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Handball: 2. Bundesliga

TV Emsdetten trauert, ASV Hamm-Westfalen hofft

Münster

Bitterer Abend für den TV Emsdetten, große Chance für den ASV Hamm-Westfalen. Während der Club aus dem Kreis Steinfurt nach der 30:31-Niederlage im Derby aus der 2. Liga abgestiegen ist, kann der Regionalrivale von der Beletage träumen.

Von André Fischer

Tschüss 2. Liga: Jakob Schwabe vom TV Emsdetten. Foto: Riemenschneider

In der Spielzeit 2019/20 ist es in leidigen Zeiten mitunter eine glückliche Fügung. Mit dem Abbruch der laufenden Serie reagiert der deutsche Profi-Handball im April 2020 auf die massiven Einschränkungen durch die Corona-Pandemie. Die Konsequenz: keine Absteiger im Ober- und Unterhaus. Zweitliga-Dino TV Emsdetten, in der Saison 2013/14 gar erstklassig unterwegs, profitiert von diesem Entscheid – als 17. und Vorletzter im Ranking. Ein Jahr später zittert er sich sportlich zum Klassenerhalt. Das 32:27 beim VfL Lübeck-Schwartau am letzten Spieltag bedeutet die Rettung auf der Zielgeraden. Damit scheint das Glück gänzlich aufgebraucht. Seit Samstag und der 30:31-Niederlage im Derby gegen den ASV Hamm-Westfalen ist es amtlich: Der TVE ist nur noch drittklassig. Und der Konkurrent mischt weiter munter im Aufstiegsrennen mit. So nah liegen Freud und Leid im Sport manchmal beisammen.

Ausgerechnet Jan von Boenigk besiegelt den Abstieg des TVE, er katapultiert die Jungs von Trainer Sascha Bertow mit seinem Treffer zehn Sekunden vor dem Ende in Liga drei. Papa Diethard arbeitete einst in der Ems-Halle und genießt dort noch immer einen sehr guten Ruf.

Die spannenden Fragen nach all der Tristesse: Wie geht es weiter? Strebt Emsdetten mit aller Macht zurück in die Zweitklassigkeit? Sind die finanziellen Ressourcen dafür vorhanden? Nicht minder interessant ist der anvisierte Hallenneubau durch die GmbH. Ist das alles eine Liga tiefer zu stemmen?

Eitel Sonnenschein herrscht dagegen in Hamm. Mit einem Sieg am Freitag gegen den TV Großwallstadt könnte das Team von Trainer Michael Lerscht alles klarmachen – sollte Verfolger HSG Nordhorn-Lingen am Dienstag in Coburg als Verlierer von der Platte gehen.

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