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Tennis: Terra-Wortmann-Open

Turnier in Halle auch ohne Zverev mit Top-Besetzung

Halle

Es tat schon weh beim Zusehen, später bestätigte sich dann das bereits Befürchtete: Alexander Zverev wird nach seiner Verletzung im Halbfinale der French Open gegen Rafael Nadal die Rasensaison verpassen. Von seinem Aus beim Turnier in Halle profitieren nun andere Spieler.

Von Henner Henning

Oscar Otte darf sich auf seinem Start im Hauptfeld von Halle freuen. Der Kölner erhält eine Wildcard vom Veranstalter. Foto: Imago/Paul Zimmer

Ein kurzes Lächeln war auf dem Video zu erkennen, das Alexander Zverev aus dem Krankenbett hinaus in die sozialen Netzwerke sendete. „Meine Operation ist hoffentlich gut verlaufen. „Ich freue mich darauf, wieder zurückzukehren und vermisse Tennis bereits“, sagte der Hamburger, der sich im Halbfinale der French Open gegen Rafael Nadal die drei seitlichen Bänder im rechten Sprunggelenk gerissen hatte. Die Folge ist eine unfreiwillige Pause, die der künftigen Nummer zwei der Welt die Rasensaison kostet.

Sein Start in Halle bei den am Samstag beginnenden Terra-Wortmann-Open war ebenso schnell ausgeschlossen wie seine Teilnahme in Wimbledon. „Natürlich hätten wir ihn gerne bei uns in Halle spielen gesehen, aber nun ist erst einmal wichtig, dass er schnell wieder genesen wird“, sagte Halles Turnierdirektor Ralf Weber, der auch die Abmeldung des verletzten Südafrikaners Lloyd Harris, 2021 Viertelfinalist in Halle, erhielt.

Fognini und Altmaier rutschen ins Hauptfeld

Des Einen Leid ist des Anderen Glück. So rücken der Italiener Fabio Fognini und der Kempener Daniel Altmaier direkt ins Hauptfeld, die für Altmaier vorgesehene Wildcard geht an den Kölner Oscar Otte. Zum Schluss der Kettenreaktion rutscht Peter Gojowczyk in die Qualifikation, in der er wie Dominik Koepfer einen Platz für das hochklassig besetzte Hauptfeld ergattern will.

Ein gewichtiges Wort bei der Titelvergabe wollen auch Stefanos Tsitsipas, Andrej Rublew und Felix Auger-Aliassime als weitere Top-Ten-Spieler mitsprechen, dazu darf man auf den Auftritt des französischen Vorjahressiegers Ugo Humbert gespannt sein. Und auch Nick Kyrgios – das australische Enfant terrible debütiert in Halle – wird seine Qualitäten ebenso einbringen wie Wimbledon-Halbfinalist Hubert Hurkacz oder Jannik Sinner. Das topbesetzte Feld, das „eine Garantie für Klasse ist“ (Weber) und das attraktive Rahmenprogramm werden wieder über 100 000 Zuschauer anlocken. Und sicher wird auch Alexander Zverev mal einen Blick aus der Ferne nach Halle wagen.

Medwedew freut sich auf Halle

Die am Montag beginnende 32er-Konkurrenz führt Daniil Medwedew, der russische US-Open-Sieger schlägt zum zweiten Mal in Halle auf. Im Vorjahr war für den 26-Jährigen in Runde eins Schluss – Jan-Lennard Struff schubste den gebürtigen Moskowiter, der ab Montag die Nummer eins der Welt sein wird, aus dem Wettbewerb. Für Medwedew kein Grund, Halle in schlechter Erinnerung zu behalten. „Das Turnier, die Anlage und die Organisation waren herausragend, ich habe in diesem Jahr tolle Erfahrungen gemacht“, sagte Medwedew, der es bei der 29. Auflage des ostwestfälischen Rasen-Events besser machen will.

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