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Schwimmen: Deutsche Freiwasser-Meisterschaften beginnen

Über Münster zu Olympia

Münster

Die Deutschen Freiwasser-Meisterschaften in Münster sind für die prominentesten Starter so etwas wie die Generalprobe vor den Olympischen Spielen in Tokio. Auf der anderen Seite steht eine große Helferschar der SGS Münster, die nichts dem Zufall überlassen will.

Hunderte von Starterbeuteln für die Teilnehmer mussten gepackt werden. SGS-Vorsitzender Markus Schnermann (l.) sowie die Vorstandsmitglieder Martin Wetzel und Eva Gerling legten Hand an. Foto: sun

Die ersten Athleten sind am Mittwoch bereits in Münster eingetroffen, haben Quartier bezogen und die Wettkampfstätte am Hafenbecken schon mal vorab inspiziert. An diesem Donnerstag ertönt um Punkt 14 Uhr der Startschuss zu den Deutschen Freiwassermeisterschaften. „Die Hotels in der Umgebung sind gut gebucht“, machte der Sportliche Leiter Hans-Martin Botz der ausrichtenden SGS Münster im Vorfeld aus. Rund 550 Athleten werden bis zum Samstag an den Start gehen, um die Titelträger nach der bislang letzten DM 2019 in Burghausen zu ermitteln. Im vergangenen Jahr fiel das nationale Kräftemessen in Strausberg pandemiebedingt aus.

In Münster werden zusätzliche Wertungen für die Jugend-Europameisterschaften in Paris sowie die -Weltmeisterschaften ausgetragen, was allein schon für Qualität sorgt. Weltklasse ist zudem garantiert, wenn beispielsweise Europameisterin Lea Boy über zehn Kilometer oder ihre Würzburger Mannschaftskollegin Leonie Beck an den Start gehen. Titelverteidigerin Beck wird über fünf Kilometer ihre Olympia-Generalprobe vor dem Flug nach Tokio abgeben. Zuvor brachte sie sich im Trainingslager im italienischen Piombino in Form. „Nachdem ich wegen Corona zuletzt eineinhalb Jahre nur in der Halle trainieren konnte und auch in dieser Saison wieder einige Weltcups gestrichen wurden, wollte ich einfach mal wieder öfter im Freiwasser üben. Und das ging in Italien einfach optimal“, erklärte Beck auf der DSV-Homepage. „Jetzt möchte ich aber auch in Münster ein gutes Rennen zeigen, bevor es dann nach Japan geht.“

Derweil koordinierte Botz am Mittwoch noch die letzten Vorbereitungen, die das große SGS-Ensemble abzuarbeiten hatte: Aufräum- und Säuberungsarbeiten auf der B-Side (wo auch die Zuschauer Platz finden) oder das Verankern der Pontons (die Schwimmer gehen in Massenstarts ins Wasser). „Läuft reibungslos“, ließ sich Botz gerade noch entlocken, ehe er sich ein wenig gestresst am Nachmittag den weiteren Aufgaben widmete: Die Abnahme der Strecke und der Peripherie durch Abgesandte des DSV war für 17.30 Uhr vorgesehen.

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