiel wartet gleich der nächste direkte Konkurrent auf den SVD. Der SuS Cappel aus Lippstadt wird am 17. Oktober im Erlfeld gastieren.

SVD: Scharbaum – S. Wiebusch, Pankok, van Elten, Kreuzberg (40. M. Schulze-Geisthövel/82. Stratmann) – Vieira Carreira, Ressler – V. Kröger, De. Popil, Groß – Grönewäller

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