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Fußball: DFB-Pokal

Tor aus der eigenen Hälfte! VfL Osnabrück schmeißt Werder Bremen aus dem DFB-Pokal

Osnabrück

Der VfL Osnabrück hat in der 1. Runde des DFB-Pokals für eine Überraschung gesorgt und Zweitligist Werder Bremen rausgeworfen. Vor allem das Tor zum 2:0 brachte die Bremer Brücke zum Beben.

Von Heiner Gerull

Kaum einzufangen: Sven Köhler (2. v. re.) jubelt nach seinem Traumtor aus der eigenen Hälfte mit den entfesselten Teamkollegen. Foto: imago

Riesen-Begeisterung im Stadion an der Bremer Brücke. Nach dem 2:1-Sieg beim 1. FC Saarbrücken zum Saisonauftakt in der 3. Liga vertrieb der VfL Osnabrück mit dem 2:0 (1:0)-Pokaltriumph gegen Werder Bremen endgültig die Tristesse des Abstiegs aus der 2. Liga. „Uns war klar, dass Werder die bessere Mannschaft hat. Das haben wir durch viel Laufarbeit, viel Fleiß und viel Kampfgeist wettgemacht. Dadurch haben wir uns den Sieg verdient“, sagte Osnabrücks Trainer Daniel Scherning.

Der neu formierte VfL musste zwar nach 30 Sekunden einen Schreckmoment überstehen, als Felix Agu den Ball kurz vor dem Osnabrücker Kasten nicht mehr kontrollieren konnte. Die Gastgeber ließen sich jedoch nicht beeindrucken, sondern spielten zielorientiert nach vorne. Ihr Konzept, über Standards für Gefahr zu sorgen, wäre in der 22. Minute fast belohnt worden, als   Lukas Gugganig nach Eckstoß von Bu-Muaka Simakala mit einem Kopfball nur die obere Torstange traf.

Doch kurz vor dem Seitenwechsel belohnte sich die Mannschaft für ihren mutigen Auftritt. Das 1:0 fiel nach dem gleichen Muster wie in der Szene zuvor. Diesmal verlängerte Gugganig die Kugel nach einem Eckstoß mit dem Kopf. Werder hatte den aufgerückten Innenverteidiger Maurice Trapp nicht auf der Rechnung, der freistehend aus kurzer Distanz zum 1:0 einköpfte. Der erste Osnabrücker Streich.

VfL Osnabrück: Keeper Kühn überragt gegen Werder

Nach der Pause schnupperte Werder am Ausgleich. Doch der Bundesliga-Absteiger scheiterte entweder am überragenden VfL-Keeper Philipp Kühn oder an Pfosten oder Latte. Das Signal für die ultimative Osnabrücker Jubelorgie lieferte Sven Köhler, als er in der fünften Minute der Nachspielzeit den Ball aus der eigenen Hälfte über den aufgerückten Werder-Keeper Michael Zetterer zum 2:0-Endstand ins Netz zirkelte – ein sensationeller Treffer.

„Wir haben sicherlich auch Glück gehabt“, räumte Scherning ein. „Aber das gehört an solch einem Tag dazu.“ Angefressen war dagegen Werders Trainer Markus Anfang. „Bei aller Wertschätzung für Osnabrück, aber wenn wir hier vier oder fünf Tore schießen, hätte sich niemand beschweren können. Letztlich sind wir an uns selbst gescheitert.“

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