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Fußball: Westfalenliga

Tabellenführer Gievenbeck baut gegen Borussia Emsdetten Vorsprung aus

Münster

Einsam zieht der 1. FC Gievenbeck noch nicht seine Kreise an der Tabellenspitze, aber nach dem 3:0 über Borussia Emsdetten sind es bereits fünf Punkte Vorsprung auf Platz zwei. Am Sonntag war eine disziplinierte Leistung genug gegen einen mäßigen Gegner.

Von Thomas Austermann

Großes Laufpensum: Anton Mand (l.) aus dem Jahrgang 2001 war der FCG-Jüngste beim Dreier über Emsdetten und Nick Wedi. Foto: Thomas Austermann

Der Spitzenreiter setzt sich in der Westfalenliga von der Konkurrenz ab. Als Problemlöser in erster Linie gefordert war der 1. FC Gievenbeck gegen Borussia Emsdetten mit einer auf Schlüsselpositionen umformierten Elf. Und hielt sich beim 3:0 (2:0) nicht mit Sorgen auf, sondern mit ernsthaftem Arbeitseifer und taktischer Disziplin. Spielerisch waren andere Heimspiele insgesamt besser anzusehen, aber drei herausgespielte Treffer belegten den großen Unterschied des Tages.

Trainer Florian Reckels musste jetzt auch Johan Scherr (gesperrt) und Manuel Beyer (Urlaub) ersetzen und eine ganz neue Abwehrformation erfinden. Er zeigte Mut und stellte Neuzugang Jan-David Volmering als Zentralfigur in die Dreierkette – einen technisch versierten Spieler, der rund eineinhalb Jahre ohne Einsatz geblieben war, seine Erfahrung aus 89 Oberliga-Spielen aber spüren ließ. André Strothmann und der schon etablierte Miclas Mende flankierten den Neuen.

Reckels „total zufrieden“

„Ich bin total zufrieden. Wir haben gegen eine starken Gegner, der unsere Formation exakt gespiegelt hat, die Lücken gefunden“, sagte Reckels. „Auch die neue Dreierkette stand ja bestens.“ Über zähflüssige Phasen durfte er hinwegsehen nach dem fünften Sieg am Stück. Trotz personeller Rückschläge – Kapitän Nils Heubrock ist noch immer außen vor – findet er für den FCG immer wieder Alternativen, die die Statik der Truppe bisher noch nicht einmal ins Wanken brachten.

Maddente mit dem Doppelschlag

Ungeduldige Zuseher dürften an der ersten halben Stunde wenig Freude gehabt haben. Emsdetten verlegte sich aufs Verteidigen und spielte Mann gegen Mann. Diszipliniert war das, aber kreativ kein Stück. Das fortwährende Zusetzen führte beim FCG zu Irritationen im Zusammenspiel. Daniel Geisler zeigte offensiv als Vorbereiter, wie es gehen kann. Die von Reckels erwähnten Lücken wurden gefunden: Guglielmo Maddente besetzte die gewünschten Räume halbrechts gleich zweimal: Erst verlud er seinen Gegenspieler geschickt und traf mit rechts unter die Latte (38.), dann zog er mit links ab und versenkte den Ball im langen Eck (45.).

In der letzten Linie offenbarte Borussia Mängel. Der nicht nur mit Ball am Fuß wacklige Keeper Niclas Kock mutierte zum Unsicherheitsfaktor. Dass der routinierte Stürmer Christian Bußmann fehlte, schlug vorne ins Kontor. Gefährlich wurde der Gast nur ausnahmsweise. Das schien Gievenbeck zu spüren und setzte kühl auf Kontrolle. Anton Mand hatte noch eine gute Torszene nach Vorbereitung von Maddente und Christian Keil, aber erst der eingewechselte Louis Martin setzte das 3:0 (79.) und drehte sich dabei im Sechzehner schön clever um den Gegner herum. Es war die Entscheidung.

FCG: Eschhaus – Strothmann, Volmering, Mende – Röhe (81. Brüwer), Mand, Kurk (68. Martin), Balz – Geisler – Maddente (75. Fromme), Keil (84. Stüve)

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