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Handball: A-Jugend

Träume werden für den HLZ-Nachwuchs Bundesliga

Ahlen

Das war der große Wurf! Deutlich gewann der Nachwuchs des HZL Ahlener SG das Finale um den letzten freien Platz in der Bundesliga. Doch in nur drei Wochen wartet dort schon der Einstand. Nach dem Endspielsieg war daran aber noch nicht zu denken.

Von Uwe Niemeyer

Einfach Freude pur: Die A-Jugendspieler des HLZ Ahlener SG nach dem Sprung ins Oberhaus. Foto: Lars Gummich

Drei Wochen bleiben der A-Jugend des HLZ Ahlener SG. Nein, nicht zum Feiern oder Regenerieren. In 21 Tagen heißt es (wieder) fit und bereit sein. Denn dann wartet beim HSV Hamburg schon das erste Bundesligaspiel. Das und den Sprung ins Oberhaus hatte sich der ASG-Nachwuchs nach drei Qualifikationsspielen inklusive dem furiosen Finale am Sonntag (wir berichteten) gegen die SGSH Dragons verdient.

Entsprechend verlief die dritte Halbzeit des Endspiels, die interne Verlängerung. Zunächst zurückgezogen mit einer Kabinenparty, dann im VIP-Raum der Friedrich-Ebert-Halle bei Pizza und im Beisein der Eltern.

Nur der Tribünenmotor lief nicht rund

Das hatten sie sich verdient. Schließlich wurden ihre Träume Bundesliga. Zunächst durch zwei klare Erfolge in den ersten beiden Qualifikationsspielen. Dann am Sonntag vor 390 Zuschauern in eigener Halle. Mehr hatten keinen Patz, da ein technischer Defekt (Motorschaden) das Ausfahren der unteren Tribüne verhinderte. Nicht aber einen eindrucksvollen und vor allen Dingen erfolgreichen späten Handballnachmittag.

Den und den Weg dorthin hatten Mannschaft und Trainer gut geplant. „Wir waren gut vorbereitet. Vor allen Dingen hatten wir einen konditionellen Vorteil. Konnten die Gegner in der ersten Halbzeit der Qualifikationsspiele noch mithalten, sind sie bei unserem Tempospiel in Durchgang zwei eingebrochen“, blickte Christopher Brehl durchaus zufrieden zurück. Seit Jahresbeginn und als Nachfolger des zum Drittliga-Chefcoach beförderten Frederik Neuhaus hat er das Traineramt übernommen.

Trainer Christopher Brehl zum absolvierten Programm seiner Spieler

Und er verlangte seinem Team alles ab. „Die mussten ganz schön ackern. Sie hatten keine Freizeit“, grinste der 23-Jährige im Gefühl des Erfolgs. Auch in Zeiten des Lockdowns hatte die Trainingswoche sechs Tage. Vielleicht dachte Brehl auch deshalb in der Stunde des frischen Aufstiegs an seine Spieler: „Ich freue mich, dass es dem Alt-Jahrgang noch gelungen ist aufzusteigen. Außerdem bin auch einfach nur stolz.“ Schließlich wechseln sechs Spieler nach der Saison zu den Senioren.

Trainer Christopher Brehl nennt eine Stärke des Teams

Zuvor hatte der Erzieher seinen Handballern einiges vermittelt. „Die Mannschaft hat ein starkes Wir-Gefühl. Da ist jeder für jeden da“, lobt Brehl. In vielen Einzelgesprächen, auch per Chat, in denen es neben Handball auch um die Schule und den privaten Bereich ging, hatte er das Team eingeschworen, auf Kurs gebracht.

Das sollte auch ein Plus im Oberhaus sein. Schließlich ändert sich an der Zusammensetzung des Kaders nichts. Aus der B-Jugend rücken Niklas Neumann und Niklas Mühlhauser wie schon zuletzt auf, spielen aber noch in ihrer angestammten Mannschaft.

Eine Stärke dürfte zudem die Ausgeglichenheit sein, die das Team auch in den letzten drei Spielen offenbarte. Abgesehen davon, dass sich die Tore auf viele Akteure verteilten, ragten immer wieder andere heraus. Abgesehen von den beiden Torhütern. Gegen die Dragons tat sich Jasper Mevenkamp (8) hervor, zuvor in Billinghausen Jesse Horstmann (9).

Vorrunde in einer namhaften Sechser-Gruppe

In der Bundesliga wartet nun zunächst eine Vorrundengruppe – eine von acht – mit sechs Teams. Neben dem HLZ-Nachwuchs und Auftaktgegner Hamburg zählen der THW Kiel, HC Bremen, Handball Lemgo und die HSG Verden/Aller dazu.

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