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Fußball: Jugendarbeit bei RW Ahlen ist nicht nur Großkreutz und Reus

Temin und Skrijelj auf dem Sprung

Ahlen

Marco Reus und Kevin Großkeutz kennt jeder, der auch nur ansatzweise etwas mit Fußball zu tun hat. Aber aus der Nachwuchsarbeit von Rot-Weiß Ahlen kommen noch viel mehr Talente – wie ein kleiner Rundumblick zeigt.

Von Marc Kreisel

Bereit für den Ernstfall: Foto: Marc Kreisel

Wenn man bei oder über die Nachwuchsarbeit von Rot-Weiß Ahlen spricht, werden immer sofort die beiden Fußball-Nationalspieler Kevin Großkreutz oder Marco Reus genannt. Großkreutz ist immerhin 2014 mit der deutschen Mannschaft in Brasilien Weltmeister geworden und Marco Reus ist aktuell der Kopf beim Bundesligisten Borussia Dortmund. Wie gesagt, dass weiß jeder, der sich mit Fußball beschäftigt. Aber die Jugendarbeit wird seit Jahren in Ahlen großgeschrieben. Zum Beispiel spielt mit Phillip Kühn ein Torhüter, der in Ahlen ausgebildet wurde, beim VfL Osnabrück. Im letzten Jahr wurde er sogar zum Stammkeeper in der 2. Bundesliga. In der 3. Liga hat sich zudem der gebürtige Ahlener Luka Tankulic beim SV Meppen zum Kapitän und Publikumsliebling entwickelt. Es läuft so gut bei ihm, dass er in der der laufenden Saison schon neun Treffer auf seinem Torkonto verbuchen konnte.

Interne Bilanz noch deutlicher

Und dies sind nur einige externe Beispiele der Nachwuchsarbeit des Vereins. Intern fällt die Bilanz noch deutlicher aus. Denn im aktuellen Regionalligakader stehen mit Sebastian Mai, Rene Lindner, Mike Pihl, Leon Benning, Leonardo Marino, Tidiane Gueye und Noyan Bayaki gleich sieben in der Wersestadt ausgebildete Akteure. Dass die Vereinsverantwortlichen, die Jugendabteilung, sowie die sportliche Leitung weiterhin auf Eigengewächse achten und diese fördern, konnten viele Fans sehen, als sie die Aufstellung der Rot-Weißen gegen den SV Straelen sahen. Denn gleich zwei U-19-Spieler hatten es vor Wochenfrist in den Spieltagskader geschafft.

Seit der Verletzung von Martin Velichkov, nimmt Yusuf Temin auf der Bank der Ahlener Platz. „Der junge Keeper hat sich gut entwickelt. Er ist bei jedem Training zu 100 Prozent bei der Sache und macht diese entsprechend gut. Yusuf hat etwas abgenommen und ist deshalb noch athletischer geworden“, freut es Trainer Andreas Zimmermann.

Elmar Skrijelj hat es Zimmermann angetan

Aber auch der U-19-Stürmer Elmar Skrijelj hat es dem Trainerteam um Zimmermann angetan. Er hat maßgeblichen Anteil an dem Erfolg des A-Junioren-Westfalenligisten. Skrijelj belegt dort mit sieben Treffern den vierten Rang in der Torschützenliste der U19-Teams. „Der ist sehr gut bei der Sache, haut sich unheimlich rein. Seit rund vier Wochen trainiert er in meinem Kader mit und zeigt, dass er will und keine Angst hat. Das hat mich so überzeugt, dass er es sich verdient hatte, gegen den SV Straelen im Kader zu stehen“, lobte Zimmermann den jungen Stürmer.

Beispiele, dass es gerade beim Viertligisten, auch für junge Spieler eine Chance gibt, sich für höhere Aufgaben zu qualifizieren oder zu empfehlen. Ob es dann gleich die Bundesliga oder eine andere höhere Liga sein wird, liegt an jedem Spieler selber. Wie sagt der Trainer noch: „Talent alleine reicht nicht, man muss trainieren, trainieren und dann noch mehr trainieren!“

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